Die Bombe fliegt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Bombe fliegt
Originaltitel Whoops Apocalypse
Produktionsland GB, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Tom Bussmann
Drehbuch Andrew Marshall,
David Renwick
Produktion Brian Eastman
Musik Patrick Gowers
Kamera Ron Robson
Schnitt Peter Boyle
Besetzung

Die Bombe fliegt ist eine britisch-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Tom Bussmann aus dem Jahr 1986. Dem Film, der auch unter dem Titel Zu spät – Die Bombe fliegt veröffentlicht wurde, ging eine gleichnamige Fernsehserie in sechs Teilen aus dem Jahr 1982 voraus.

Handlung[Bearbeiten]

Im Karibikstaat Santa Maya putscht sich General Mosquera an die Macht. Nachdem die anschließenden diplomatischen Unterhandlungen des Generals mit der westlichen Staatenwelt in Miami von dem Topterroristen Lacrobat sabotiert wurden, geht Mosquera ein Geheimbündnis mit der Sowjetunion ein. Großbritannien, das seine Interessen in der Karibik gefährdet sieht, entsendet die Royal Navy unter Admiral Bendish in die Karibik, wodurch sich die weltpolitische Lage gefährlich anspannt.

Großbritannien wird derzeit regiert von dem konservativen Premierminister Chris, der vor allem Elfen für die aktuelle wirtschaftliche Krise des Landes verantwortlich macht und deshalb seinen Ministern rät, Elfen mit der chemischen Keule unschädlich zu machen. Um das Problem der steigenden Arbeitslosigkeit anzugehen startet Chris ein nationales Programm, indem sich alle Arbeitslose von den Kreidefelsklippen bei Dover stürzen sollen. Um dieses Programm medienwirksam zu inszenieren findet er sich sogar bereit einige Arbeitslose, die sich begeistert von dieser Lösung zeigen, vor laufender Kamera in den Abgrund zu schubsen. Seine Entscheidung, die Royal Navy in die Karibik zu entsenden, findet in seinem Kabinett jedoch einige Gegner, die durch diese Handlung den Weltfrieden in Gefahr sehen. Aus diesem Grund soll der Premier durch ein Attentat beseitigt und durch einen moderateren Mann ersetzt werden. Das Attentat scheitert jedoch, da der Premier die Temperatur seines mit Säure vermischten Badewassers prüfte, bevor er in seine Badewanne steigen wollte. Mit einem Haken als Handersatz fühlt sich Chris in der Lage die Regierungsgeschäfte weiter zu führen.

Unterdessen steuert die Flotte die Karibik an. Mit dabei ist auch die königliche Prinzessin Wendy, die als OP-Assistentin auf einem Lazarettschiff dient. Aber auch zwei Reporter der englischen Regenbogenpresse haben sich an Bord geschlichen, um an Sensationsfotos mit der Prinzessin zu gelangen. Während der Vorbereitung zu einer OP kommt es zum Eklat, als die Prinzessin gestoßen von einem der Reporter dem Patienten aus Versehen die Hoden abschneidet. Um weitere Zwischenfälle zu vermeiden entschließt sich Admiral Bendish, die Reporter auf einer kleinen Karibikinsel auszusetzen. Wie sich herausstellt ist die Insel nicht unbewohnt. Die Reporter ziehen in ein Hotel ein, das ausschließlich von dicken, glatzköpfigen und mit russischem Akzent sprechenden Männern betrieben und bewohnt wird. Weitere Nachforschungen ergeben jedoch, dass es sich bei diesem Hotel um eine geheime sowjetische Atomraketenbasis vor der Haustür der U.S.A. handelt. Bevor die Reporter dies der Welt mitteilen können, werden sie von ihrem vermeintlichen Hotelführer ermordet, ihre Leichen werden auf dem offenen Meer beseitigt.

In ihrer Hauptbasis angekommen, vertreiben sich die britischen Soldaten die Zeit des Wartens mit Unterhaltungsprogrammen. Während einer Zaubershow lässt sich Prinzessin Wendy von dem Zauberer in einer magischen Kiste verschwinden. Anschließend hypnotisiert der Zauberer drei freiwillige Soldaten aus dem Publikum, darunter auch Admiral Bendish. Auf ein Fingerschnippen hin, beginnt der erste Soldat wie ein Huhn herumzugackern, der zweite vollführt einen Striptease und der Admiral bricht angesichts eines imaginären Feuers in Panik aus und schreit laut „FEUER!“. Während sich die anwesenden Soldaten darüber amüsieren, gelingt es dem Zauberer, bei dem es sich um niemand anderes als um Lacrobat handelt, die hinter der Bühne gefesselte Prinzessin zu entführen.

