Die Rübe

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Die Rübe ist ein Schwank (ATU 1689A, 1535). Er steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 146 (KHM 146) und basiert auf einer verlorenen Handschrift aus dem 14. Jahrhundert namens Raparius.

Inhalt[Bearbeiten]

Ein armer Soldat wird Bauer und erntet eine riesige Rübe, die er dem König schenkt, wofür er reich belohnt wird. Da bringt sein reicher Bruder dem König Gold und Pferde, aber erhält nur die Rübe zurück. Er lockt seinen Bruder unter Vorwand eines Schatzes hinaus, wo ihn Mörder ergreifen und mit einem Sack über dem Kopf an einen Baum hängen, wobei nahendes Pferdegetrappel sie vertreibt. Es ist ein Schüler, den der Bauer von oben anspricht, er hänge im Sack der Weisheit, wo er alles lerne. Der Schüler will das auch und darf ihn schließlich herab- und sich selbst hochziehen lassen. Der Bauer nimmt des Schülers Pferd, schickt aber jemand, der ihn befreit.

Herkunft[Bearbeiten]

Grimms Anmerkung erklärt die Herkunft aus einem lateinischen Gedicht des Mittelalters, das 392 Zeilen in elegischem Versmaß enthält und Raparius überschrieben ist (erhalten ist Jacob Grimms Abschrift von 1814).

Literatur[Bearbeiten]

  • Rölleke, Heinz (Hrsg.): Grimms Märchen und ihre Quellen. Die literarischen Vorlagen der Grimmschen Märchen synoptisch vorgestellt und kommentiert. 2., verb. Auflage, Trier 2004. S. 186-205, 563. Wissenschaftlicher Verlag Trier; Schriftenreihe Literaturwissenschaft. Bd. 35; ISBN 3-88476-717-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Die Rübe – Quellen und Volltexte