Die Familie Karls IV.

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Die Familie Karls IV.
Francisco de Goya, 1800-1801
Öl, 280 cm × 336 cm
Museo del Prado

Die Familie Karls IV. des spanischen Malers Francisco de Goya im spanischen Museum Museo del Prado ist eines der berühmtesten Gemälde der Welt.

[Bearbeiten] Beschreibung

Karl IV. und seine Frau Königin Maria Louisa

Das Bild zeigt die Familie des spanischen Königs Karls IV. in einer Pose, die einen zeitgenössischen Kritiker zu der Äußerung veranlasste, der König (5. v. rechts auf dem Gemälde) und seine Frau (7. v. rechts) sähen aus „wie ein Bäcker und seine Gemahlin nach einem Lotteriegewinn“. Es gibt aber Hinweise, dass die Dargestellten mit ihren Porträts sehr zufrieden waren. Dennoch lässt der Realismus im Blick des Hofmalers Goya vermuten, dass die Direktheit und ungeschönte Nüchternheit - man kann es teilweise Hässlichkeit nennen - wie das Personal des Hofes dargestellt ist, nicht versehentlich geschah. Goya hat in diesem Gruppenbildnis auf subtile Weise seine Distanz zur Herrscherfamilie visualisiert.

Am Bildrand (zweiter von links) befindet sich Ferdinand, der Thronerbe, der sich später gegen seine Eltern stellte und im Jahr 1808 einen Staatsstreich inszenierte. Er wurde König und führte ein despotisches Regime.

Neben ihm steht eine Frau mit abgewandtem Gesicht, die nicht zu erkennen ist. Sie soll die Braut des Thronerben Ferdinand darstellen, die zum fraglichen Zeitpunkt noch nicht ausgewählt worden war.

Erkenntlich ist ein deutliches Farbschema: Die Frauen sind in Gold, Weiß und Silber gekleidet, die Männer hingegen in Schwarz, Blau und Rot.

[Bearbeiten] Geschichte

Der König und seine Familie waren zu dem Zeitpunkt, als das Bild gemalt wurde, wenig länger als ein Jahrzehnt an der Macht. Als Goya die Königsfamilie malte, war er 54 Jahre alt und beinahe taub. Er verlor sein Gehör wahrscheinlich durch Überarbeitung und Sorge über die Verbannung seiner Freunde aus Spanien.

Kunsthistorisch ist das Gemälde in Zusammenhang mit dem Werk Las Meninas von Goyas berühmtem Vorgänger Diego Velázquez zu sehen. Wie Vélazquez stellt sich auch Goya auf dem Bild hinter seiner Staffelei als subjektiver Beobachter der Familie des Königs am Hof dar.

Eine Kopie des Bildes befindet sich im Treppenhaus des königlichen Sommerschlosses La Granja.

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