Die Brücke – Transit in den Tod

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Seriendaten
Deutscher Titel Die Brücke – Transit in den Tod
Originaltitel Broen (Dänemark),
Bron (Schweden)
Produktionsland Dänemark,
Schweden
Originalsprache Dänisch,
Schwedisch
Jahr(e) seit 2011
Produktions-
unternehmen
SVT1,
DR1
Länge 60 Minuten
Episoden 20 in 2+ Staffeln
Genre Kriminalfilm
Musik Hollow Talk von Choir of Young Believers (Johan Söderqvist, Uno Helmersson, Patrik Andrén)
Erstausstrahlung 21. September 2011 auf SVT1
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
18. März 2012 auf ZDF
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller:

Die Brücke – Transit in den Tod (dänischer Originaltitel: Broen, schwedischer Originaltitel: Bron) ist eine mehrteilige dänisch-schwedisch-deutsche Kriminalserie.[1]

Die erste Staffel wurde in Deutschland 2012 vom ZDF ausgestrahlt. Ende 2013 lief in Dänemark, Schweden und Norwegen die zweite Staffel, welche 2014, wiederum vom ZDF, in Deutschland ausgestrahlt wurde.

Das Hauptmotiv der Serie ist die polizeiliche Zusammenarbeit Dänemarks und Schwedens in der Öresundregion. Hintergrund sind Verbrechensserien und global-politischer Terrorismus, die beide Städte, Kopenhagen und Malmö, direkt betreffen. Starkes Merkmal der Serie ist, dass viele Nebenhandlungen für den Zuschauer nicht sofort erkennbar mit der Haupthandlung zusammen hängen. Auch werden mitunter mehrere Parallelhandlungen über mehrere Folgen fortgeführt, bis sich schließlich der Zusammenhang zur Haupthandlung ergibt. Dies brachte der zweiten Staffel von der dänischen Boulevardzeitung BT die Kritik ein, dass zu viele Handlungen und wechselnde Verdächtige den Zuschauer überfordern.[2]

Zu Beginn der ersten Staffel wird nach einem Stromausfall auf der Öresundbrücke, genau auf der Grenze zwischen Schweden und Dänemark, eine Leiche gefunden. Der dänische Kommissar Martin Rohde von der Kriminalpolizei Kopenhagen und die schwedische Kommissarin Saga Norén von der Kriminalpolizei Malmö nehmen gemeinsam die Ermittlungen auf.[3]

Die zweite Staffel beginnt wiederum an der Öresundbrücke: Nachdem dort ein Frachter scheinbar führerlos auf Grund läuft, der mit nichts außer fünf als vermisst gemeldeten, mutwillig mit Lungenpest infizierten Jugendlichen beladen ist, erscheint wenig später im Internet ein Bekennervideo einer unbekannten Gruppe. Die Gruppe prangert, wie auch der Antagonist der ersten Staffel, diverse globale Missstände an. Saga und Martin nehmen erneut die Ermittlungen auf.

Produktion[Bearbeiten]

Als Hauptautor wirkte Hans Rosenfeldt, der die Krimihandlung auf der Öresundbrücke entwickelte. Als Koautoren arbeiteten Måns Mårlind, Björn Stein, Nikolaj Scherfig und Camilla Ahlgren an der Ausarbeitung der Episoden mit.[4]

Handlung[Bearbeiten]

Staffel 1[Bearbeiten]

Die Namensgeberin der Serie: Die Öresundbrücke

Auf der Öresundbrücke wird eine Leiche gefunden. Dort treffen der dänische Kriminalkommissar Martin Rohde und die schwedische Kriminalkommissarin Saga Norén, die das Asperger-Syndrom (eine Form des Autismus) hat, aufeinander, da die Leiche genau auf der Grenze zwischen Dänemark und Schweden abgelegt wurde. Scheint es zu Beginn noch so, dass es sich um die Leiche einer Malmöer Stadträtin handelt, stellt sich wenig später heraus, dass der untere Teil des Körpers von einer Kopenhagener Prostituierten stammt, die 13 Monate zuvor getötet worden war. Diese Leiche war länger als ein Jahr eingefroren worden.

