Die Tribute von Panem – The Hunger Games

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Tribute von Panem – The Hunger Games
Originaltitel The Hunger Games
The hunger games.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 142 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Gary Ross
Drehbuch Gary Ross
Suzanne Collins
Billy Ray
Produktion Nina Jacobson
Jon Kilik
Musik T-Bone Burnett
James Newton Howard
Kamera Tom Stern
Schnitt Stephen Mirrione
Juliette Welfling
Besetzung

Die Tribute von Panem – The Hunger Games (Originaltitel: The Hunger Games) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, der auf dem Buch Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele von Suzanne Collins basiert. Es ist der erste von vier Filmen, die auf der dreiteiligen Die-Tribute-von-Panem-Romanreihe von Suzanne Collins beruhen.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt in der Zukunft im diktatorischen Staat Panem, der auf dem Territorium der heutigen USA liegt. Er besteht aus zwölf Distrikten und dem Kapitol als Regierungssitz. Während die Bürger des luxuriösen Kapitols im Wohlstand leben, kämpfen die Menschen in den Distrikten um das tägliche Überleben. Die meisten von ihnen hungern, da Nahrungsmittel knapp sind und sie den Bezirk nicht verlassen dürfen, um in den umliegenden Wäldern nach Nahrung zu suchen. Um die Macht des Kapitols über die Bürger von Panem zu demonstrieren, werden jedes Jahr die sogenannten Hungerspiele ausgetragen. Dabei handelt es sich um eine Art modernen Gladiatorenkampf, bei dem die meist unfreiwilligen Teilnehmer einander auf den Tod bekämpfen müssen, bis nur einer von ihnen als Sieger übrig bleibt. Hierzu werden in den Distrikten die sogenannten Tribute, jeweils ein Junge und ein Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren, ausgelost, die in einer Arena des Kapitols landen. Die Hungerspiele werden landesweit im Fernsehen übertragen und alle Bürger sind verpflichtet, diese live mitzuverfolgen. Der Gewinner der Spiele bekommt eine lebenslange Versorgung durch das Kapitol, die Bewohner seines Distrikts werden ein Jahr lang ausreichend mit wichtigen Lebensmitteln versorgt.

Die Handlung setzt vor den 74. Hungerspielen ein. Bei der Auslosung der Tribute im Distrikt 12 wird die zwölfjährige Primrose Everdeen als weiblicher Tribut für die Spiele ausgelost. Um Prim vor dem sicher scheinenden Tod in der Arena zu bewahren, meldet sich ihre ältere Schwester Katniss Everdeen an ihrer Stelle als Freiwillige. Katniss, eine begabte Jägerin mit Pfeil und Bogen, hat seit dem Tod ihres Vaters und dem darauf folgenden Zusammenbruch ihrer Mutter die Familie versorgt. Jahrelang betrieb sie Wilderei, sammelte wildes Gemüse und Früchte und machte Tauschgeschäfte. Zusammen mit dem männlichen Tribut Peeta Mellark reist sie ins Kapitol, um sich dort auf die Spiele vorzubereiten. Der Mentor der beiden ist Haymitch Abernathy, ein ehemaliger Sieger der Hungerspiele.

Um ihre Chancen für den Sieg zu erhöhen, müssen die Tribute im Vorfeld der Spiele um die Gunst des Publikums und vor allem die von potenziellen Investoren werben. Bereits bei der Präsentation der Tribute im Kapitol gelingt es Katniss und Peeta dank ihrer zuständigen Stylisten, den Auftritt aller Anderen in den Schatten zu stellen. Durch ihre stets vom Feuer inspirierten Outfits (Distrikt 12 ist für den Kohleabbau zuständig) begeistern Peeta und Katniss das Publikum weiter. Katniss wird als „das Mädchen, das in Flammen steht“ bekannt. Vor den Spielen erhält jeder Tribut zudem die Möglichkeit, durch eine Demonstration der eigenen Fähigkeiten vor den Spielmachern und deren darauffolgende Bewertung Sponsoren auf sich aufmerksam zu machen. Katniss gelingt es durch einen gewagten Auftritt, eine hohe Bewertung zu erzielen, sodass ihr Ansehen bei den Veranstaltern und beim Publikum weiter steigt. Während eines TV-Events enthüllt Peeta seine angebliche Liebe zu Katniss, wobei er die Tragik der Tatsache betont, dass nur einer der beiden die Arena lebend verlassen könne. Katniss ist diese Äußerung unangenehm, sie spielt jedoch mit, um noch mehr Sympathien des Publikums zu gewinnen.

Beim Auftakt der Spiele werden die Tribute einzeln in die Arena gebracht und finden sich auf einer Waldlichtung wieder. Dort befindet sich auch das sogenannte Füllhorn, eine Art Versorgungsstation, die mit überlebenswichtigen Dingen wie Nahrung und Waffen gefüllt ist. Gleich zu Beginn werden viele Tribute bei dem Versuch, an die Vorräte zu gelangen, von ihren Mitstreitern getötet. Die Überlebenden flüchten in die umliegende Wildnis. Nach wenigen Stunden sind von den 24 Tributen nur noch die Hälfte am Leben. Die gut ausgebildeten Tribute aus den Distrikten 1 und 2, die sogenannten „Karrieros“, schließen sich mit Peeta zu einer Allianz zusammen, um mit seiner Hilfe Katniss als größte Konkurrenz auszuschalten. Als sie Katniss aufspüren, verhilft Peeta ihr jedoch zur Flucht. Wenig später verbündet sich Katniss mit der erst zwölfjährigen Rue, einem Tribut aus Distrikt 11. Als Rue kurz darauf getötet wird, bahrt sie Katniss entgegen den Spielregeln auf. Daraufhin kommt es zu Unruhen im Distrikt 11, die von der Regierung blutig niedergeschlagen werden.

