Die Hand

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Hand
Originaltitel The Hand
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Oliver Stone
Drehbuch Oliver Stone
Produktion Bert Kamerman
Clark L. Paylow
Edward R. Pressman
Musik James Horner
Kamera King Baggot
Schnitt Richard Marks
Besetzung

Die Hand (Originaltitel: The Hand) ist ein von Oliver Stone inszenierter Horrorfilm nach dem Roman The Lizard’s Tail von Marc Brandel. Die Hauptrollen spielen Michael Caine und Andrea Marcovicci.

Handlung[Bearbeiten]

Jon Lansdale ist ein Comicautor und verfasst und zeichnet die Abenteuer des Helden Mandro, die als Comicstrip in einer Tageszeitung veröffentlicht werden.[1] Seine Frau Anne ist mit dem Leben im ländlichen Vermont und ihrer Ehe unzufrieden und möchte mit ihrer Tochter Lizzie für eine Zeit lang getrennt von Jon in New York City leben. Das Paar streitet über den beabsichtigten Umzug, als Jons Hand bei einem Autoanfall abgetrennt wird. Die Hand wird nicht gefunden und Jon kann daher nicht weiter zeichnen. Er leidet zunehmend an Erinnerungslücken und bedrohlichen Visionen von der abgetrennten Hand, die ein Eigenleben zu führen scheint. Jon nimmt ein Angebot an, an einem College in Kalifornien zu lehren, jedoch bleiben Anne und Lizzie zunächst bis Weihnachten in New York. Er lernt Dozent Brian kennen, der eine Affäre mit der Studentin Stella hat.

Brian and Stella schmieden Pläne für einen gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub in Los Angeles. Brian erzählt Jon von ihren Plänen ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass auch Jon mit Stella schläft. Kurz vor Beginn des Urlaubs verschwindet Stella spurlos. Anne und Lizzie besuchen Jon in Kalifornien. Brian stellt Jon zur Rede und beschuldigt ihn, mit Stella ein Verhältnis zu haben. Wenig später wird Brian ermordet. Anne offenbart Jon, dass sie ihn endgültig verlassen wird und Lizzie bei ihr leben soll. Jon rast vor Wut. Anne wird angegriffen und beinahe erwürgt. Die eintreffende Polizei findet die Leichen von Stella und Brian in Jons Kofferraum. Jon wird für unzurechnungsfähig erklärt und in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein subtiler, fast unterkühlter Horrorfilm, den eine fantastische Idee allerdings nicht trägt: als Symbol für einen gespaltenen Charakter ist die Würgehand zu schwach, als Alptraum zu stark.“

Lexikon des internationalen Films: [2]

„Stone geht ein erhebliches Risiko ein, in dem er seinen Helden als Mistkerl darstellt. Caines Vorstellung ist furchterregend, die Nüstern aufgebläht und die Reißzähne enthüllt.“

New York Magazine, 11. Mai 1981.

„Mr. Stones Drehbuch ist straff, präzise und konsequent in der Methode und scheinbar perfekt umgesetzt durch die Darbietungen des sehr guten Ensembles, allen voran Mr. Caine. Die selbstbewusste Art und Weise, wie das Script die weitere Handlung enthüllt, zeigt, dass dieser Film von jemandem inszeniert wurde, der genau weiß, was er macht.“

Vincent Canby: [3]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Der Film wurde überwiegend in Kalifornien gedreht.[4]
  • Die Hand wurde mit einem Budget von ca. 16 Millionen US-Dollar produziert und spielte in den USA lediglich ca. 2,5 Millionen Dollar an den Kinokassen ein.[5]
  • Tag der Erstaufführung war in den USA der 24. April 1981. In der Bundesrepublik wurde der Film erstmals im Oktober 1985 veröffentlicht (Videopremiere).[6]
  • Viveca Lindfors wurde für ihre Rolle für einen Saturn Award nominiert.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Bishop: Starring Michael Caine. London 2003, ISBN 1-903111-57-9, S.98ff.
  2. Katholisches Institut für Medieninformation (KIM) und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Das komplette Angebot in Kino, Fernsehen und auf Video. Band G-H, Rowohlt, Hamburg 1995, ISBN 3-499-16357-8, S. 2234.
  3. Kritik auf movies.nytimes.com, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  4. Drehorte, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  5. Box office / business, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  6. Lexikon des internationalen Films. Band G-H, Hamburg 1995, S. 2234.
  7. Auszeichnung auf imdb.com, abgerufen am 25. Oktober 2010.