Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Rembrandt)

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Rembrandt Harmensz. van Rijn - The Return of the Prodigal Son.jpg
Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
Rembrandt van Rijn, 1666-69
Öl auf Leinwand, 260 cm × 203 cm
Eremitage (Sankt Petersburg)

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes ist eines der bekanntesten Gemälde von Rembrandt van Rijn. Das Gemälde befindet sich in der Eremitage in Sankt Petersburg.

Bildbeschreibung[Bearbeiten]

Das Sujet des Gemäldes ist dem Gleichnis vom verlorenen Sohn im Lukas-Evangelium entnommen. Es erzählt von dem leichtsinnigen Sohn, der sein Vaterhaus verlassen und ein sündhaftes Leben geführt hat, und nun nach schweren Prüfungen nach Hause wiederkehrt. Zurückhaltend, aber eindringlich berichtet Rembrandt über das innere Erleben von Vater und Sohn. Der Jüngling kniet vor dem Vater, seine Kleidung erinnert daran, dass der zurückgelegte Weg lang und schwer war. Seine Figur, die dem Betrachter den Rücken zuwendet, lässt seinen verwirrten seelischen Zustand ahnen. Der blinde Alte neigt sich zu dem Sohn herab und berührt mit einer zärtlichen Bewegung seine Schulter. Gesicht und Hände des Vaters drücken Liebe, Güte und Verzeihen aus. Er ließ dem Sohn seinen Ring des Hausherrn schenken und die festliche Tafel decken.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die tragische Figur dieses Gleichnisses ist die Figur des Bruders. Er fühlt sich vom Vater ungerecht behandelt. Die Frage der Gerechtigkeit steht in diesem Gleichnis im Zentrum. Rembrandt macht deutlich, dass die irdische Gerechtigkeit sich von der göttlichen unterscheidet. Der Humanismus Rembrandts, sein Glaube an den Menschen, an die große Kraft der Liebe, erhielten in diesem Werk ihren höchsten Ausdruck. Seine schwungsvolle zeichnerische Art und der warme Ton der Farben dienen dem inneren Aufbau des Werkes.

Weblinks[Bearbeiten]