Die Rückkehr der reitenden Leichen

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Rückkehr der reitenden Leichen
Originaltitel El ataque de los muertos sin ojos
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 83 min. (Originalfassung) oder 87 min. (Langfassung) oder 89 min. (neue geänderte Fassung) Minuten
Altersfreigabe FSK FSK ungeprüft (Original- und Langfassung), FSK 16 (neue Fassung)
Stab
Regie Amando de Ossorio
Drehbuch Amando de Ossorio
Produktion Ramón Plana
Musik Antón García Abril
Kamera Miguel Fernández Mila
Schnitt José Antonio Rojo
Besetzung

Die Rückkehr der reitenden Leichen (Original: El ataque de los muertos sin ojos) ist ein spanischer Horrorfilm und der zweite Teil einer Filmreihe, die 1971 mit Die Nacht der reitenden Leichen begann. Regie führte Amando de Ossorio, der auch das Drehbuch schrieb.

Der Film handelt von einem verbannten Orden der Tempelritter, der sich blutgierig einem satanischen Kult verschrieb und dafür von aufgebrachten Bürgern massakriert und geblendet wurde. Amando de Ossorio hob die blinden Untoten durch markante Zeitlupenszenen hervor.

Handlung[Bearbeiten]

Im Mittelalter halten Tempelritter in der Berglandschaft von Berzano eine Blutmesse ab und töten in einem satanischen Ritual eine junge Frau. Aufgebrachte Bauern eines naheliegenden Dorfes stürmen daraufhin ihre Zuflucht, nehmen die Ritter gefangen, um sie für ihre Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen. Man will die Mörder töten. Die Ordensleute zeigen sich jedoch von den Drohungen der empörten Menschenmenge unbeeindruckt, drohen ihrerseits mit Wiederauferstehung und der bitteren Rache. Die Situation eskaliert und der wütende Mob verbrennt die wehrlosen Beschuldigten. Zuvor wurden ihnen die Augen verbrannt, damit sie im Falle der prophezeiten Rückkehr das kleine Bauerndorf nicht auffinden können.

In der Gegenwart bereitet sich die ganze inzwischen zur Kleinstadt herangewachsene Ortschaft auf die Festlichkeiten zur 500-Jahr-Feier der Verbannung der Templer vor. Bürgermeister Duncan plant zur nachgestellten Verbrennung von Ritter-Puppen ein aufwendiges Feuerwerk, das den Höhepunkt des Festes bilden soll und lässt dafür Jack Marlowe, einen ehemaligen Sprengmeister der Pioniere, mit seinem Team kommen. Dieser begegnet bei seiner Ankunft Duncans jüngerer Verlobten Vivian, seiner verflossenen Liebschaft. Die zwei verlieben sich sofort wieder ineinander und beschließen nach dem Fest gemeinsam Berzano zu verlassen. Dies weckt natürlich den Unwillen des Bürgermeisters.

Von den Beteiligten kaum wahrgenommen warnt der bucklige und behinderte Außenseiter Murdo die Gemeinschaft mit finsteren Andeutungen über die nahende Rückkehr der verfluchten Ordensleute. Seine Äußerungen bleiben jedoch weitestgehend ungehört. Zur nächtlicher Stunde begibt sich der gedemütigte Sonderling zum verfallenden Templeranwesen, wo er den hier bestatteten Toten eine Jungfrau opfert. Das Blut des ermordeten Mädchens lässt die skeletthaften Gestalten am Tag des Festes aus ihren Gräbern auferstehen. Rachsüchtig streben die erblindeten, lebenden und teils berittenen Leichen nun die Jagd nach den Nachfahren ihrer Mörder an. Mit Hilfe von Murdo, der sie nach Berzano führt und dafür verschont wird, richten sie während des Festes ein grausames Massaker an, unzählige Menschen sterben.

