Die Anrheiner

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Seriendaten
Originaltitel Die Anrheiner
Die Anrheiner.svg
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1998–2011
Produktions-
unternehmen
Westdeutscher Rundfunk,
Zieglerfilm Köln
Länge 30 Minuten
Episoden 612
Genre Weekly Soap
Titelmusik Die Minsche am Rhing (Instrumental, ab Folge 477 mit Text)
Produktion Elke Ried
Musik Manfred Schoof
Oliver Heuss
Erstausstrahlung 21. März 1998 auf WDR Fernsehen
Besetzung

Siehe Darstellerliste

Die Anrheiner war eine Fernsehserie des Westdeutschen Rundfunks über das Leben in einem fiktiven Stadtviertel von Köln.

Produktion[Bearbeiten]

Die Anrheiner zählte zu den Endlosserien im deutschen Fernsehen. Die Serie war eine Gemeinschaftsproduktion von Zieglerfilm Köln und des WDR. Die erste Folge wurde am 21. März 1998 ausgestrahlt. Seither lief die Sendung wöchentlich. Die 500. Folge wurde am 14. September 2008 gezeigt. Während einer jährlichen Sommerpause wurden keine Folgen der Serienreihe übertragen. Regulärer Sendeplatz der Episoden-Erstsendung war sonntags um 17:45 Uhr im WDR Fernsehen, eine Wiederholung folgte am darauf folgenden Sonntag um 8:35 Uhr.

Dreharbeiten und Kulissen[Bearbeiten]

Die Häuserkulisse der Serie am Rheinufer

Die Handlung spielt in Köln, gedreht wurde im Stadtteil Mülheim. Am dortigen Hafengelände (in der Hafenstraße) wurde die gesamte Außenkulisse aufgebaut. Die Häuserkulisse war keine Fassadenattrappe, sondern bestand aus bespielbaren Gebäuden, in denen auch die meisten Innenszenen gedreht wurden. Fast alle Gebäudekomplexe gruppierten sich um den Römerplatz, den Mittelpunkt des fiktiven Stadtviertels. Die Bauten waren dem Stil verschiedener Jahrzehnte nachempfunden und gaben, wie auch die eingeschossigen Ladenpavillons aus der Nachkriegszeit, ein typisches Erscheinungsbild vieler Kölner Straßenzüge wieder.

Das übrige Innenleben der Häuser befand sich im Studio. In den ersten beiden Jahren wurde zunächst in den Studios des Westdeutschen Rundfunks in Köln-Bocklemünd gedreht, bevor man mit sämtlichen Innenkulissen in eine ehemalige Fabrikhalle des Motorenherstellers KHD (heute Deutz AG) an der Deutz-Mülheimer-Straße in Köln-Mülheim umzog. Im Frühjahr 2006 folgte schließlich der zweite und letzte Umzug in ein ehemaliges Zwischenlager für Buchhändler an der Amsterdamer Straße in Köln-Riehl. Die letzten Dreharbeiten fanden am 29. August 2013 am Set statt. Die letzte Folge soll im Frühjahr 2014 ausgestrahlt werden. Die Außenkulisse wurde im Dezember 2013 abgerissen.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung spielt in einem direkt am Rhein gelegenen Kölner Stadtviertel mit Geschäften, einem Wirtshaus (Zum Anrheiner), einer Zeitungsredaktion, dem Kiosk (Büdchen), einem Speditionsunternehmen und verschiedenen Wohnhäusern. Die Episoden erzählen die Geschichten und Probleme der Bewohner in einem typischen Kölner Veedel. Im Mittelpunkt der Handlungsfäden steht das Geflecht der Menschen aus Beziehung, Familie, Freundschaften, deren berufliche und geschäftliche Betätigung und die daraus im täglichen Leben resultierenden Verwicklungen. Bei den dargestellten Personen handelt es sich um Charaktere des Alltags. Um größere Authentizität zu erlangen, wurden für einige Hauptfiguren Schauspieler engagiert, die die rheinische Mundart oder den Kölner Dialekt beherrschen, wie Tommy Engel, Hildegard Krekel, Samy Orfgen und Ernst Hilbich.

Anders als bei der Lindenstraße beziehen die Figuren im Anrheinerviertel zu politischen oder gesellschaftlich brisanten Themen keine Stellung. Ebenso werden keine Probleme und Anliegen von Minderheiten oder sogenannten Randgruppen in die Handlung eingearbeitet.

Nach dem Tode des Seriencharakters Matthias Krings wurde das Serienkonzept komplett überarbeitet. Auffällig war bereits mehrere Folgen vor seinem Ausstieg, dass die Kriminalität in der Serie zunahm und ein Polizist als Nebencharakter eingeführt wurde. Aus Die Anrheiner wurde am 1. Mai 2011 Ein Fall für die Anrheiner mit deutlichen Krimi-Tendenzen.

