Die Brücke am Kwai (Roman)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Brücke am Kwai, 2003

Die Brücke am Kwai (Originaltitel: Le Pont de la Rivière Kwaï) ist ein 1954 erschienener Roman von Pierre Boulle, der den französischen Literaturpreis Prix Ste Beuve gewann. Er handelt von den Leiden alliierter Kriegsgefangener, die im Zweiten Weltkrieg für die Japaner eine Brücke über den Fluss Kwae Noi (Kwai) für eine Eisenbahnlinie, die sogenannte Todeseisenbahn („Death Railway“), zwischen Thailand und Birma (heute Myanmar) bauen müssen. Die bislang einzige deutsche Übersetzung stammt von Gottfried Beutel, die 1979 von Erich Thanner ergänzt und überarbeitet wurde.

Historischer Hintergrund[Bearbeiten]

Das Buch sowie die spätere Verfilmung von David Lean: Die Brücke am Kwai (Großbritannien / USA 1957), mit Alec Guinness in der Hauptrolle, basieren auf einer wahren Begebenheit, dem Bau einer Eisenbahnbrücke in dem westthailändischen Provinzort Kanchanaburi im Jahre 1942. Die Brücke ist Teil einer Eisenbahnstrecke, die gebaut wurde, um die thailändische und birmanische Eisenbahnlinie zu verbinden. Durch die Verbindung sollte eine durchgehende Linie von Bangkok in Thailand nach Rangun in Birma zur logistischen Unterstützung der japanischen Besetzung Birmas geschaffen werden. Rund 100.000 asiatische Zwangsarbeiter und 16.000 Kriegsgefangene fanden beim Bau der Strecke den Tod, die deshalb die Bezeichnung „Todesbahn“ erhielt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Pierre Boulle: Die Brücke am Kwai. 8., ungekürzte und genehmigte Auflage. Heyne-Taschenbuch 5835, München 1993 (übersetzt von Gottfried Beutel und Erich Thanner), ISBN 3-453-01297-6 (Lizenz des Zsolnay-Verlags, Wien / Hamburg).