Die Brücke von San Luis Rey (Roman)

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Die Brücke von San Luis Rey (Originaltitel: The Bridge of San Luis Rey) war Thornton Wilders zweiter Roman. Das 1927 erstmals erschienene Buch gewann 1928 den Pulitzer-Preis und wurde mehrfach verfilmt.

Das Buch erzählt die Geschichte mehrerer Personen, die beim 1714 erfolgten Einsturz einer alten Hängebrücke in Lima den Tod finden, und ihres Chronisten, eines Franziskanermönches, der bei dem Unglück anwesend war und für seine Nachforschungen letztlich als Häretiker den Feuertod erleidet. Als Vorlage diente nach Aussage des Autors das einaktige Drama Le Carrosse du Saint-Sacrement von Prosper Mérimée. Als zentrale philosophische Frage geht es um die Darstellbarkeit eines überindividuellen Sinns des Lebens.

Zwei historische Persönlichkeiten sind in die Handlung integriert: Manuel de Amat y Juniet, 1761 bis 1776 Vizekönig von Peru, und seine Maitresse, die Schauspielerin und Sängerin La Perricholi, mit bürgerlichem Namen Micaela Villegas (1748–1819) und Titelheldin der Offenbach-Operette La Périchole. Als Vorbild der Brücke diente Merimée wie auch Wilder die um 1350 von den Inkas errichtete Brücke über den Río Apurímac, die um 1864 noch verwendet wurde.