Die Hunde des Krieges

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Dieser Artikel beschreibt das Buch von Frederick Forsyth. Für den Film siehe Die Hunde des Krieges (Film).

Die Hunde des Krieges ist einer der bekanntesten Romane von Frederick Forsyth.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Originaltitel lautet „The Dogs of War“ und bezieht sich auf ein Zitat aus William Shakespeares Drama Julius Cäsar („Mord rufen und des Krieges Hund' entfesseln“) aus dem 3. Akt, 1. Szene.

Das Buch beschreibt einen von Söldnern ausgeführten Putsch in einer fiktiven schwarzafrikanischen Republik. Gemeint ist offenkundig Äquatorialguinea zur Zeit des Diktators Francisco Macías Nguema; denn die Hauptstadt des fiktiven Staates Zangaro ist „Clarence“. Malabo, die Hauptstadt Äquatorialguineas, wurde 1827 als Port Clarence von den Briten gegründet. Mit dem Motto At least we tried ist das Buch „Männern in namenlosen Gräbern“ gewidmet. Angeblich ist die Handlung von Forsyth´ Erlebnissen als Reporter im Biafra-Krieg inspiriert.

Handlung[Bearbeiten]

Berg im Dschungel von Äquatorialguinea

Es geht um einen milliardenschweren Platinberg im Dschungel von „Zangaro“. Da er von dem korrupten und verbrecherischen Regime keine Schürfrechte erwarten kann, will der Chef einer Londoner Bergbaugesellschaft für dessen Sturz und die Einsetzung einer ihm wohlgesinnten Regierung sorgen. Er engagiert den berühmten Söldner Carlos Alva Thomas Shannon für die heikle Operation, verschweigt ihm aber den eigentlichen Grund. „CAT“ Shannon macht sich ein persönliches Bild von den Verhältnissen in Zangaro und bandelt mit der Tochter seines (unwissenden) Auftraggebers an. Somit über die Hintergründe des Auftrags im Bilde, gewinnt er altvertraute Spezialisten – die „Hunde des Krieges“ – für das Unternehmen. Über seine Verbindungen in ganz Europa besorgt er teils illegal Boote, Waffen, Granatwerfer und Munition. Nach der nächtlichen Landung und der Erstürmung des Regierungsgebäudes kommt es zum „big killing“; Shannon verhindert aber die vereinbarte Einsetzung der Marionettenregierung, weil er sie nicht weniger verachtet als die alte. Er erschießt auch den aus dem Exil im Nachbarland eingeflogenen, von seinem Auftraggeber ausgewählten neuen Staatschef. Einheimische, die nicht zu den zwei größten Volksgruppen gehören, und Mitglieder der bisherigen Opposition sollen die Verhältnisse ordnen und eine neue Regierung bilden. Damit hat Shannon seinen legendären Ruf als Söldner zerstört – da er aber wegen seines Tabakkonsums krebskrank geworden ist, sind ihm die Folgen egal. Er stirbt am Schluss des Buches, wie er immer sterben wollte – durch eine (eigene) Kugel.

Anmerkungen[Bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten]

  • Frederick Forsyth: Die Hunde des Krieges. Thriller. Piper, München 2001 (Erstausgabe ebd. 1974), ISBN 3-492-23127-6.
  • Frederick Forsyth: The dogs of war. Bantam Books, New York 1995 (Erstausgabe London 1974), ISBN 0-553-26846-5.

Verfilmung[Bearbeiten]

1981 entstand eine Verfilmung unter der Regie von John Irvin. Die Hauptrolle übernahm Christopher Walken. Weitere Darsteller waren Tom Berenger, JoBeth Williams, Ed O'Neill, Robert Urquhart und Jim Broadbent.