Laurel und Hardy: Die Klotzköpfe

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Klotzköpfe
Originaltitel Blockheads
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1938
Länge 55 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie John G. Blystone
Drehbuch James Parrott,
Harry Langdon,
Charley Rogers,
Felix Adler,
Arnold Belgard
Produktion Hal Roach
Musik Marvin Hatley
Kamera Art Lloyd
Schnitt Bert Jordan
Besetzung

Die Klotzköpfe, im Original Blockheads, ist eine US-amerikanische Filmkomödie mit Stan Laurel und Oliver Hardy. Der Film spielt in Schützengräben, zuerst denen des Ersten Weltkrieges, dann in denen des Ehekrieges. Ausgerechnet an seinem Hochzeitstag bringt Hardy seinen alten Kriegskameraden Laurel mit nach Hause, wodurch nacheinander Auto, Garage, Wohnung und schließlich seine Ehe zu Bruch gehen.

Der Film lief in deutschen Kinos unter dem alternativen Titel Lange Leitung, in Österreich als Pech im 13. Stock oder als Dummkopf. Im Fernsehen bekam er die Titel Klotzköpfe, beziehungsweise Tag der Trümmer.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt in einem Schützengraben des ersten Weltkrieges. Hardy tritt mit seiner Abteilung zum Sturmangriff an. Laurel bekommt unterdessen den Auftrag, im Schützengraben zu bleiben, um dort die Stellung zu halten. Er tut dies eisern, zwanzig Jahre lang, nachdem er dort vergessen wurde und das Kriegsende nicht mitbekam. Als er schließlich entdeckt wird, wird die kuriose Nachricht vom eisernen Soldaten durch alle Zeitungen verbreitet. Er wird als Kriegsheld gefeiert und bekommt Unterkunft und Verpflegung in einem Veteranenheim. Hardy ist mittlerweile verheiratet und begeht seinen Hochzeitstag. Er liest vom Schicksal des alten Freundes und beschließt spontan, diesen in seinem Heim aufzunehmen. Allerlei Verwicklungen und Verluste in Kauf nehmend, holt er ihn vom Veteranenheim ab und bringt ihn zu seiner Wohnung. Er muss allerdings feststellen, dass dies seine Ehe bis in die Grundfesten erschüttert, da seine Frau den ständig von ihm angeschleppten "Kumpanen" nichts abgewinnen kann und die gemeinsame Wohnung verlässt. Der im Schützengraben absonderlich gewordene Laurel erweist sich den Tücken der technisierten Zivilisation nicht gewachsen. Im Verbund mit der tollpatschigen Hilfsbereitschaft Hardys führt er so eine Spur der Verwüstung herbei. Auch eine herbeigeeilte, ebenso hilfsbereite wie hübsche Nachbarin, Mrs. Gilbert, bringt weitere Komplikationen mit sich. Deren cholerischer Ehemann, ein passionierter Jäger, treibt die beiden vermeintlichen Ehebrecher schließlich mit seiner Flinte aus dem Haus. Er verfolgt sie wild um sich schießend durch die Straßen und treibt dabei sämtliche Ehebrecher der Stadt aus den Fenstern.

Premiere[Bearbeiten]

Blockheads erschien erstmals am 19. August 1938 im amerikanischen Kino, die deutsche Uraufführung war am 14. Juli 1967 im Würzburger Corso-Theater.

Sonstiges[Bearbeiten]

Ursprünglicher Arbeitstitel des Films war Just a Jiffy, eine Aussage, die im Film von Mrs. Gilbert geäußert wird.

Harry Langdon, einer der fünf Drehbuchautoren, war einer der großen Komikerstars in der Stummfilmzeit der 1920er Jahre gewesen. In der Tonfilmzeit war sein Ruhm verblasst, so dass er sich mit billigen Kurzfilmen über Wasser halten musste. Dank seiner Freundschaft, sowohl mit Hardy als auch mit Laurel, wurde er hier als Drehbuchautor beteiligt. Er spekulierte auf ein Comeback und spielte im Folgejahr an der Seite von Hardy in dem Film Zenobia, der allerdings kein großer Publikumserfolg wurde.

Kritiken[Bearbeiten]

Die gemeinsamen Anstrengungen von fünf Drehbuchautoren ... waren nicht vergeblich. Dieser 55 Minuten lange Film ist ... der erstaunlichste Erfolg in Sachen Komik, die vollendete Konstruktion des Genres. Laurel & Hardy übertreffen sich hier selbst. Die Gags - mindestens einer pro Minute und alle hervorragend - folgen einander in schwindelerregendem Tempo. Die Komik der Zerstörung streift sowohl den surrealistischen ... wie den verbalen Humor. ... Diesen herrlichen Film müßte man Einstellung für Einstellung beschreiben, um seine gesamten Reichtümer ausreichend bewundern zu können. (Raymond Borde/ Charles Perrin, hier zit. nach: Dick, S. 101f)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Marvin Hatley wurde 1939 in der Kategorie Beste Filmmusik für den Oscar nominiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dick, Rainer. Laurel und Hardy: Die grössten Komiker aller Zeiten. München: Heyne, 1995. ISBN 3453090063

Weblinks[Bearbeiten]