Die Chaoscamper

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Chaoscamper
Originaltitel RV
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Barry Sonnenfeld
Drehbuch Geoff Rodkey
Produktion Bobby Cohen,
Lucy Fisher,
Douglas Wick
Musik James Newton Howard
Kamera Fred Murphy
Schnitt Kevin Tent
Besetzung

Die Chaoscamper (Originaltitel RV; manchmal auch Runaway Vacation) ist eine Filmkomödie mit Robin Williams aus dem Jahr 2006.

Handlung[Bearbeiten]

Die Familie Munro sollte ihren Urlaub auf Hawaii verbringen, stattdessen fährt sie in einem gemieteten Wohnmobil nach Colorado, weil Bob Munro dort mit seinem Chef und einem Kollegen eine Getränkefirma zum Verkauf an ihren Betrieb treiben will. Da sein Chef aufgrund eines peinlichen Partyzwischenfalls mit der Freundin von Bobs Tochter schon mit dem Gedanken gespielt hat, ihn deswegen zu entlassen, nimmt er den Auftrag an.

Schon zu Anfang des Urlaubs gibt es mit dem Wohnmobil einige Schwierigkeiten. Auf dem Weg zum Zielort kommt es zwischen den Munros und den „liebevollen“ Dauercampern Gornicke zu kleinen Feindseligkeiten. Doch der Familienvater Bob Munro lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und denkt sich Ausreden aus, um seinem Chef bei der Übernahme zu helfen. Als die Familienmitglieder sich immer näher kommen, wird klar, dass Bob sie die ganze Zeit nur nach Colorado locken wollte, um an den Meetings teilzunehmen. Schließlich vertragen sich die beiden Familien, und Bob Munro verliert seine gutbezahlte Arbeit, da er die Getränkefirma dazu getrieben hat, den Deal platzen zu lassen.

Am Ende werden sie mit ihrem Wohnmobil von einem Polizisten angehalten und müssen das mittlerweile völlig ramponierte Gefährt verlassen. Der Polizist war jedoch lediglich im Auftrag der Inhaber der übernahmegefährdeten Getränkefirma auf der Suche nach den Munros. Sie bieten Bob umgehend einen Platz als leitenden Angestellten in ihrer expandierenden Firma an. Der Film endet damit, dass das Wohnmobil – offensichtlich weil Bob vergessen hat, die Handbremse anzuziehen – plötzlich rückwärts rollt und den Polizeiwagen und den Wagen der Firmeninhaber platt walzt.

Kritiken[Bearbeiten]

Michael Wilmington schrieb in der Chicago Tribune, dass „es für ihn schmerzhaft“ sei, den „großen“ Komiker Robin Williams in dieser „uninspirierten“ Komödie zu sehen.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, dass ihm nichts sonderlich negativ aufgefallen sei, doch gebe es wenig, wofür er die Komödie ernsthaft empfehlen könne. Robin Williams wirke in den ernsten Momenten überzeugender als wenn er versuche witzig zu sein.[2]

„Das Faszinierende an diesem Film ist, dass er fast jede Art von Humor bedient, aber keine richtig. Über weite Strecken als altmodischer Familienspaß angelegt, schreckt er nicht vor Ekelgags zurück […] Wirklich witzig ist die Komödie aber nur, wenn die frustrierte Abgeklärtheit der Munros auf die joviale Naivität der Gornickes trifft. Als deren rustikaler Clanchef glänzt ein überraschend viriler Jeff Daniels (Dumm und dümmer). In den USA lief der angestrengte Spagat zwischen Klokomik und Familienwerten recht erfolgreich. Hoffentlich wird daraus nicht gleich ein neuer Kinotrend.“

TV Spielfilm[3]

„Fade Mischung aus Abenteuer-Komödie und Road Movie mit Zugeständnissen an den derb-drastischen ‚Humor‘ aktueller Unterhaltungsfilme. Robin Williams kann seine zwischen Tragik und Komik angesiedelte Rolle nie ausloten und flüchtet in hohles Pathos.“

Lexikon des Internationalen Films[4]

„Ohnehin merkt man dem Drehbuch von Geoff Rodkey an, dass ihm recht bald die Ideen ausgegangen sein müssen. Ganze Pointen und Situationen wiederholen sich. […] Auch die Seitenhiebe auf Corporate America besitzen keinen Biss, weil der Film zu inkonsequent die Kritik an maßlosem Gewinndenken und einem rein funktionalen Menschenbild formuliert. Gäbe es da nicht Jeff Daniels’ starken Auftritt als ewig gut gelaunter Vorzeige-Familienvater […], es bliebe kaum etwas im Gedächtnis haften. Diese Form von retrograder Amnesie hat immerhin den Vorteil, dass sich die Verärgerung über ein schamlos verlogenes Happy-End in Grenzen hält.“

critic.de[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2007 erhielt der Film die Goldene Himbeere in der Kategorie Worst Excuse for Family Entertainment (sinngem.: „Schlechteste Entschuldigung/Ausrede für Familienunterhaltung“). Kristin Chenoweth wurde für die Goldene Himbeere in der Kategorie Worst Supporting Actress nominiert, Josh Hutcherson für den Young Artist Award in der Kategorie Best Performance in a Feature Film – Leading Young Actor.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Michael Wilmington
  2. Kritik von Roger Ebert
  3. Kritik auf tvspielfilm.de
  4. Die Chaoscamper im Lexikon des Internationalen Films
  5. Kritik auf critic.de
  6. http://www.imdb.com/title/tt0449089/awards