Die 7 goldenen Vampire

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die 7 goldenen Vampire
Originaltitel The Legend of the 7 Golden Vampires
Logo die 7 goldenen vampire.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich, Hongkong
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1974
Länge 83 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Roy Ward Baker
Cheh Chang
Drehbuch Don Houghton
Produktion Don Houghton
Vee King Shaw
Musik James Bernard
Kamera Roy Ford
John Wilcox
Schnitt Chris Barnes
Besetzung

Die 7 goldenen Vampire ist ein Horrorfilm der britischen Film-Produktion Hammer aus dem Jahr 1974. Die Regie übernahm Roy Ward Baker und die Hauptrolle spielte Peter Cushing. Hammer versuchte hier, der Dracula-Reihe erneut eine neue Richtung zu geben, die Handlung wurde nach Fernost verlegt und es wurden Martial-Arts-Kampftechniken eingebaut.

Die Werbezeile lautete: „Der erste Kung-Fu-Horror-Thriller!“.

Handlung[Bearbeiten]

Transsylvanien im Jahr 1804. Kah, der Hohepriester vom Orden der sieben goldenen Vampire, reist durch die Karpaten bis zur Gruft des Grafen Dracula. Der Fürst der Vampire ist hier gefangen und fristet sein unwürdiges Dasein. Kah bietet ihm einen Pakt an, ihn zu befreien, wenn er ihm hilft dem Orden zu seiner alten Größe und Macht zu verhelfen. Dracula jedoch hat andere Pläne und bemächtigt sich Kahs Körper. Mit diesem neuen Körper, und damit nicht länger an sein Mausoleum gebunden, reist er nach China und beginnt mit den sieben goldenen Vampiren eine neue Schreckensherrschaft.

Im fernen Osten im Jahr 1904. Der Experte für Okkultismus Professor Van Helsing befindet sich mit seinem Sohn Leyland auf einem Seminar in Chongqing. Er hält an der örtlichen Universität eine Lesung über den Vampir-Mythos in China und erzählt unter anderem von der Legende um die sieben goldenen Vampire. Doch man nimmt ihn nicht ernst und so erntet er nur Spott und Hohn.
Nur der Student Hsi Ching glaubt ihm. Der junge Mann ist der Urenkel des einzigen Mannes, dem es je gelang, einen der goldenen Vampire zu vernichten. Seitdem sind hundert Jahre vergangen, aber noch immer wird sein Heimatdorf für diesen Frevel bestraft. Immer wieder fallen die goldenen Vampire, halbverrottete Kreaturen mit goldenen Masken und Amuletten, über das Dorf her und entführen die schönsten Jungfrauen, um sich von ihnen zu ernähren.

Van Helsing und sein Sohn erklären sich bereit zu helfen und können mithilfe von Chings Geschwistern, die allesamt die hohe Kunst des Kung-Fu beherrschen, den Kult der sieben goldenen Vampire zerschlagen, bis der Professor schließlich seinem alten Erzfeind, dem Grafen Dracula, von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht.
Nach einem letzten Showdown gelingt es Van Helsing, dem Fürsten der Vampire einen silbernen Speer durch das Herz zu treiben und ihn somit ein für allemal zu vernichten.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: „Horror à la Hammer trifft auf Kung-Fu à la Shaw-Brothers – europäisches und asiatisches Populärkino in einer exzentrischen Mischung.“[1]
  • Cinema: „Die legendären Hammer-Studios waren schon auf dem absteigenden Ast, als sie auf die glorreiche Idee kamen, Vampirgrusel mit Martial-Arts zu kreuzen. Leider ist das Ergebnis so unausgegoren, dass kein Kult aufkommen konnte.“
  • Allen Eyles/Robert Adkinson/Nicholas Fry: The House of Horror: „Außer einer gut gemachten Sequenz, in der David Chiang und ein lüsterner weiblicher Vampir vom gleichen Pflock gepfählt werden, sind die Kampfszenen zwischen den chinesischen Dorfbewohnern und den struppigen westlichen Vampiren weder Kung Fu noch überzeugend. Nicht einmal Peter Cushing in seiner üblichen Rolle als Van Helsing konnte die Kluft zwischen Hammer und Hongkong überbrücken. Irgendwo östlich von Malaysia [...] vergeht Dracula beim Sonnenaufgang. Für Hammer jedoch ging die Sonne unter.“[2]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Hammer versuchte in diesem Film Elemente des klassischen Gothic-Horror mit den immer mehr in Mode kommenden Martial-Arts-Filmen aus Hongkong zu verknüpfen.
  • Christopher Lee wurde erneut die Rolle des Grafen Dracula angeboten. Er lehnte jedoch ab, nachdem er das Drehbuch gelesen hatte. Stattdessen verpflichtete Hammer John Forbes-Robertson für den Part. Peter Cushing spielte hier zum letzten Mal die Figur des Van Helsing.
  • Die Ära der Hammer-Productions neigte sich 1974 dem Ende zu. Dem Film „Die 7 goldenen Vampire“ sollten nur noch zwei weitere Hammer-Filme folgen ehe sich die Pforten der Produktionsgesellschaft endgültig schlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die 7 goldenen Vampire im Lexikon des Internationalen Films
  2. vgl. Ronald M. Hahn und Volker Jansen: Lexikon des Horrorfilms, Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1989, ISBN 3-404-13175-4