Die 42. Straße

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Filmdaten
Deutscher Titel Die 42. Straße
(österr. Titel:
42. Straße)
Originaltitel 42nd Street
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1933
Länge 89 Minuten
Stab
Regie Lloyd Bacon
Drehbuch James Seymour,
Rian James
Produktion Darryl F. Zanuck
Musik Harry Warren,
Al Dubin
Kamera Sol Polito
Schnitt Thomas Pratt,
Frank Ware
Besetzung

Die 42. Straße ist ein US-amerikanisches Filmdrama und Musical des Regisseurs Lloyd Bacon aus dem Jahr 1933 nach einem Roman des ehemaligen Broadway-Tänzers Bradford Ropes. Die österreichische Erstaufführung fand am 27. Mai 1934 statt; in Westdeutschland wurde das Filmmusical erstmals am 1. Februar 1970 im Fernsehen ausgestrahlt.

Die Bühnenfassung aus dem Jahre 1980 basiert auf dem Film.

Handlung[Bearbeiten]

Auf dem Höhepunkt der Depression im Jahre 1932 starten die Broadway-Produzenten Jones und Barry das Musical „Pretty Lady“ mit der schönen Dorothy Brock. Dorothys Freund, der Geschäftsmann Abner Dillon, finanziert die Show aus dem Hintergrund heraus. Dorothy trifft sich nebenher mit ihrem alten Tanzpartner und Liebhaber Pat Denning, der arbeitslos ist.

Der harte und anspruchsvolle Julian Marsh wird für die Show als Regisseur verpflichtet. Durch den Börsencrash von 1929 ist er ein gebrochener und verbitterter Mann geworden. Um sich aus dem Showgeschäft zurückziehen zu können, muss Marsh diese Show zu einem absoluten Hit machen. Das Casting und die Proben werden zu einem harten Wettbewerb für die Darsteller.

Peggy Sawyer, ein Bühnenneuling, ist von dem Ganzen düpiert. Ann Lowell und Lorraine Fleming, zwei Chor-Mitglieder, kümmern sich um sie. Während Lorraine sich mit dem Tanz-Choreographen Andy Lee einlässt, beginnt der junge Hauptdarsteller Billy Lawler Zuneigung zu Peggy zu entwickeln. Er legt für sie bei Marsh ein gutes Wort ein.

Fünf Wochen dauern die Proben, trotz allem ist Marsh unzufrieden. In der Nacht vor der Premiere bricht sich Dorothy einen Knöchel. Abner Dillon will, dass Marsh Dorothys Rolle nun mit Ann Lowell besetzt, doch die hält sich nicht für gut genug. Stattdessen schlägt sie Marsh vor, die unerfahrene Peggy zu nehmen. Bis eine Stunde vor dem Premierenstart lässt Marsh Peggy unbarmherzig proben. Dorothy wünscht ihr Glück und die Show beginnt.

Die Show ist ein voller Erfolg. Der total erschöpfte Marsh verlässt das Theater durch einen Notausgang. Er ist zu müde um seinen Erfolg genießen zu können.

Kritiken[Bearbeiten]

„Die gängige Geschichte vom glücklichen Aufstieg einer kleinen Tänzerin, die für den Star einspringen darf, ist mit Temperament inszeniert; die Tanzszenen gehören zu den perfektesten, die das Genre zu bieten hat.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Nicht nur Glamour und hübsche Mädchen stehen im Vordergrund, auch die Auswirkungen der Depressionszeit auf die Situation der Ensemble-Mitglieder werden in – für ein Musical – außerordentlich realistischen Bildern gezeigt.“

TV Spielfilm[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Das Budget des Films lag bei 439.000 US-Dollar. Die Einnahmen in Höhe von 2,3 Millionen US-Dollar bewahrten die Produktionsgesellschaft Warner Bros. vor dem Bankrott.[3]
  • Ruby Keeler gab hier ihr Film-Debüt.
  • Mervyn LeRoy sollte die Regie bei dem Film führen. Auf sein Betreiben hin bekam Ginger Rogers die Rolle der Ann. LeRoy erkrankte und musste durch Lloyd Bacon ersetzt werden.
  • Für die Kostüme war Orry-Kelly zuständig, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit 3 Oscars ausgezeichnet wurde.
  • Der nicht genannte Regie-Assistent Gordon Hollingshead gewann einen Oscar als Regie-Assistent und 5 Oscars als Regisseur für Kurzfilme.
  • Auch Ton-Ingenieur Nathan Levinson wurde nicht genannt. Für sein Studio Warner Bros. wurde er nicht nur für diesen Film für den Oscar nominiert, sondern auch für zwei weitere Filme. Gewonnen hat jedoch Franklin Hansen für Paramount mit In einem anderen Land. Levinson gewann nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar und wurde mit einem Spezial-Oscar für seine Entwicklung einer speziellen Tonschnittmaschine geehrt.
  • Leo F. Forbstein, hier als Orchester-Leiter tätig, gewann nach dem Krieg einen Oscar für die beste Filmmusik.
  • Die Tänze wurden von Busby Berkeley choreographiert. In über 25 Filmen wirkte er als Choreograph mit.
  • Der Film wurde 1934 in den Kategorien Bester Film und Bester Ton für den Oscar nominiert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
  2. vgl. Das große TV Spielfilm Filmlexikon, Band 6 – area Verlag – ISBN 3-89996-578-7
  3. http://imdb.com/title/tt0024034/business