Besetzung[Bearbeiten]

Die meisten Rollen wurden von Darstellern mit abgeschlossener Schauspielausbildung gespielt. Sie verfügten über Bühnenerfahrungen an verschiedenen Theatern und waren auch in zahlreichen anderen Fernsehrollen zu sehen. Tommy Engel ist darüber hinaus als Kölner Mundartmusiker bekannt. Viele Hauptdarsteller waren seit den ersten Folgen der Sonntagsserie im Einsatz.

In mehreren Handlungsfäden und Episoden trat auch die bekannte Volksschauspielerin Tana Schanzara auf. In der Folge 608 wird am Rhein die Leiche von Mathes Krings (René Touissant) gefunden. Dieser Handlungsstrang war der Auftakt einer grundlegenden Umstellung der Serie. Im weiteren Verlauf wurde die Serie dann in "Ein Fall für die Anrheiner" umbenannt.[1]

Ein Großteil der Darsteller wirkt an der Fortsetzung Ein Fall für die Anrheiner mit. In Folge 95 der Serie stirbt Lydia von Bebenberg. Ihr Leiche wird im Rhein gefunden.[2]

Darsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Ausstiegs.

Schauspieler Rollenname Folgen Jahre
Sabrina Bergmann Jennifer „Jenni“ Palewski 10–55 1998–1999
Natascha Bonnermann Rita Stollenwerck 10–59 1998–1999
Peter Prager Didi Rommerskirchen 8–60 1998–1999
Raphaela Dell Dörte Rommerskirchen 11–60 1998–1999
Sandra Borgmann Ulrike Petersen 15–77 1998–1999
Christoph Wehr Stefan van Kujpers 11–80 1998–1999
Markus Lorenz Michael Petersen 16–84 1998–1999
Daniel Kuschewski Sascha Petersen 15–98 1998–2000
Berenice Kockisch Kathi Schmitz † 2–105 1998–2000
Petra Redinger Constanze Petersen 6–126 1998–2000
Annalena Grün Denise Wedau 85–134 1999–2000
Jürg Löw Bruno Blumenauer 23–138 1998–2000
Stefanie Kasperek Dagmar „Daggi“ Palewski 10–191 1998–2001
Therese Dürrenberger Gabriele Thelen 197–229 2001–2002
Laura Henseler Meike Kellermann 207–249 2002
Uta-Maria Lerner Astrid Kellermann 207–249 2002
Stephan Schleberger Hannes Thelen 178–250 2001–2002
Dada Stievermann Elke Marker 227–277 2002–2003
Judith Hoersch Colette „Coco“ Coubert † 182–303 2001–2004
Leon Ömer Simsek Kemal Duman 132–315 2000–2004
Kerstin Gähte Evelyn Krings † 1–351 1998–2004
Lutz Reichert Thomas van Haren 225–351 2002–2004
Angelika Bartsch Ines Kreuz 310–351 2004
Jan Niklas Berg Jonas Rinkel 213–359 2002–2005
Markus Hoffmann Armin Kummer 147–365 2001–2005
Dierk Prawdzik Gunther Leibach 88–369
580–610
1999–2005
2010–2011
Rudolf Debiel Dr. Laurentius Schneck 8–371 1998–2005
Gabrielle Odinis Elena Kolnikowa 15–431 1998–2006
Matthias Klimsa Tom Adamski 1–436
601–602
1998–2007
2011
Volker Lippmann Wolfgang Schrader 3–436 1998–2007
Christian Beermann Marcel Burmeister 375–436 2005–2007
Diana Staehly Teresa „Terry“ Roeder 198–437 2001–2007
Tana Schanzara Elsbeth Pawelczik † 55–439 1999–2007
Marcel Nievelstein Tim Baltus 412–439 2006–2007
Sema Meray Helga Schrader 3–445 1998–2007
Johannes Habla Bela Nagy † 368–454 2005–2007
Alexander Mokos Frank Krings 5–460 1998–2007
Orhan Güner Demir Yildiz 370–473 2005–2007
Axel Siefer Hermann Lohr 400–473 2006–2007
İsmail Şahin Kevin Münsterberg 155–167
455–477
2001
2007–2008
Michael Koslar Oliver Wagner 445–477 2007-2008
Freya Trampert Gesine Rinkel 197–481 2001–2008
Tanja Kuntze Janina Schäfer 424–482 2006–2008
Heiko Obermöller Nico Schrader 1–483 1998–2008
Andreas Stenschke Ben Merker 155–483 2001–2008
Pinar Erincin Aysha Yildiz 384–492 2005–2008
Frank Voß Sascha Neumann 319–499 2004–2008
Sandra Keller Susanne Kirsch 449–499 2007–2008
Haydar Zorlu Mehmet Ünsel 29–531 1998–2009
Helga Op gen Orth Amelie Krings, verw. Schuster 1–564 1998–2010
Günter Wolf Rudolph Krings 1–564 1998–2010
Jenny Jürgens Dr. Kerstin Steinmann 496–612 2008–2011
Luise Risch Nina Steinmann 495–611 2008–2011
Conrad Risch Max Steinmann 495–611 2008–2011
René Toussaint Mathes Krings † 1–611 1998–2011
Ernst Hilbich Jupp Adamski 1–572 1998–2010
Marie-Agnes Reintgen Elisabeth Küppers 1–611 1998–2011
Ludger Burmann Darius Pawelczik 1–612 1998–2011
Tommy Engel Jaco Kließ 1–612 1998–2011
Maik Stephan Behrendt Alexander Schmitz 1–572 1998–2010
Dmitri Alexandrov Dimitri Levin 557–612 2010–2011
Liz Baffoe Hadiya Wedekind 496–611 2008–2011
Elias Ordelmans Fabian Merzenich 504–572 2008–2010
Eva Scheurer Cornelia Merzenich 505–605 2008–2011
Dagmar Laurens Ruth Vollmer 517–601 2009–2011
Ivan Robert Ingo Passlack 3–611 1998–2011
Rolf Berg Josef Krings 4–612 1998–2011
Constance Craemer Bea Krings 6–612 1998–2011
Julia Beerhold Karin Radke 8–612 1998–2011
Dietrich Adam Guido Voss 83–612 1999–2011
Sonia Serrano Stella Adamski, geb. Cappelluti 94–611 2000–2011
Lotti Krekel Trudi Fritsch 214–611 2002–2011
Tanja Schmitz Britta Oberländer 316–611 2004–2011
Anna Ewelina Lara König 477–609 2008–2011
Johannes Steck Dr. Patrick Steinmann 487–612 2008–2011
Ludwig Hansmann Polizist Bernrath 495–568 2008–2010
Hildegard Krekel Uschi Schmitz 1–612 1998–2011
Samy Orfgen Lisa Habbig 1–612 1998–2011
Giovanni Luzi Horst Schneider 18–612 1998–2011
Susanne Seidler Lydia von Bebenberg 177–612 2001–2011
Claus Janzen Udo Herkenrath 213–604 2002–2011
Simone Sombecki Biggi Olejniczak 519–612 2009–2011
Andreas Windhuis Polizeihauptkommissar Karl-Heinz "Kalle" Westphal 605–612 2011
Jochen Schroeder Polizeikommissar Paul Overath 609–612 2011

