Die Marx Brothers im Krieg

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Marx Brothers im Krieg
Originaltitel Duck Soup
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1933
Länge 68 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Leo McCarey
Drehbuch Bert Kalmar
Harry Ruby
Produktion Herman J. Mankiewicz
Musik John Leipold
Kamera Henry Sharp
Schnitt LeRoy Stone
Besetzung
Synchronisation

Die Marx Brothers im Krieg (Originaltitel: Duck Soup) ist der fünfte veröffentlichte Film der Marx Brothers Groucho, Chico, Harpo und Zeppo Marx. Der Film wurde von Paramount produziert. In Deutschland erschien der Film 1967.

Handlung[Bearbeiten]

Freedonia, das Land der Mutigen und Freien, befindet sich in einer finanziellen Notlage. Um von der reichen Witwe Teasdale einen Kredit zu erhalten, ernennt man Rufus T. Firefly zum Regierungschef. Dieser ernennt sogleich Chicolino und Pinky zu Ministern, die ihn jedoch im Auftrag des Staates Sylvania ausspionieren sollen. Schließlich provoziert er einen Krieg. Kurz bevor dieser verloren geht, gerät der Botschafter von Sylvania in Gefangenschaft. Als ihn die Marx-Brüder mit Lebensmitteln bewerfen, kapituliert er.

Bemerkungen[Bearbeiten]

Der Slapstick-Streifen mit vielen anarchistischen optischen und verbalen Witzen, in denen die Brüder entsprechend ihrer Rollen eingesetzt werden (Groucho: der arrogante Staatschef mit Hang zu Beleidigungen; Chico: der Proletarier mit Abneigung gegen jede Autorität; Harpo: der stumme, verspielte Kindskopf, dem die Spionagetätigkeit nur als Vorwand für seine eigenartigen Scherze dient; Zeppo: der gutaussehende Pflichtbewusste) und den Operettenstaat mit all seinen Politikern, Militärs und seiner Oberschicht mit großem Vergnügen veralbern. Dabei erweisen sich besonders die Spiegelszene mit Groucho und Harpo (und am Ende auch Chico) und der Kriegsverlauf am Ende des Films als viel zitierte Klassiker.

Anekdoten[Bearbeiten]

Als der Regisseur kurz vor seinem Tod gefragt wurde: „Haben Sie bei Duck Soup [...] gern mit den Marx Brothers zusammengearbeitet?“, antwortete er: „Nein, überhaupt nicht. Sie waren viel zu verantwortungslos, und außerdem habe ich es nie geschafft, alle auf einmal zusammenzubekommen – einer fehlte immer.“[1]

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1966 im Auftrag der ARD. Das Dialogbuch verfasste Eberhard Storeck, der auch Synchronregie führte.[2] Für Groucho Marx sprach Gerd Martienzen, für Chico Marx übernahm dies Gerd Duwner, während Claus Jurichs Zeppo Marx seine Stimme lieh und Horst Keitel für Charles Middleton zu hören ist.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Leo McCarey 1968/1969. In: Peter Bogdanovich: Wer hat denn den gedreht? [Who the Devil Made It?, 1997] Gespräche mit Robert Aldrich u. a. Vorwort von Hellmuth Karasek. Zürich: Haffmans 2000, S. 463-530, hier 494.
  2. Die Marx Brothers im Krieg in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 22. August 2009