Die internationale Krise steuert damit auf einen dritten Weltkrieg zu, den Premier Chris droht damit, einen Atomschlag gegen Santa Maya zu führen, sollte die Prinzessin nicht frei gelassen werden. Gleichzeitig werden auch die U.S.A. darin verwickelt, denn die Leichen der beiden britischen Reporter wurden von der Küstenwache zufällig geborgen und deren Informationen um die Atomraketen, die sie auf Tonband aufgenommen hatten, werden der Präsidentin Adams mitgeteilt. Diese solidarisiert sich daraufhin mit den Briten gegen das offenkundige Bündnis der Sowjetunion mit Santa Maya. Zugleich erhält die Präsidentin von Lacrobat in Form eines „Rambogramms“ ein Ultimatum gestellt, bei den Briten einen Abzug deren Flotte aus der Karibik zu erwirken, ansonsten werde die Prinzessin getötet. Premier Chris verteilt unterdessen mit dem Union Jack bedruckte Regenschirme an sein Volk, das sich damit gegen jeden atomaren Einschlag und Fallout schützen könne. Er selbst preist dabei die Regenschirme, wie auch schon seine Hakenhand, als ein Wunderwerk britischer Technologie.

Während auf der ganzen Welt fieberhaft Suchaktionen nach der Prinzessin gestartet werden, wird diese als geknebelte S/M-Sklavin getarnt von Lacrobat durch England transportiert, der sich als Vertreter für Sexspielzeug ausgibt und unter anderem aufblasbare Schafe an den interessierten englischen Kunden verkauft. Schließlich taucht er im Londoner Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds unter, was aber dem britischen Geheimdienst nicht unentdeckt blieb. Der aktiviert zur Befreiung der Prinzessin seine beste Truppe, den SAS. Ausgerüstet mit modernsten Waffen dringt die Truppe in das Wachsfigurenkabinett ein, lediglich auf den mitgeführten Tiger wird verzichtet, der auf der Ladefläche des Lkw zurückgelassen wird. Schon bei der Erstürmung des Ticketverkaufstandes und des Aufzuges muss die Einheit erste Verluste hinnehmen, unter anderem durch Friendly Fire. Während der SAS den Kampf gegen die Wachsfiguren aufnimmt, gelingt es Lacrobat aus dem Gebäude zu entkommen. Er entschließt sich, den Lkw der Einheit für seine Flucht zu gebrauchen, da aber wird er von dem Tiger angefallen und mittels eines Prankenhiebs getötet. Unterdessen hat der SAS die Schlacht gegen die Wachsfiguren gewonnen. Elf Männer ließen im Kampf ihr Leben, deren enthauptete Köpfe an ihre Hinterbliebenen adressiert werden. Aber auch Prinzessin Wendy wurde lebend gefunden und somit befreit.

Auf dem Flaggschiff der britischen Flotte ist die Stimmung angespannt. In wenigen Augenblicken läuft das Ultimatum aus, der Waffenoffizier hat bereits seinen Finger am roten Knopf, der die Atomwaffen gegen Santa Maya abfeuern soll. Da erreicht die Meldung von der erfolgreichen Befreiung der Prinzessin das Schiff, alle atmen erleichtert aus und fallen sich aus Freude um den abgewendeten Weltuntergang in die Arme. Nur Admiral Bendish steht scheinbar geistesabwegig erstarrt da und schaut auf die eingegangene Meldung. Um ihn wieder in die Echtzeit zu holen, schnippt ein Soldat vor seinen Augen mit den Fingern; der Admiral schreit „FEUER!“. Ende.

Kritik[Bearbeiten]

„Wenngleich der Humor bisweilen weit unter die Gürtellinie zielt, überzeugt der Film durch erfrischende Respektlosigkeit, die auf beste englische Film- und Fernsehtradition verweist.“

Lexikon des Internationalen Films.[1]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Bombe fliegt im Lexikon des Internationalen Films