Nebendarsteller[Bearbeiten]

Sortiert nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Schauspieler Rollenname Folgen Jahre
Marlene Riphahn Gisela Schleicher 5–46 1998–1999
Burkhard Heyl Robert Walldorf 6–46 1998–1999
Gisela Keiner Frau Berger 8–69 1998–1999
Jo Betzing Flaschen-Karl 9–528 1998–2009
Maverick Quek Pham Doc 11–43 1998–1999
Uta-Maria Schütze Dr. Stetter 11–337 1998–2004
Ernst-August Schepmann Hans Berlinger 12–29 1998
Wolke Hegenbarth Jasmin Schönberger 56–72 1999
Udo Thies Ludger Baumann 62–560 1999–2010
Stefanie Mühle Frau Wedau 87–205 1999–2002
Helmut Hagen Onkel Dino 103–267 2000–2003
Jo Jung Jürgen Sander 110–408 2000–2006
Ingrid Steeger Vera Franke 120–253 2000–2003
Olga Moritz-Weiler Ann-Kathrin 131–149 2000–2001
Sebastian Winkler Nick 208–244 2002
Frank Büssing Volker Roeder 248–352 2002–2004
Andrea Badey Inge Roeder 248–377 2002–2005
Imke Brügger Wiebke Debray 268–331 2003–2004
Malwine Möller Hedwig Habbig 302–358 2003–2005
Vanessa Remy Claudia 331–425 2004–2006
Eva Pliego-Siebenkäs Miriam 331–434 2004–2006
Thomas Pohn Hausverwalter Menz 339–400 2004–2006
Andreas Külzer Installateur Beiling 369–481 2005–2008
Vivienne Bojar Erika Otten 376–459 2005–2007
Siir Eloglu Frau Yildiz 408–432 2006
Helga Bellinghausen Simone Sievert 421–438 2006–2007
Ilse Strambowski Frau Simon 461–480 2007–2008

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.koelner-wochenspiegel.de/rag-kws/docs/362081/muelheim Ein Fall für die Anrheiner
  2. Die Anrheiner Vorschau

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Anrheiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien