Die Bankiersfrau

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Bankiersfrau
Originaltitel La Banquière
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 131 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Francis Girod
Drehbuch Francis Girod
Produktion Ariel Zeitoun
Musik Ennio Morricone
Kamera Bernard Zitzermann
Schnitt Geneviève Winding
Besetzung

Die Bankiersfrau (Originaltitel: La Banquière) ist ein französisches Filmdrama aus dem Jahr 1980. Unter der Regie von Francis Girod ist Romy Schneider in der Hauptrolle zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Paris 1921: Emma Eckhert, eine Hutmacherin mit bisexuellen Neigungen, heiratet den älteren, jedoch reichen Geschäftsmann Moïse Nathanson. Die Ehe dient Emma als Instrument für ihren geplanten Aufstieg in die bessere Gesellschaft von Paris. Nach einiger Zeit beginnt sie eine Affäre mit der reichen Camille. Mit deren Unterstützung wird Emma Bankpräsidentin einer Sparkasse. Der Erfolg ihrer Bank beruht auf überhöhten garantierten Zinszahlungen an Sparer. Horace Vannister, Eigentümer einer konkurrierenden Bank, schöpft Verdacht, dass der Aufstieg Emmas nicht mit rechten Dingen zugeht. Horace hat einflussreiche politische Freunde und erreicht eine Überprüfung der Bank.

Nachdem die Bank auf Beschluss eines Gerichts durchsucht wurde, wird Emma der Aktienmanipulation angeklagt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. In Haft kämpft Emma weiter um ihren Erfolg und um die Wiedergewinnung ihres Ansehens. Erfolg hat sie jedoch erst wieder, als die Regierung wechselt und Emma in der Folge rehabilitiert wird. Als sie in ihre Bank zurückkehrt und ihren aufgebrachten Gläubigern völligen Ausgleich der Schulden verspricht, kommt sie bei einem Attentat ums Leben.

Hintergrund[Bearbeiten]

Vorbild für die Titelrolle war die Bankiersfrau Marthe Hanau, die sich 1935 im Gefängnis das Leben nahm.

Der Film wurde am 27. August 1980 in Frankreich uraufgeführt. In Deutschland kam Die Bankiersfrau am 2. April 1981 in die Kinos und wurde am 23. September 1988 anlässlich des 50. Geburtstags der 1982 verstorbenen Romy Schneider von Sat.1 erstmals im deutschen Fernsehen gezeigt.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt Die Bankiersfrau als „[a]ufwendige[n] Star-Film, der weder seinen Komödienstil durchhält noch Zusammenhänge politökonomischer Art verdeutlicht“. „Das angestrebte Porträt modernen Rollenverhaltens“ gehe dabei „in einer Inszenierung unter, die über den luxuriösen Dekorationen das Thema aus den Augen verliert“.[1]

Cinema sprach von einem „Drama mit einer brillanten Romy Schneider“. Der Film sei „[o]pulentes Eurokino […] mit großen Darstellern“.[2] Prisma bezeichnete den Film als „imposante[s] Porträt einer ungewöhnlichen Frau“. Dem Regisseur sei es dabei „weniger um die Verfilzung von Politik und Finanzwelt“ gegangen, als „um die melodramatischen Aspekte eines bewegten Lebens“.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der Verleihung des César 1981 war der Film in vier Kategorien nominiert: Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Szenenbild (Jean-Jacques Caziot) und Bester Ton (Jean-Pierre Ruh). Die Bankiersfrau unterlag jedoch in allen Kategorien der Konkurrenz.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Bankiersfrau im Lexikon des Internationalen Films
  2. vgl. cinema.de
  3. vgl. prisma.de