Lediglich einer kleinen Gruppe von anwesenden Festteilnehmern gelingt das Überleben, und sie finden in einer alten Kirche einen sicheren Unterschlupf, die von den Leichenrittern belagert wird. Zur siebenköpfigen Gruppe Überlebender, der unter anderem ein verheiratetes Paar mit der gemeinsamen Tochter Nina angehört, gesellt sich auch der bereits im Gotteshaus versteckte und nach kurzer Zeit entdeckte Murdo. Jack, der die Führung der Eingeschlossen übernimmt, organisiert mit den anderen Schutz suchenden Männern die Verbarrikadierung des Gebäudes, da sie in dieser Nacht nicht mit Hilfe rechnen können. Die romantischen Verflechtungen sind derweil geklärt. Vivian bekennt sich offen zu ihrer Jugendliebe Jack, Bürgermeister Duncan, der ebenfalls in der Kirche verweilt, spielt in ihrem Leben keine Rolle mehr.

Anstatt entspannt auf den Tagesanbruch zu warten, schätzen einige der Eingeschlossenen, allen voran der skrupellose Duncan, ihre Situation falsch ein und versuchen schnellstmöglich, ohne die anderen zu informieren, den rettenden Unterschlupf zu verlassen. Nach und nach verringert sich so deren Anzahl, sie werden Opfer der zahlenmäßig überlegenen Belagerer, die offensichtlich eine große Angst vor dem Feuer haben. Kurz vor dem Morgengrauen dezimiert sich die Gruppe um Jack, Vivian, der kleinen Nina und DaCosta, einem Gehilfen des zuvor getöteten Bürgermeisters, weiter. Der liebestolle DaCosta versucht seine angebetete Vivian zu vergewaltigen, Jack kommt ihr zu Hilfe. Es kommt zu einem wilden Handgemenge, in deren Folge DaCosta tödlich verletzt wird. Am Ende des Films verlassen Vivian, Jack und die nunmehr verwaiste Nina heimlich und fast geräuschlos die Kirche, um die terrorisierenden Kreaturen nicht auf ihre Fährte zu bringen, als sie erstaunt erkennen, dass mit dem Morgenbeginn die Tempelritter kampfunfähig sind. Das Trio wandert mit unbekannten Ziel davon.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films ist der Meinung, dass es sich hierbei um einen „zweitklassigen Horrorfilm aus der spanischen Reihe“ handele.[1] Ähnlich äußert sich die Filmzeitschrift Cinema in ihrer Onlinepräsenz, die den „albernern Unfug, nur für Trash-Freunde“ empfiehlt.[2]

Das Lexikon des Horrorfilms zitiert Rolf Giesen von der Zeitschrift Vampir, der schrieb, dass „Ossori sich bei der […] Zeichnung der Charaktere allzu sehr auf gängige Klischees“ verlasse, „die (diesen) Versuch, ins Banale abgleiten“ lassen würden. Wörtlich heisst es: „Der junge Held […] der alles weiß und dem alles gelingt […] die hübsche Heldin und ein kleines Mädchen personifizieren das ‚Gute‘ und dürfen demzufolge entkommen, während die anderen, die entweder ‚böse‘ sind oder sich dem Kommando des Helden widersetzten […] den Schwertern der Templer zum Opfer fallen; allen voran der schurkische Bürgermeister.[3]

Im Lexikon des Horrorfilms kommt auch Carsten Wrobel von der Science Fiction Times zu Wort, der feststellt, dass „einige technische gelungene Sachen aus dem ersten Film (das lautlose Auftauchen der Ungeheuer, ihr Lauschen, Suchen, Reagieren auf Herztöne, ihre zeitlupenhafte Gefährlichkeit) nur im Ansatz wiederholt wurden“ zugunsten einer Reduzierung „auf die Krimi-Struktur“, getreu dem Motto „Wer wird der nächste sein?“. Ferner kritisiert er, dass „die Erwartung des Zuschauers […] auf notwendige Opfer gelenkt, geschürt und befriedigt“ wird.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Die Rückkehr der reitenden Leichen im Lexikon des Internationalen Films
  2. vgl. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=14352
  3. a b vgl. Ronald M. Hahn & Volker Jansen: Lexikon des Horrorfilms, Bastei-Lübbe, 1985, Seite 368