Um den Fall zu lösen, müssen die beiden Kriminalkommissare zusammenarbeiten. Der Täter wendet sich im Laufe der Zeit wiederholt an die Öffentlichkeit, u. a. durch Telefonanrufe bei dem Journalisten Daniel Ferbé, um verschiedene Missstände in beiden Ländern anzuprangern. Seine erste Botschaft ist, dass für eine Stadträtin sehr viel mehr Ermittlungsaufwand getrieben wird als für eine vermisste Prostituierte, bei der die ergebnislosen Ermittlungen im damaligen Vermisstenfall von den Behörden bereits nach zwei Wochen eingestellt wurden. Am Ende der Folge meldet sich der Mörder erneut bei den Polizisten. Als nächste Tat will er auf die Missstände bei Obdachlosen aufmerksam machen.

Dazu vergiftet der Täter Weinflaschen und verteilt diese an Obdachlose. Ein Opfer ist das obdachlose Mädchen Sonja Lindberg, welches schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sein nächstes Opfer ist der obdachlose Bjørn Rasmussen, der in einem Keller an einen Stuhl gefesselt und live im Internet zur Schau gestellt wird. Nachdem er sich befreien kann, flüchtet er auf einen Parkplatz und trifft dort erneut auf seinen Entführer. Dieser betäubt und fesselt ihn wieder an den Stuhl, aber diesmal mit einer Kanüle an seinem Oberkörper, über die langsam Blut aus seinem Körper abfließt. Die Zuschauer im Internet können seinen bevorstehenden Tod wegen Blutverlusts live mitverfolgen. Der Täter fordert von vier reichen Immobilienbesitzern jeweils 5 Mio. Kronen, um Bjørn Rasmussen am Leben zu lassen.

Der Polizei gelingt es währenddessen nicht, die Ausstrahlung des Wahrheitsterroristen, wie der Brückenmörder im Internet inzwischen genannt wird, zurückzuverfolgen. Jedoch können die Polizisten das Blinzeln von Bjørn Rasmussen als Morsecode interpretieren, welcher ihnen die Seriennummer eines Stromzählers in einem stillgelegten Fabrikgebäude in Malmö mitteilt. Martin und Saga fahren zum Tatort und treffen dort auf Bjørn und einen körperlich überlegenen Täter, der trotz mittlerweile eingetroffenen Sondereinheiten flüchten kann. Für den geschwächten Bjørn hingegen kommt jede Hilfe zu spät.

Lasse Jönsson tötet mit einem Samurai-Schwert seinen Psychologen in dessen Praxis und versucht sich anschließend selbst das Leben zu nehmen. Der Selbstmordversuch scheitert. Der Brückenmörder nimmt abermals Kontakt mit dem Journalisten Daniel Ferbé auf und macht ihn auf das Problem von extremen Einsparungen im psychiatrischen Bereich aufmerksam. Währenddessen geschehen in Malmö und Kopenhagen weitere drei eigenartige Morde und bald wird klar, dass der Brückenmörder psychisch labile Personen zu den Morden mit anschließendem Selbstmord angestiftet hat. Um dem Brückenmörder endlich auf die Spur zu kommen, verhören Martin und Saga den Mörder Lasse, der als einziger Überlebender der vier Mörder beharrlich schweigt.

In seiner Wohnung entdecken die beiden Kriminalkommissare Spuren von Anja Björk, einem von zu Hause ausgerissenen Mädchen, das vorübergehend bei Lasse gewohnt hat. Die Bilder der Überwachungskamera vor Lasses Wohnung zeigen Anja mit einem unbekannten Mann, der aus Lasses Wohnung kommt. Die Vermutung, wer der unbekannte Mann sein könnte, fällt schnell auf den Brückenmörder und eine Fahndung nach ihm und Anja wird herausgegeben. Kurz darauf entdeckt eine Polizeistreife das Mädchen Anja am Eingang zu einer Tiefgarage. In der Tiefgarage wird Anja von einer Kugel des Brückenmörders getroffen. Schwer verletzt wird das Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert und stirbt dort wenig später mit einem halbfertig gezeichneten Gesicht des Täters.

Martin erkennt in der halbfertigen Zeichnung Ähnlichkeiten mit dem Gesicht von Stefan Lindberg. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung werden Blutspritzer entdeckt und Stefan wird festgenommen. Er beteuert seine Unschuld und auch das Blut in seiner Wohnung stammt von keinem der Opfer des Brückenmörders. Er wird wieder freigelassen. Im Internet macht der Brückenmörder derweil auf ein viertes Problem, die fehlende Integration von Ausländern, aufmerksam.

Der Brückenmörder will auf sein fünftes und letztes Problem aufmerksam machen: Kinderarbeit. Er entführt einen Schulbus mit fünf Kindern und droht diese zu töten wenn es nicht bei fünf verschiedenen Konzernen brennt, die ihre Produkte mit Kinderarbeit herstellen. Die Kinder werden gerettet und nach und nach wird auch das wahre Gesicht des Täters erkennbar. Es stellt sich heraus, dass ein ehemaliger Kollege von Martin, Jens Hansen, der eigentlich tot ist, hinter den Verbrechen steht und sich nur an Martin rächen will, da dieser eine Affäre mit seiner Frau hatte. Infolgedessen starben Jens` Frau und Sohn auf der Brücke durch einen tragischen Autounfall. Saga kommt schließlich dem Plan von Jens auf die Spur: Jens will eine engere Verbindung von Martin zu seinem Sohn August herstellen, danach August entführen und töten, da es Martin sehr viel Schmerz zufügen würde.

Martins Familie wird also bewacht, doch Jens gelingt es trotzdem August zu entführen, wobei Saga angeschossen wird. Es beginnt nun eine hektische Suchaktion nach Jens und August. Martin stellt Jens auf der Brücke und will ihn erschießen, weil Jens ihm eröffnet hat, dass August bereits tot ist. Doch Saga schreitet ein, bringt Martin davon ab, Jens zu erschießen und kann diesen schließlich festnehmen. August wird nur noch tot vorgefunden.

Staffel 2[Bearbeiten]

Der Frachter Faxborg, welcher im Film unterhalb der Öresundbrücke auf Grund läuft
Kim Bodnia und Sofia Helin, Szenenfoto zur 2. Staffel

Die zweite Staffel beginnt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen der ersten Staffel. Martin und Saga hatten nach der Beerdigung von Martins Sohn August keinen Kontakt mehr. Als in der Fahrrinne unterhalb der Öresundbrücke ein Frachter scheinbar führerlos auf Grund läuft, wird in seinem Inneren eine Gruppe von betäubten Jugendlichen entdeckt. Von der eigentlichen Besatzung fehlt jede Spur. Als sich herausstellt, dass einige der Jugendlichen in Dänemark als vermisst gemeldet sind, beschließt die zum Tatort gerufene Saga, ihren Kollegen Martin in Kopenhagen aufzusuchen. Dieser wurde zwischenzeitlich, als Maßnahme zur Traumabewältigung, aus der Mordkommission versetzt. Er empfindet Sagas unvermittelten Besuch jedoch als willkommene Abwechslung. Nicht zuletzt, weil diese ihn aufgrund ihres Asperger-Syndroms wie immer, d. h. ohne Rücksicht bzw. Bewusstsein für seinen emotionalen Zustand, behandelt. Es stellt sich heraus, dass Martin sich ein Stück Normalität zurück wünscht, in der er nicht mehr als gebrochener Mann behandelt wird. Der Zuschauer erfährt, dass Martin nach der Geburt seiner Zwillinge getrennt von Mette lebt, die beiden jedoch eine Paartherapie besuchen, um später wieder zusammen leben zu können. Als jedoch Saga wieder in Martins Leben tritt, erkennt er, dass er das Trauma, das ihm in der ersten Staffel zugefügt wurde, nur dann bewältigen kann, wenn er sich wieder seiner eigentlichen Arbeit widmet. Er beschließt, die Paartherapie vorläufig abzubrechen und besucht stattdessen den Mörder seines Sohnes, Jens, im Gefängnis um diesem in die Augen sehen zu können. Die zweite Staffel greift diesen Handlungsstrang mehrfach auf, und zeigt Martins Besuche bei Jens. Nachdem Martin kurzzeitig wieder bei Mette eingezogen ist, erkennt diese, dass sie ihn nicht mehr liebt. Aus Sagas Privatleben erfährt der Zuschauer, dass diese jetzt in einer Beziehung und in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Im Laufe der Staffel wird diese Beziehung und vor allem Sagas Problem mit emotionalen Bindungen thematisiert. So entflieht Saga in einer Folge zwei Nächte in ein Hotel, da sie das gemeinsame Zusammenleben überfordert, um wieder vorübergehend allein zu sein. Am Ende zieht Sagas Freund aus der gemeinsamen Wohnung wieder aus. Auch Sagas fehlender Sinn für Ironie wird in der Serie wiederkehrend thematisiert. Dazu schafft die Serie den Spagat zwischen Komik und Tragik, indem sie Martin und Saga immer in Situationen geraten lässt, in der sie sich gegenseitig ergänzen.

Währenddessen geschieht eine Reihe von Morden durch Vergiftung in Kopenhagen und Malmö. Saga und Martin können die Verbindung zu mehreren Videos im Internet durch Broschen herstellen, die jeweils eine goldene Kröte zeigen und an den Tatorten platziert wurden. Die ersten Folgen der zweiten Staffel drehen sich darum, dass Martin und Saga versuchen, die Urheber der Videos, und damit die Mörder, zu identifizieren. Die Serie verwebt dabei mehrere Handlungsstränge, deren Zusammenhänge für den Zuschauer nicht immer sofort erkennbar sind. Nach und nach fügen sich jedoch Handlungsfäden zusammen, und Saga und Martin können die Gruppe identifizieren, jedoch erst kurz nachdem diese ein weiteres Attentat, die Explosion eines Tanklastzuges im Freihafen von Malmö, verübt. Als schließlich der Zugriff erfolgen soll, stellt sich heraus, dass die gesuchte Gruppe nur die Ausführenden waren. Als diese ihre Aufgaben erfüllt haben, werden sie kurzerhand von den Hintermännern der Aktion ermordet. Saga und Martin kommen einen Bruchteil zu spät und können nur noch Leichen bergen.

Saga und Martin verfolgen die Spur Julians, des Bruders einer der ermordeten Aktivisten. Dieser scheint gleichfalls in die Aktion verwickelt zu sein, wird jedoch auch entführt, bevor Saga und Martin ihn erreichen können. Am Ort der Entführung können sie jedoch Laura, der Assistentin Julians, habhaft werden, die nur knapp dem Tode entgangen ist. Von ihr und aus Julians Computeraufzeichnungen erfahren Saga und Martin, dass sich Julian mit dem Kopf der Bewegung über das Internet verabredet hatte. Wenig später wird jedoch auch er ermordet und aufgelöst in Lauge in Kopenhagen gefunden.

Laura, die bei der Entführung Julians angeschossen wurde und danach an einer Amnesie litt, erinnert sich schließlich an das Gesicht des Angreifers. Es stellt sich heraus, dass es Oliver Nordgren war. Dessen Schwester Viktoria ist Inhaberin des großen Arzneimittel-Konzerns Medisonus, der bisher schon mehrfach in den Ermittlungen aufgetaucht ist. Viktoria hat eine unheilbare Krankheit und vermutlich nur noch ein Jahr verbleibende Lebenszeit. Sie wird von ihrem Bruder krankhaft umsorgt und überwacht, da dieser ein inzestuöses Interesse an ihr hat, wovon jedoch weder sie noch seine Frau Gertrud wissen.

Als Viktoria von Olivers Aufdringlichkeit endgültig genug hat und ihm eine klare Ansage macht, folgt dieser ihr in ihr Schlafzimmer und gesteht ihr, dass er für diverse der ungeklärten Verbrechen verantwortlich ist und noch einen finalen Akt geplant hat, der Viktoria zur Heldin Europas machen soll. Danach versucht er sie mit einem Kissen zu ersticken. In letzter Minute taucht Gertrud auf und kann Viktoria retten, indem sie Oliver mit einer Lampe erschlägt.

Bei dem kommenden EU-Gipfel soll Viktoria als Medisonus-Chefin eine Rede halten. Vorher bittet sie Gertrud, ihr eine ihrer üblichen Morphium-Spritzen vorbeizubringen, die diese jedoch ohne Viktorias Wissen präpariert. Ahnungslos injiziert sich Viktoria den Inhalt der Spritze.

