Die Legende vom Ozeanpianisten

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Legende vom Ozeanpianisten
Originaltitel La leggenda del pianista sull'Oceano
Produktionsland Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge Deutsche Version 120, Originalversion 156 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Giuseppe Tornatore
Drehbuch Giuseppe Tornatore
Musik Ennio Morricone
Amedeo Tommasi
Kamera Lajos Koltai
Schnitt Massimo Quaglia
Besetzung

Die Legende vom Ozeanpianisten ist ein 1998 entstandener Spielfilm von Giuseppe Tornatore, der auf dem Monolog Novecento von Alessandro Baricco beruht.

Handlung[Bearbeiten]

Der Trompeter Max Tooney muss aus Geldmangel seine Trompete an einen Musikhändler verkaufen. Als Max zum Abschied noch ein letztes Mal auf seiner Trompete spielt, erkennt der Musikhändler das Musikstück und zeigt Max eine zerbrochene Schallplattenmatrize, die er in einem alten Konzertflügel gefunden hat. Max erzählt dem Musikhändler daraufhin Die Legende vom Ozeanpianisten:

An Bord des Ozeandampfers Virginian wird am Neujahrsmorgen des Jahres 1900 ein Säugling gefunden, welcher der Einfachheit halber Neunzehnhundert genannt wird. Die ersten acht Jahre seines Lebens wird Neunzehnhundert von Heizer Danny Boodmann großgezogen und verbringt den Großteil dieser Zeit im Maschinenraum des Schiffes. Nach einem Unfall, bei dem Danny ums Leben kommt, entdeckt Neunzehnhundert sein musikalisches Talent und spielt heimlich auf einem Flügel im Ballsaal der Ersten Klasse.

Im Laufe der folgenden Jahre verlässt Neunzehnhundert nie das Schiff und spielt als Pianist in der Bordkapelle. Dabei freundet er sich mit Max an, welcher ihn immer wieder zum Verlassen des Schiffes ermutigt.

Während seiner Auftritte mit der Kapelle spielt Neunzehnhundert herausragende Jazzeinlagen und wird schließlich über die Grenzen der Virginian hinaus als Jazzpianist berühmt. Sein musikalischer Werdegang gipfelt letztendlich in dem Gewinn eines „Klavierduells“ zwischen ihm und dem Jazz-Musiker Jelly Roll Morton.

Weder das Angebot eines Musikproduzenten noch die Liebe zu einer ungarischen Emigrantin können Neunzehnhundert dazu bewegen, das Schiff zu verlassen. Als er doch einmal den Schritt in Richtung Land wagt, „um die Stimme des Ozeans zu hören“, bleibt er in der Mitte der Gangway stehen und kehrt wieder um. Wie er später Max erklärte, konnte er die Begrenzung der Stadt (New York) nicht erkennen, und deshalb könne er das Schiff nicht verlassen.

Max erfährt von dem Musikhändler, dass die Virginian während des Krieges als Lazarett gedient hat und nun im Hafen zur Sprengung vorbereitet wird. Vergeblich versucht er daraufhin, Neunzehnhundert, welcher noch auf dem Schiff versteckt ist, dazu zu überreden, mit ihm an Land zu kommen. Neunzehnhundert entgegnet, seine Welt liege „zwischen Bug und Heck“, und bleibt alleine auf dem Schiff zurück.

Während Max am Ufer steht und zusieht, wird die Virginian gesprengt.

Am Ende bringt der am Boden zerstörte Max dem Musikhändler die reparierte Schallplattenmatrize zurück, die er sich von diesem geborgt hatte, um Neunzehnhundert zum Verlassen des Schiffes zu bewegen. Dabei erzählt er dem Händler das Ende seiner Geschichte. Doch dieser gibt Max eine Chance zu einem neuen Anfang und gibt ihm seine alte Trompete zurück.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films lobte: „Sehr schlüssig verbinden sich erzählerische Passagen mit rein filmischer Poesie und einem ungemein stimmungsvollen Soundtrack.“[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Legende vom Ozeanpianisten im Lexikon des Internationalen Films