Die Büchse der Pandora (Film)
| Filmdaten | |
|---|---|
| Originaltitel | Die Büchse der Pandora |
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1929 |
| Länge | 143 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Georg Wilhelm Pabst |
| Drehbuch | Joseph Fleisler Ladislaus Vajda Georg Wilhelm Pabst |
| Produktion | Seymour Nebenzahl |
| Musik | Timothy Brock |
| Besetzung | |
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Die Büchse der Pandora ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahr 1929. Regie führte Georg Wilhelm Pabst. Die Hauptrolle spielte die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks. Die Geschichte des Film beruht lose auf dem Drama Die Büchse der Pandora von Frank Wedekind.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Lulu ist ein junges, sehr gut aussehendes Showgirl, in das sich fast alle Männer (und auch Frauen) verlieben und an ihr zu Grunde gehen. Dr. Schön ist ein wohlhabender, einflussreicher Zeitungsherausgeber, der auch den Reizen von Lulu erliegt, die er aber aus gesellschaftlichen Gründen nicht heiraten kann. Stattdessen will er eine andere Frau heiraten. Durch einen von Lulu inszenierten Skandal kommt es aber nicht zu dieser Heirat und Dr. Schön ehelicht Lulu. Schon in der Hochzeitsnacht kommt es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf Dr. Schön erschossen wird. Lulu kommt vor Gericht und wird des Totschlages für schuldig befunden, kann aber aus dem Gerichtssaal fliehen und setzt eine Liebesaffäre mit dem Sohn von Dr. Schön fort. Beide flüchten sie vor der Polizei, werden aber immer wieder erpresst und landen schließlich in London, wo Lulu am Schluss des Filmes Opfer eines Frauenmörders wird.
Zensur [Bearbeiten]
30.01.1929 Zensur: Jugendverbot - Zulassungskarte der Filmprüfstelle Berlin B.21540, 8 Akte 3255 Meter (3265 Meter vor Zensur)[1]
09.04.1934 Zensur: Verbot - Film-Oberprüfstelle O.7290, auf Antrag des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda[2]
Hintergründe [Bearbeiten]
Die Büchse der Pandora war der erste Film, in dem eine lesbische Frau gezeigt wurde.[3]
Die Filmbauten stammen von Andrej Andrejew.
Kritiken [Bearbeiten]
„Sie steht da, lächelnd, in kindlicher Freude am Sinnengenuss.“
– Film-Kurier vom 11. Februar 1929[4]
„Mit diesem Film festigte Pabst seinen Ruf als scharfsinniger Psychologe und als Meister des Bildes und der Montage.“
– Lexikon des internationalen Films[5]
Sonstiges [Bearbeiten]
Es existiert eine restaurierte Fassung des Films, herausgegeben vom Filmmuseum München mit einer Länge von 3020 Metern (132 Minuten), neuem Vorspann und neuen Zwischentiteln.
Im Popsong Pandora’s Box (1991) von OMD sind sowohl der Text (an Louise Brooks gerichtet) als auch das Video (unter Verwendung zahlreicher Szenen aus dem Film) als Hommage an Brooks und ihren größten Film gedacht.
Literatur [Bearbeiten]
- Christiane Mückenberger Die Büchse der Pandora. In Günther Dahlke, Günther Karl (Hrsg.): Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer. Henschel Verlag, 2. Auflage, Berlin 1993, S. 176 ff. ISBN 3-89487-009-5
Weblinks [Bearbeiten]
- Die Büchse der Pandora bei filmportal.de (u.a. zeitgenössische Rezensionen, Uraufführungsplakat, Fotos)
- Die Büchse der Pandora in der Internet Movie Database (englisch)
- Englischsprachiges Essay über Die Büchse der Pandora
- Die Büchse der Pandora
- Dokument der Film-Oberprüfstelle O.7290 (PDF; 38 kB)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Jahrbuch der Filmindustrie 1928/29/30 Hrsg. v. Karl Wolfssohn Verlag der Lichtbildbühne Berlin 1930
- ↑ Schreiben Nr.7290 des Leiters der Filmoberprüfstelle an die Landesregierungen vom 9. April 1934
- ↑ Hans Scheugl: Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol. Heyne, München 1978, ISBN 3-453-00899-5, S. 204.
- ↑ Film-Kurier vom 11.2.1929
- ↑ Die Büchse der Pandora (Film) im Lexikon des Internationalen Films
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