Derweil klärt der Pathologe Saga darüber auf, dass Julian und ein weiteres Opfer ein neuartiges, gefährliches Gift injiziert bekamen, das starke innere Blutungen verursacht, die qualvoll zum Tode führen. Die Erreger sind hochansteckend. Um die Spuren des Giftes verschwinden zu lassen, wurden die Leichen in Lauge aufgelöst. Schließlich realisieren Saga und Martin, dass Gertrud als Leiterin der Medisonus-Forschungsabteilung diejenige gewesen sein muss, die den Opfern das Gift injizierte. Anscheinend wollte Gertrud an Julian und Ramon testen, wie schnell verschieden hohe Dosierungen zum Tode führen. Die Ermittler kommen dahinter, dass Viktoria für Gertrud nur Mittel zum Zweck war. Die Erreger des Giftes verbreiten sich durch die Luft, sobald Blut des Infizierten austritt, z.B. durch Husten. Man steckt sich also durch bloßes Einatmen an. Gertrud will bezwecken, dass Viktoria während ihres Vortrages vor den Umwelt-Politikern Blut hustet. Somit würden sich alle Anwesenden infizieren und sterben.

Das Gebäude, in dem der Gipfel stattfindet, wird unter Quarantäne gestellt. Die Ermittler suchen die infizierte Viktoria, die dringend von den anderen isoliert werden muss. Schließlich wird sie von Pernille auf der Toilette gefunden. Bevor die Polizistin Viktoria die Situation erklären kann, hustet sie plötzlich Blut, womit Pernille auch dem Tode geweiht ist. Saga und Martin können nichts mehr für sie tun. Als Viktoria nach Minuten qualvoll stirbt, erschießt sich Pernille, um einem schmerzhaften Tod zu entgehen.

Die Kollegen trauern um Pernille, erklären den Fall aber als aufgeklärt und Oliver als Täter. Schließlich wendet Saga ein, dass Oliver nicht der alleinige Täter sein könne, da er sonst an mehreren Stellen gleichzeitig hätte sein müssen. Ihr Chef gibt ihr Recht und der Fall wird doch nicht für beendet erklärt.

Währenddessen kann Gertrud unbemerkt fliehen. Sie nimmt in einer leerstehenden Lagerhalle ein Video auf, in dem sie sich stolz und siegessicher über die Aktionen der Umwelt-Terroristen äußert. Ein Mann betritt die Halle, dessen Gesicht im Schatten liegt. Er sagt Gertrud, dass ihre Bemühungen nicht gereicht hätten und erschießt sie.

Die Staffel endet damit, dass Saga in den Nachrichten von Jens' Tod erfährt. Sie ist fest davon überzeugt, dass Martin Jens ermordet hat und lässt ihn daher verhaften, obwohl ihr das sichtlich schwer fällt.

Staffel 3[Bearbeiten]

Der schwedische Autor Hans Rosenfeldt der ersten beiden Staffeln teilte im Frühjahr 2014 mit, dass das Hauptskript zur dritten Staffel fertig sei. Die Erstausstrahlung in Skandinavien findet dann im Herbst 2015 statt. Im Frühjahr 2016 wird die dritte Staffel im deutschen Fernsehen zu sehen sein.[5]

Im Juni 2014 gab einer der Hauptdarsteller, Kim Bodnia alias Martin Rohde, den Ausstieg aus der Serie bekannt.[6] Er war mit dem Manuskript und der Entwicklung seines Charakters in der 3. Staffel unzufrieden.

Besetzung[Bearbeiten]

Hauptdarsteller der Serie sind Sofia Helin, Kim Bodnia und Dag Malmberg.[7]

Soundtrack[Bearbeiten]

Die Musik des Vor- und Abspanns stammt von der dänischen Band Choir of Young Believers.[8]

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Die erste Folge der ersten Staffel wurde am 21. September 2011 in Schweden und am 28. September 2011 in Dänemark erstausgestrahlt.[9] Die weiteren Folgen wurden danach bis Ende November 2011 jeweils Mittwoch fast gleichzeitig in Dänemark und Schweden ausgestrahlt. Produziert wurde sie im Auftrag von DR, dem dänischen öffentlichen Fernsehsender DR1 und SVT, dem schwedischen öffentlichen Fernsehen, dem ZDF und durch unabhängige Produktionsgesellschaften.

