Die Lorbeeren des Cäsar

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Die Lorbeeren des Cäsar (französischer Originaltitel: Les Lauriers de César) ist der 18. Asterix-Band und wurde von René Goscinny getextet und von Albert Uderzo gezeichnet. Es erschien 1972 auf Französisch und 1974 auf Deutsch.

Handlung[Bearbeiten]

Der Dorfhäuptling Majestix besucht zusammen mit seiner Frau Gutemiene sowie Asterix und Obelix seinen wohlhabenden Schwager Homöopatix in Lutetia. Nachdem Majestix, provoziert durch die Angebereien seines Schwagers, im betrunkenen Zustand mit Homöopatix gewettet hat, dass er die Lorbeeren vom Lorbeerkranz Cäsars persönlich in seinem Ragout kochen werde, schickt er Asterix und Obelix nach Rom, um diese zu holen.

Um in Cäsars Palast zu kommen, lassen sie sich von einem Sklavenhändler als Sklaven verkaufen. Allerdings werden sie nicht an Cäsar, sondern vom reichen Claudius gekauft und werden bei diesem als Köche eingesetzt. Asterix und Obelix versuchen wieder freizukommen. Allerdings scheitern Asterix’ Pläne immer, amüsieren aber Claudius mit seiner Familie. Sie machen ihre angeblichen Traditionen mit (z. B. in der Nacht zu feiern). Dem Sklaven Kleinfus missfällt dies und er schafft es schon nach kurzer Zeit, dass Asterix und Obelix im Palast von Cäsar gefangen genommen werden.

In der Nacht brechen sie aus dem Gefängnis aus, um die Lorbeeren zu finden, haben dabei aber keinen Erfolg. Wegen des Ausbruches werden sie in den Circus geschickt, nachdem Asterix eine ergreifende Anklagerede gegen sich und Obelix gehalten hat. Da Caesar allerdings bei den anstehenden Circusspielen nicht anwesend ist, weigern sich die beiden Gallier so lange hinauszugehen, bis der Löwe alle anderen Tiere gefressen hat. Danach brechen sie erneut aus. In der Nacht treffen sie in einem Gasthaus auf den Sklaven Kleinfus. Er erschrickt zwar zunächst, erzählt ihnen aber dann, dass er selbst Cäsar bei einem Triumphzug den Lorbeerkranz halten wird. Asterix und Obelix tauschen daraufhin einen falschen Lorbeerkranz (aus Fenchel) mit dem Original.

Während sich die Helden auf den Weg zurück machen, kehrt Cäsar in einem Triumphzug zurück, wobei ihm der Kranz aus Fenchelblättern aufgesetzt wird. Nachdem Asterix und Obelix zurückgekehrt sind, laden sie Homöopatix ins Dorf ein und Majestix kocht das versprochene Gericht. Als Homöopatix das Essen kritisiert, schlägt Majestix zu.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Dieses Comic ist wohl die am meisten für Erwachsene orientierte Asterix-Geschichte. Sie zeigt Trunkenheit, Sklaverei, Ausschweifung, insbesondere Gewalt, Nacktheit, Androgynie, und es erfordert einiges Wissen über Kunst und Geschichte, um alle Anspielungen zu verstehen. In diesem Album taucht zum ersten Mal seit Tour de France der Hund Idefix nicht auf.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

In Frankreich erschien die Geschichte erstmals 1971 als Serie in der französischen Zeitschrift Pilote in den Ausgaben 621 bis 642 und wurde 1972 als Album im Verlag Dargaud veröffentlicht. In der deutschen Übersetzung wurde die Geschichte vom Ehapa-Verlag 1972 im Magazin MV-Comix (Hefte 6 bis 20) erstmals abgedruckt und 1974 als 18. Band der Asterix-Reihe herausgebracht. 2002 wurde dieser Band neu aufgelegt und erhielt ein neues Titelbild.

Der Band erschien unter anderem auch auf Englisch, Spanisch und Türkisch sowie in den Mundarten Moselfränkisch und Schwäbisch.

Siehe auch[Bearbeiten]

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