Die Mädels vom Immenhof

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Die Mädels vom Immenhof
Die Mädels vom Immenhof Logo 001.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Wolfgang Schleif
Drehbuch Erich Ebermayer,
Peer Baedeker,
Produktion Gero Wecker
Musik Norbert Schultze
Kamera Oskar Schnirch
Schnitt Hermann Ludwig
Besetzung

Die Mädels vom Immenhof ist die Verfilmung des Buches Dick und Dalli und die Ponies von Ursula Bruns.

Handlung des Films[Bearbeiten]

Das Ponygestüt Immenhof ist der Lebensinhalt von Oma Jantzen und ihren Enkelinnen Angela, Dick (eigtl. Barbara) und Dalli (eigtl. Brigitte). Während Angela sich um die Bücher kümmert und in allen Dingen der Verwaltung hilft, widmen sich ihre Schwestern Dick und Dalli ausschließlich der Pflege der über hundert Ponys. Die Ponyzucht ist berühmt, trotzdem hat Oma Jantzen Geldsorgen. Der Verkauf der Ponys deckt nicht mehr die Kosten der Zucht. Das zum Gut gehörende „Forsthaus Dodau“ wurde bereits an den Reitlehrer Jochen von Roth verpachtet, der dort eine Reitschule betreibt und eine Pferdezucht errichten möchte.

Die großen Ferien stehen vor der Tür und es wird Besuch erwartet, Ethelbert, ein entfernter Verwandter aus der Stadt. Doch Dick und Dalli sind sehr schnell enttäuscht von ihrem Besucher. Er erweist sich als arroganter, überheblicher Schnösel. Die Fotografie einer angeblichen Bekannten Ethelberts und die Zuneigung, die eine von Jochens Reitschülerinnen Ethelbert entgegenbringt, bringen das bisher so friedvolle Leben auf dem Hof durcheinander. Die schüchterne Dick beobachtet eifersüchtig das Geschehen.

Ethelbert wird durch seine arrogante Art zum Außenseiter und von Dick und Dalli sowie Mans, einem Freund der beiden, ausgeschlossen. Als er den anderen beim Heueinfahren zur Hand gehen möchte, lassen sie ihn einfach auf der Wiese stehen. Erst als Jochen von Roth ihm ins Gewissen redet und ihm schonungslos klarmacht, dass er selbst sich ändern muss, anstatt darauf zu warten, dass man auf ihn zu kommt, denkt er über sein Verhalten nach.

Kurz darauf trifft er Dick, die gerade mit Gummistiefeln in einem Bach steht und mit einem Spaten einen kleinen Staudamm von Schlamm und Ästen befreit. Sie lehnt sein Hilfsangebot wieder einmal ab und meint, dass das eh keine Arbeit für ihn sei. Ethelbert springt in den Bach und schmiert sich absichtlich mit Schlamm ein. Er schreit, dass er keine Angst vor Schmutz hat, mit anpacken kann und vor allem nicht mehr allein sein möchte.

In einer Gewitternacht beweist Ethelbert, dass er sich von Roths Worte angenommen hat. Er rettet einem verletzten Fohlen das Leben, wacht die ganze Nacht in der Scheune und gewinnt damit Dick als Freundin.

Doch die Geldsorgen werden nicht kleiner. Jochen von Roth, der sich mit Angela verlobt hat, hat die rettende Idee. Er kauft das Forsthaus Dodau von Oma Jantzen und somit ist der Immenhof fürs Erste gerettet.

Die Ferien gehen zu Ende und Ethelbert kann sich nur sehr schwer vom Immenhof trennen. Er zählt die Tage, bis er zu seiner Freundin Dick auf den Immenhof zurückkehren kann.

Unterschiede zwischen Roman und Verfilmung[Bearbeiten]

Der Roman unterscheidet sich in vielen wesentlichen Dingen vom Film. Die Handlung des Romans spielt im Winter am Rande der Heide. Dr. Pudlich ist kein Tierarzt, sondern ein Oberbaurat Malchus Pudlich. Hein Daddel heißt „Kaludrigkeit“ (ostpreußisch). Statt der älteren Schwester Angela haben Dick und Dalli eine Tante Tilde (Mathilde), die den Haushalt macht. In der Verfilmung wird einmal erwähnt, dass Angela mit ihren kleinen Schwestern Dick und Dalli, wohl 1945 aus Ostpreußen, „tausend Kilometer zu Fuß“ auf den Hof ihrer Großmutter geflüchtet sei. Dagegen bemerkt in Die Zwillinge vom Immenhof – in der zweiten Generation der Immenhof-Filme – Protagonist Alexander Arkens alias Horst Janson einmal, dass Dalli, deren eigentlicher Name nun vollständig mit „Brigitte Voss“ angegeben wird, „hier“ geboren sei.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Familiengeschichte war an den Kinokassen ungewöhnlich erfolgreich und so folgte ein Jahr später schon Hochzeit auf Immenhof (1956), dieses Mal in der Regie von Volker von Collande und mit der Musik von Hans-Martin Majewski. Danach dauerte es ebenfalls nur ein Jahr, bis der dritte Teil in die Kinos kam: Ferien auf Immenhof (1957), zwar wieder mit einem neuen Regisseur, Hermann Leitner, aber erneut mit der stimmigen Musik von Hans-Martin Majewski. Nach diesem Film war es erst einmal einige Jahre still um den Immenhof, bis der erste Regisseur, Wolfgang Schleif, 1973 auf die Idee kam, das Thema mit dem Film Die Zwillinge vom Immenhof wiederzubeleben. Von den alten Darstellern spielte lediglich Heidi Brühl als erwachsen gewordene Dalli bzw. Brigitte Voss, wie deren eigentlicher Name nun lautete, in ihrer angestammten Rolle wieder mit. Als ihr männlicher Partner agierte Horst Janson, der vor allem durch seine Rolle als Bastian in der gleichnamigen Serie Der Bastian populär geworden war.

Der Film hatte einen mäßigen Erfolg und so setzte Regisseur Schleif noch einen weiteren Teil an. Frühling auf Immenhof (1974) hatte jedoch dann keinen allzu innovativen Inhalt mehr anzubieten. Die Reihe hatte sich unter den gegebenen Bedingungen totgelaufen. 1994 wurde ebenfalls unter dem Titel Immenhof eine Vorabendserie produziert und ausgestrahlt, die aber sonst keinen Bezug zu den Immenhof-Filmen hatte. Die Immenhof-Filme wurden anlässlich des fünfzigjährigen Premierenjubiläums von Die Mädels vom Immenhof sämtlich digital überarbeitet und in diesen Fassungen im Jahr 2005 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt.

Trivia[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

  • „Drei Mädchen, ein Gutshof mit Ponys, die herzensgute Oma, mit der es keine Probleme oder Generationenkonflikte gibt. Der Junge kommt aus der Stadt, es wird geritten, geschwommen, gelacht und gesungen, und die Mundharmonika spielt dazu. Fortsetzung folgt.“ (Wertung: durchschnittlich)Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 529

Literatur[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

  • Soundtrack: Für immer Immenhof, Bear-Family BCD 16644 AS, ISBN 3-89916-015-0, mit der Filmmusik aus den ersten drei Filmen

Der Film ist auch auf DVD erschienen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. imdb.com: Die Mädels vom Immenhof: Drehorte

Weblinks[Bearbeiten]