In Deutschland wurde die erste Staffel erstmals ab dem 18. März 2012 jeweils Sonntag abends um etwa 22:00 Uhr vom Koproduzenten ZDF ausgestrahlt, in Form von insgesamt fünf Doppelfolgen à 110 Minuten. Die erste Folge sahen 3,36 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 17,0 % entsprach.[10]

Die Fernsehserie wurde außerhalb Dänemarks und Schwedens durch ZDF Enterprises auch in das Vereinigte Königreich verkauft. Die Rechte erhielt die BBC. Die Serie wurde dort auf BBC Four 2012 ausgestrahlt.[11][12]

Die zweite Staffel lief in Schweden, Norwegen, Finnland und Island erstmals zwischen dem 22. September und dem 24. November 2013 und seit Januar 2014 in England; im ZDF wurde die zweite Staffel in fünf Doppelfolgen vom 16. März bis zum 13. April 2014 gesendet.[13]

DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die erste Staffel der Serie erschien in Deutschland am 13. April 2012 auf DVD und am 12. Oktober 2012 auf Blu-ray.[1] Während die DVD allerdings – trotz Vorhandenseins der Originaltonspur – keine Untertitel besitzt, enthält die Blu-ray diese. Zudem wurden die zehn Folgen wieder zu fünf Doppelfolgen zusammengefasst.[14]

Neuverfilmungen[Bearbeiten]

2012 wurden sowohl von amerikanischer Seite[15] als auch von britisch-französischer Seite[16] Pläne von Neuverfilmungen bekanntgegeben.

Die US-amerikanische Verfilmung The Bridge – America wurde vom 10. Juli 2013 bis 1. Oktober 2014 in zwei Staffeln vom Sender FX ausgestrahlt. Angelpunkt der Handlung ist die Brücke zwischen Ciudad Juárez (Mexiko) und El Paso, Texas (USA). Hauptdarsteller sind Diane Kruger, Demián Bichir und Matthew Lillard. Am 21. Oktober 2014 gab der Sender die Einstellung bekannt. [17]

Die Ausstrahlung der britisch-französischen Version The Tunnel bzw. Le Tunnel auf Sky Atlantic und Canal+ erfolgte Ende 2013 und war im Dezember abgeschlossen. Anstatt einer Brücke steht hier der Eurotunnel im Mittelpunkt. Hauptdarsteller sind Stephen Dillane und Clémence Poésy.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Fernsehserien.de:„Die Brücke – Transit in den Tod“
  2. http://www.bt.dk/kendte/broen-flopper-det-gaar-alt-for-hurtigt
  3. http://www.telegraph.co.uk/culture/tvandradio/9042669/Borgen-Sidse-Babett-Knudsen-interview.html
  4. http://www.nordiskfilmogtvfond.com/news_story.php?cid=3099&sid=11&ptid=4
  5. Krimiserie „Die Brücke“ soll weitergehen, Stern.de vom 14. April 2014 aufgerufen am 7. Mai 2014
  6. Bodnia hoppar av Bron i protest, Göteborgs-Posten vom 8. Juni 2014 aufgerufen am 17. November 2014
  7. http://www.imdb.com/title/tt1733785/
  8. http://newmusicunited.com/2011/09/30/choir-of-young-believers-hollow-talk-2011
  9. Zelluloid.de Die Brücke – Transit in den Tod
  10. Quotenmeter: „Krimis punkten: Starke Quoten für ‚Mentalist‘ und ‚Die Brücke‘“ 19. März 2012
  11. BBC:„BBC Four acquires two new Scandanavian drama series“, 4. Oktober 2011, abgerufen am 21. März 2012
  12. ZDF Enterprises: „ZDF Enterprises verkauft zwei neue skandinavische Krimiserien an BBC Four“, 4. Oktober 2011, abgerufen am 21. März 2012
  13. ZDF: Die Brücke – Transit in den Tod: Staffel 2
  14. OFBb
  15. http://www.indiewire.com/article/television/amc-cancels-the-killing-while-fx-orders-a-pilot-for-a-scandinavian-remake-of-its-own
  16. Canal+ and Sky Atlantic team up for Bron/Broen remake
  17. http://insidetv.ew.com/2014/10/21/the-bridge-canceled-by-fx/