Die Trapp-Familie in Amerika

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Filmdaten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Wolfgang Liebeneiner
Drehbuch Herbert Reinecker
Produktion Ilse Kubaschewski
Utz Utermann
Musik Franz Grothe
Kamera Werner Krien
Schnitt Margot von Schlieffen
Besetzung

Die Trapp-Familie in Amerika ist eine Fortsetzung des Filmes Die Trapp-Familie (1956). Er zeigt die vor den Nationalsozialisten geflüchtete Großfamilie, wie sie in den USA zum Welterfolg wird. Die Singstimmen der Kinder wurden von den Regensburger Domspatzen übernommen. Regie führte ebenfalls Wolfgang Liebeneiner.

Handlung[Bearbeiten]

Die Familie mit Baby, begleitet von Pfarrer Wasner, fährt mit einem kleinen Bus, dessen Chauffeur Patrick ist, durch die Straßen der USA. Maria ist ständig optimistisch, Georg hingegen pessimistisch. Werner lernt intensiv Englisch. Sie versuchen in den Konzertsälen mehrmals, geistliche Lieder von Johann Sebastian Bach und Palestrina aufführen zu dürfen, jedoch ist alles vergeblich. Im New Yorker Bezirk The Bronx finden sie in einer heruntergekommenen, kleinen Wohnung Quartier. Das gesamte Vermögen der Familie beträgt drei Dollar, zwei davon hat Werner zuvor an einem Automaten gewonnen. Vom Schicksal und von Armut geschlagen, befindet sich die Trapp-Familie nun alleine in New York. Nachdem Rupert und Werner in der Bar am Spielautomaten die zwei Dollar wieder verlieren, begegnen sie im Hof des Hauses einem betrunkenen Mann, vor dem die Kinder ein amerikanisches Lied singen, und erhalten dafür ein wenig Geld. Bald sind die Bewohner des Hauses von ihrem Gesang begeistert. Am nächsten Tag besuchen sie den Agenten Samish, der ihnen wegen ihres verspäteten Erscheinens keinen Auftritt mehr erlaubt. Danach empfiehlt ihnen eine Bewohnerin des Hauses den Agenten Harris. Außer einem Dankeschön springt nichts weiter heraus. Bei dieser Gelegenheit begegnen sie der aus Österreich stammenden Mrs. Hammerfield, die von ihrem Gesang angetan ist und ihnen ein Angebot gegen 300 Dollar macht. Als Maria erfährt, dass beim Auftritt Sex Appeal fehlt, macht sie sich auf die Suche nach einem Buch darüber. Das Personal der Buchhandlung führt es sofort vor, was Maria komisch findet. Im Central Park begegnet ihr ein Rauchfangkehrer, der in Köln Deutsch lernte und Maria einen Heiratsantrag macht. Der Agent Harris bezeichnet die Trapp-Familie als „lahme Enten“, doch als Maria energisch wird, macht ihr Harris ein Angebot an Reklame, wofür er allerdings 5000 Dollar verlangt. Inzwischen verkauft Maria ihren Ehering für 500 Dollar und Georg seinen Orden für 60 Dollar. Später besuchen sie Mrs. Hammerfield, deren Ehemann Bergwerke zu haben scheint. Zu dem Empfang kommen die reichsten Leute New Yorks. Mrs. Hammerfield verlangt, dass sie die „Geschichten aus dem Wienerwald“ (wienerisch) singen. Mr. Hammerfield bemerkt beim Vortrag die Fähigkeiten der Familie und honoriert diese mit 5000 Dollar. Nun wird Reklame für die Trapp-Familie gemacht und bald sind sie in allen Zeitungen. Bei ihrem Auftritt im Konzertsaal ist der Saal überfüllt von Leuten und Dr. Wasner besteht darauf, dass Bach-Lieder gesungen werden. Diese führen jedoch zu keinem Applaus. Bei der Fahrt mit dem Bus erkennt Maria, dass die Landschaft wie in Österreich ist, und bei einer Rast entdecken sie ein altes Haus, dass den Almhütten Österreichs gleicht. Maria hat die Absicht, es zu kaufen, Georg jedoch lehnt zuerst ab. Beim nächsten Konzert führen sie ein schwungvolles, amerikanisches Lied auf, was nun zum großen Erfolg und zu Tourneen führt. Danach kaufen sie das alte Haus und renovieren es. Die Fremdenpolizei macht sie darauf aufmerksam, dass sie bald wegen der abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung Amerika verlassen müssen. Aber Mr. Hammerfield hilft der Familie, dass sie in den USA bleiben kann. Am Schluss singen sie für Mrs. Hammerfield das Lied Kein schöner Land in dieser Zeit.

Lieder[Bearbeiten]

Die Trapp-Familie singt in diesem Film das Jagdlied, Motetten von Bach und Palestrina, Susanna, Wir bauen uns ein neues Haus, Kein schöner Land in dieser Zeit.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film Die Trapp-Familie in Amerika wurde von dem Münchner Unternehmen KG Divina-Film GmbH & Co. produziert. Die Dreharbeiten fanden in den Vereinigten Staaten statt. Am 17. Oktober 1958 wurde der Film uraufgeführt.

Rezeption[Bearbeiten]

Der zeitgenössische Kritiker Kurt Sieben lobte 1958 im Film-Echo, die Fortsetzung um die Trapp-Familie sei besser als der erste Teil. Die größte Stärke des Films liege bei der Fotografie bzw. bei den in den USA gedrehten Außenaufnahmen. Er habe außerdem einen „feinen, gewinnenden Humor“, durch den zu viel Rührseligkeit trotz der für deutsche Filme typischen „rosaroten Brille“ vermieden würde. Positiv hob Sieben dabei die Arbeit der aus dem ersten Teil bekannten, bewährten Schauspieler und des Regisseurs hervor.[1]

Das Lexikon des internationalen Films dagegen urteilt, der Film sei „schleppender und unglaubwürdiger“ als sein Vorgänger.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Dr. Kurt Sieben In: Film-Echo. Wiesbaden, 22. Oktober 1958.
  2. Die Trapp-Familie in Amerika zweitausendeins.de. Abgerufen am 20. März 2015.