Die Olsenbande läuft Amok

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Olsenbande läuft Amok
Originaltitel Olsen-banden går amok
Produktionsland Dänemark
Originalsprache Dänisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Erik Balling
Drehbuch Henning Bahs, Erik Balling
Produktion Bo Christensen
Musik Bent Fabricius-Bjerre
Kamera Jørgen Skov
Schnitt Ole Steen Nielsen
Besetzung

Die Olsenbande läuft Amok ist eine dänische Kriminalkomödie aus dem Jahr 1973. Es handelt sich um den fünften Film mit der Olsenbande.

Handlung[Bearbeiten]

Das Kino Palads, in dem die Olsenbande die Tageseinnahmemen stehlen will und auch zugleich die erste Kinopremiere des Filmes am 5. Oktober 1973 stattfand.

Zu Beginn des Films will die Olsenbande die Tageseinnahmen eines Kinos stehlen, was jedoch misslingt, da der unerwartet auftauchende Dynamit-Harry Egons Plan völlig durcheinanderbringt und dieser daher wieder einmal verhaftet wird.

Nachdem Egon acht Monate später einmal mehr aus dem Gefängnis entlassen wurde, muss er erstaunt feststellen, dass sich seine Bandenmitglieder Kjeld und Benny von ihm losgesagt haben. Der Grund dafür ist Benny, der einen neuen Weg gefunden zu haben glaubt, seine Geldsorgen loszuwerden: Er will Ragna heiraten, die unansehnliche Tochter des Ladenbesitzers Kvist, um später dessen Laden zu übernehmen. Egon kommt daher zunächst bei Dynamit-Harry unter. Anstatt seinen eigentlichen Plan durchzuführen, der sich um den Tresor des zwielichtigen Unternehmers Hallandsen dreht, beteiligt er sich an einem von Harry geplanten Einbruch. Wie sich herausstellt, führt dieser ausgerechnet in Kvists Laden, wo Egon unverhofft auf Benny und Kjeld trifft, die unbezahlte Überstunden verrichten und im leeren Tresor lediglich ein paar Pornohefte finden. In letzter Sekunde kann Egon fliehen. Kvist hält irrtümlich Kjeld und Benny für die Einbrecher und lässt sie daher verhaften. Gemeinsam mit Børge kann sie Egon − dank seiner umfangreichen Kenntnisse über den Transport von Strafgefangenen − jedoch befreien, und die drei versöhnen sich wieder. Egon kann endlich beginnen, mit Benny und Kjeld seinen Plan vorzubereiten.

Der Unternehmer Hallandsen hat in seinem Tresor mehr als zehn Millionen Kronen Schwarzgeld deponiert, die später außer Landes geschafft werden sollen. Auch die Polizei ist Hallandsen auf der Schliche und observiert die Firma. Kriminalkommissar Jensen will durch die Lösung dieses Falls endlich wieder Anerkennung bekommen. Der erste Versuch geht dabei beinahe wieder schief, als Egon in einem Kühlraum eingesperrt wird und nur mit der Hilfe von Dynamit-Harry wieder freikommt. Am Abend vor dem Coup tauchen jedoch unerwartet erneut die Kvists auf, um sich mit Benny und Kjeld zu versöhnen. Egon ist erbost, als Benny sich entschließt, bei seinen Heiratsplänen zu bleiben. Er verlässt Kjeld und Benny und beginnt seinen Plan allein durchzuführen.

Bei einer großen Versöhnungsfeier mit Benny, Kjeld, Ragna sowie ihren Familien kommt jedoch ans Licht, dass auch Ragnas Vater unter Geldproblemen leidet und sich gerade von Benny deren Lösung erhofft. Bestürzt eilen Kjeld und Benny Egon zu Hilfe und lassen die jammernd schreiende Ragna zurück. Tatsächlich gelingt es ihnen, Hallandsens Millionen an sich zu bringen und in einem Lieferwagen zu flüchten. Als die Polizei wenig später den Tresor öffnen will, wollen sie die Hilfe von Egon in Anspruch nehmen.

Als die Polizei bei den Jensens auftaucht und Egon mitnimmt, werfen Benny und Kjeld in Panik das Geld in eine Mülltonne, die kurz darauf geleert wird. Während Egon der Polizei hilft und den leeren Tresor öffnet, können Benny und Kjeld nur mit ansehen, dass das Geld in der Müllverbrennungsanlage gelandet ist. Egon lässt sich von Jensen mit ein paar Scheinen entlohnen und zum Flughafen bringen, um mit den anderen nach Mallorca zu flüchten. Jensen steht als Versager da, als entdeckt wird, dass der Tresor leer ist. Die letzte Einstellung zeigt, wie die Caravelle, in der sie sitzen, in einen Schlingerkurs übergeht, als Benny Egon erzählt, was mit dem Geld passiert ist.

Deutsche Synchronisation[Bearbeiten]

Wie alle Filme der Reihe wurde dieser Film in der DDR durch die DEFA synchronisiert. Benny wurde in diesem Film nicht von Peter Dommisch, sondern von Kurt Kachlicki gesprochen. Vermutlich ist dies der Grund, warum Bennys Standardausdruck „Skidegodt!“ in diesem Film nicht als „Mächtig gewaltig!“, sondern als „Das fetzt ein!“ synchronisiert wurde. Karl Heinz Oppel war wie üblich die deutsche Stimme von Egon, Günter Schubert hatte seinen zweiten und letzten Auftritt als Kjeld-Sprecher.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Die Darsteller von Kaufmann Kvist und seiner Tochter Ragna, Ejner Federspiel und Birgitte Federspiel, waren auch im wirklichen Leben Vater und Tochter.
  • Egon tritt in diesem Film als ausländischer Geschäftsmann auf, der im Original deutsch, in der Synchronfassung aber englisch spricht. Auch in der DEFA-Synchronfassung bleibt seine vorgeblich deutsche Herkunft aber durch das deutsche Kennzeichen des verwendeten Lincoln Continental erkennbar (DS-M 82). Das Kennzeichen gehört zum Landkreis Donaueschingen (Baden-Württemberg), der am 1. Januar 1973 im Zuge der Kreisreform aufgelöst wurde (Kinopremiere in Dänemark war am 5. Oktober 1973).
  • Das Kino, das die Olsenbande zu Beginn des Films auszurauben versucht, ist das Kopenhagener Palads, in dem die meisten Premierenfeiern für die Olsenbandenfilme stattfanden. Das Plakat für einen Film namens Det store kup ist eine Anspielung auf den vorigen Olsenbandenfilm.
  • Der Satz des Kriminalkommissars „Die Spur führt zu einem Haus in Christianshavn“ ist eine Anspielung auf die seinerzeit populäre Fernsehserie Oh, diese Mieter, deren Originaltitel Huset på Christianshavn lautete. Der Regisseur vieler Folgen war ebenfalls Erik Balling, und zur Besetzung gehörten unter anderem Ove Sprogøe, Kirsten Walther und Jes Holtsø.
  • Mit Olsenbanden og Dynamitt-Harry går amok verfilmte man 1973 in Norwegen fast zeitgleich den Film neu.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]