Die Seewölfe kommen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Seewölfe kommen
Originaltitel The Sea Wolves
Die seewoelfe kommen.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, Schweiz
Originalsprache Englisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Andrew V. McLaglen
Drehbuch Reginald Rose
Produktion Euan Lloyd
Musik Roy Budd,
Richard Addinsell
Kamera Tony Imi
Schnitt John Glen
Besetzung
Roger Moore bei den Dreharbeiten

Die Seewölfe kommen ist ein britischer Abenteuerfilm (Originaltitel: The Sea Wolves) nach dem Buch Geheimkommando. Sonderoperation „Trompeta“. Deutsche U-Boote im Indischen Ozean (Originaltitel: Boarding Party) von James Leasor. Er wurde 1979 in Großbritannien unter der Regie von Andrew V. McLaglen produziert. Der Film startete am 21. August 1980 in den bundesdeutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Zweiter Weltkrieg, 1943 – vor der indischen Küste werden alliierte Konvois präzise durch deutsche U-Boote versenkt. Der Grund dafür ist ein deutsches Handelsschiff, die Ehrenfels, die vor dem Hafen von Goa ankert und durch einen Spion Schiffsdaten an die U-Boote sendet. Colonel Pugh und Captain Stewart des britischen Special Operations Executive werden darauf angesetzt herauszufinden, von wo aus der deutsche Spion operiert.

Der erste Versuch scheitert, nachdem die beiden Offiziere den deutschen Agenten Trompeta bei einem Handgemenge getötet haben. Um den Sender zu entern, rekrutiert Pugh die alten Mitglieder des Kalkutta Light Horse Club, die seit 40 Jahren keine Waffe mehr in der Hand hatten. Mit Hilfe dieser Truppe, einem Ablenkungsmanöver an Land und dem Sprengstoffexperten Yogi gelingt Pugh die Zerstörung des Senders an Bord der Ehrenfels. Währenddessen hat Captain Stewart den Spion ausgemacht, der sich als seine Bekanntschaft Mrs. Cromwell herausstellt.

Produktion[Bearbeiten]

Besetzung[Bearbeiten]

Die erste Hauptrolle des Colonel Lewis Pugh besetzte Produzent Euan Lloyd mit Gregory Peck, wenig später fragte er bei Roger Moore für die Rolle des Captain Gavin Stewart an. Mit Beiden traf sich Lloyd in Los Angeles, wo er mit Moore und Peck das Drehbuch durchsprach. Dort schlug Peck auch den mit ihm und Roger Moore befreundeten David Niven für die Rolle des Colonel W.H. Grice vor. Eigentlich war im Etat kein Geld mehr für Nivens Verpflichtung vorhanden, doch Lloyd stockte das Budget aus eigener Tasche auf, um Niven verpflichten zu können.[2]

Mit Roger Moore hatte Euan Lloyd bereits zuvor in Die Wildgänse kommen (1978) erfolgreich zusammengearbeitet. Und so verpflichtete Lloyd nicht nur Moore, sondern auch zahlreiche weitere Beteiligte aus dem Film Die Wildgänse kommen. So übernahm Andrew V. McLaglen wieder die Regie, Reginald Rose schrieb erneut das Drehbuch und John Glen zeichnete sich für den Schnitt verantwortlich. Auch einige Schauspieler (Patrick Allen, Kenneth Griffith, Jack Watson) traten wieder auf.

Titel[Bearbeiten]

Für den auf James Leasors Roman mit dem englischen Titel Boarding Party basierenden Film, änderte man den Titel in The Sea Wolves, ein ähnlicher Titel, wie The Wildgeese, dem englischen Originaltitel von Die Wildgänse kommen. Bei dem deutschsprachigen Verleihtitel ging man ähnlich vor und vertrieb den Film hierzulande unter dem Titel Die Seewölfe kommen. Inhaltlich weisen beide Filme aber keine Parallelen auf.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein den Krieg aus der Abenteuerperspektive schildernder Starfilm, nach authentischen Ereignissen konventionell und relativ spannungsarm inszeniert.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Das etwas hüftsteife Unternehmen, das "Die Wildgänse kommen"-Regisseur Andrew V. McLaglen nach einer wahren Begebenheit drehte, nimmt sich zum Glück nicht zu ernst.“

cinema.de.[3]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack wurde auf LP und 1999 nochmals von Castle Music auf CD veröffentlicht. Auf dieser war zusätzlich eine moderne discoartige Version des Warschauer Konzerts angefügt, die einer anderen Produktion entstammt.

Originalauflage

  1. The Precious Moments gesungen von Matt Monro
  2. Overture/Warsaw Concerto
  3. Enemy Beneath
  4. GHQ/In Goa
  5. Love at first Sight (Warsaw Concerto)
  6. The Pursuit
  7. The Romance (Warsaw Concerto)
  8. On The Way
  9. In Love (Warsaw Concerto)
  10. The Phoebe
  11. Melody for Lovers (Warsaw Concerto)
  12. The Truth/Warsaw Concerto
  13. Boarding Party
  14. The Betrayal
  15. Warsaw Concerto
  16. Warsaw Concerto (Bonus)

Synchronisation[Bearbeiten]

Die Synchronisation entstand bei Cinephon Filmproduktions GmbH in Berlin. Das Dialogbuch schrieb Christine Lembach, die Dialogregie führte Peter Baumgartner.

Rolle Darsteller Synchronsprecher[4]
Colonel Lewis Pugh Gregory Peck Jochen Schröder
Captain Gavin Stewart Roger Moore Niels Clausnitzer
Colonel W.H. Grice David Niven Friedrich Schoenfelder
Mrs. Cromwell Barbara Kellerman Rita Engelmann
Jack Cartwright Trevor Howard Arnold Marquis
Major 'Yogi' Crossley Patrick Macnee Joachim Kerzel
Collin MacKenzie Patrick Allen Horst Schön

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Die Seewölfe kommen im Lexikon des Internationalen Films
  2. Roger Moore: Die Autobiographie: Mein Name ist Bond...James Bond I.P. Verlag, 2009, ISBN 978-3-931624-62-0, S. 280 f.
  3. Die Seewölfe kommen bei cinema.de (abgerufen am 11. März 2013)
  4. Die Seewölfe kommen in der Deutschen Synchronkartei