Die Karawane

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Karawane
Originaltitel The Covered Wagon
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1923
Länge 97 Minuten
Stab
Regie James Cruze
Drehbuch Jack Cunnigham
Produktion Paramount Pictures
Musik Hugo Riesenfeld
John Stepan Zamecnik
Kamera Karl Brown
Schnitt Dorothy Arzner
Besetzung

Die Karawane (Original: The Covered Wagon) ist ein US-amerikanischer Western von James Cruze aus dem Jahr 1923.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung ist im Jahr 1848 angesiedelt. Zwei Karawanen von Auswanderern vereinigen sich in Kansas und reisen 2.000 Meilen westwärts um in Oregon ein neues Leben zu beginnen. Auf dem Weg erleiden sie eine Reihe von Entbehrungen wie Hunger und schlechtes Wetter. Überdies verwickelt Sam Woodhull, der Anführer der Karawane, die Siedler in Auseinandersetzungen mit Indianern und weckt in einigen das Goldfieber, als die Nachricht von Goldfunden die Siedler erreicht. Es kommt zum Streit und viele verlassen die Karawane und ziehen nach Kalifornien. Sam Woodhull, der sich mit Will Banion in einen Machtkampf um die Führung der Karawane und ebenso um die Gunst der jungen Molly Wingate verstrickt hat, wird in Notwehr erschossen. Sein Konkurrent Will Banion erhält die Hand von Molly und erreicht mit ihrem Vater und nur wenigen Anderen das Ziel.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film, der in Deutschland auch unter dem Alternativtitel Der Planwagen lief, basiert auf einer Novelle von Emerson Hough. Die Karawane war der erste große Erfolg des Regisseurs James Cruze und der Durchbruch für Lois Wilson. 3.000 Statisten wirkten bei den Dreharbeiten mit. Der Film war der erste mit großem Budget gedrehte Western und er belebte das Genre neu.[1] Die Arbeit Dorothy Arzners als Cutterin ist die einzige der Stummfilmzeit die offiziell vermerkt wurde.[2] Der Film war, mit einem Einspielergebnis von 3.800.000 Dollar, der achterfolgreichste Stummfilm aller Zeiten.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Reclams Filmführer urteilte über den Film: „Das Drehbuch ist zweifellos der schwächste Teil des Films. Aber James Cruze, der bis dahin Lustspiele und einige belanglose Dramen gedreht hatte, ließ diese Mängel durch seine Inszenierung vergessen. Er brüstete sich, in diesem Film sei alles echt, es gebe nicht einmal einen falschen Schnurrbart auf der Leinwand zu sehen. Tatsächlich wirkt sein Bild des alten Westens authentisch und unverfälscht. Aber wichtiger noch war sein sicherer Blick für die optischen Werte der Landschaft, sein Gespür für den Rhythmus der Montage, die ein Melodrama unversehens zum großen Epos der Landnahme, des Aufbruchs in eine neue Welt werden ließ.“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1923 erhielt Die Karawane den Photoplay Award für den Besten Film. 1925 einen Kinema-Jumpō-Preis.

Literatur[Bearbeiten]

  • Brownlow, Kevin: Pioniere des Films. Vom Stummfilm bis Hollywood. Basel und Frankfurt am Main 1997.
  • Klepper, Robert K.: Silent Films, 1877-1996. A Critical Guide to 646 Movies. Jefferson (NC) und London 1999.
  • Variety vom 21. Juni 1932

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klepper, Robert K.: Silent Films, 1877–1996. A Critical Guide to 646 Movies, Jefferson (NC) und London 1999. S. 249f.
  2. Brownlow, Kevin: Pioniere des Films. Vom Stummfilm bis Hollywood. Basel und Frankfurt am Main 1997. S. 339.
  3. Variety vom 21. Juni 1932
  4. Reclams Filmführer, von Dieter Krusche, Mitarbeit: Jürgen Labenski. S. 47. Stuttgart 1973.