Währenddessen lässt Spielmacher Seneca Crane, beeinflusst von Haymitch Abernathy, eine Änderung der Spielregeln verkünden: Es soll ab sofort zwei Sieger geben können, wenn die letzten beiden Überlebenden aus demselben Distrikt stammen. Katniss macht daraufhin Peeta ausfindig, der sich inzwischen, schwer verletzt, von den Karrieros getrennt hat. Die beiden verstecken sich in einer Höhle, wo sich nun zwischen ihnen eine teils inszenierte, teils echte Romanze abspielt. Als Katniss versucht, Medizin für Peeta zu beschaffen, wird sie von Clove aus Distrikt 2 angegriffen. Mit der unerwarteten Hilfe von Thresh aus Distrikt 11 kann sie entkommen und Peetas Wunden versorgen.

Als nur noch vier Tribute übrig sind, schicken die Spielmacher hundeähnliche Mutationen in die Arena, um ein baldiges Ende der Spiele herbeizuführen. Die brutalen Kreaturen töten zunächst Thresh und verfolgen schließlich Katniss und Peeta, die sich im letzten Moment auf das Füllhorn retten können. Dort werden sie von Cato aus Distrikt 2 erwartet. Nach einem Kampf stürzt Cato vom Füllhorn und wird von den Mutationen angegriffen. Katniss tötet ihn schließlich mit einem Pfeil, um ihm weiteres Leid zu ersparen.

Peeta und Katniss wähnen sich als gemeinsame Sieger in Sicherheit, als die Spielmacher verkünden, dass die Regeländerung wieder aufgehoben wurde und es nur noch einen Sieger geben dürfe. Die beiden weigern sich zu kämpfen, stattdessen schlägt Katniss einen Doppelsuizid mithilfe giftiger Beeren vor. Daraufhin nehmen die Spielmacher ihre Ankündigung zurück, da es einen gravierenden Imageschaden für das Kapitol bedeuten würde, wenn das Spiel ohne einen Gewinner endete. Katniss und Peeta gehen somit beide als Sieger aus den Hungerspielen hervor. Doch Katniss’ Aktion wird vom Kapitol als ein auflehnender, rebellischer Akt gewertet. Seneca Crane wird für den unerwünschten Ausgang der Spiele verantwortlich gemacht und in einem Raum eingesperrt, in dem sich nur eine Schüssel mit den giftigen Beeren befindet.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film erschien in den US-amerikanischen Kinos am 23. März 2012. In Deutschland lief er schon am 22. März 2012 an. Die Deutschland-Premiere fand am 16. März 2012 in Berlin statt.[3]

Produktion[Bearbeiten]

Lionsgate erhielt 2009 die Filmrechte an Suzanne Collins’ Bestsellerreihe Die Tribute von Panem.[4]

Im März 2011 bestätigt Lionsgate, dass etwa 30 Schauspielerinnen Interesse an der Rolle der Katniss Everdeen hätten, darunter Hailee Steinfeld, Abigail Breslin, Emma Roberts, Saoirse Ronan, Chloe Moretz, Lyndsy Fonseca, Emily Browning, Shailene Woodley und Kaya Scodelario.[5][6] Am 16. März 2011 wurde bekannt, dass Jennifer Lawrence die Rolle bekommen hat, obwohl sie vier Jahre älter ist als die von ihr darzustellende Figur.[7][8] Für die Rolle erhielt sie eine Gage von 500.000 US-Dollar.[9]

Laut The Hollywood Reporter haben sich neben Hutcherson auch noch Alexander Ludwig, Hunter Parrish, Lucas Till, Evan Peters und Alex Pettyfer für die Rolle des Peeta beworben.[10] Einzig Ludwig erhielt noch eine Rolle im Film als Cato. Auch für die Rolle des Gale hatten sich neben Hemsworth auch noch David Henrie, Drew Roy, Avan Jogia und Robbie Amell beworben.

Gedreht wurde vom 23. Mai 2011 bis zum 19. September 2011 an verschiedenen Orten in North Carolina.[4] Die Szenen, die im Kapitol spielen, wurden in Charlotte und in Concord gedreht. Während als Arena Asheville verwendet wurde, nahm man Hildebran und Shelby als Distrikt 12. Weitere Drehorte waren DuPont State Forest, North Fork Reservoir sowie der Pisgah National Forest.[11] Hoher Aufwand wurde bei den über 500 unterschiedlichen Frisuren betrieben. Eigens dafür wurde ein 35-köpfiges, externes Team verpflichtet, das über fünf Wochen an den Perücken und Frisuren der Darsteller arbeitete.[12]

Das Produktionsbudget betrug 78 Millionen US-Dollar.[13]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Schauspieler Rolle Synchronsprecher
Jennifer Lawrence Katniss Everdeen Maria Koschny
Josh Hutcherson Peeta Mellark Ricardo Richter
Liam Hemsworth Gale Hawthorne Leonhard Mahlich
Woody Harrelson Haymitch Abernathy Thomas Nero Wolff
Elizabeth Banks Effie Trinket Cathlen Gawlich
Stanley Tucci Caesar Flickerman Lutz Mackensy
Donald Sutherland Präsident Snow Jürgen Kluckert
Wes Bentley Seneca Crane Philipp Moog
Lenny Kravitz Cinna Robert Glatzeder
Willow Shields Primrose „Prim“ Everdeen Valentina Bonalana
Paula Malcomson Mrs. Everdeen Silke Matthias
Toby Jones Claudius Templesmith Stefan Krause
Amandla Stenberg Rue Derya Flechtner
Alexander Ludwig Cato Tobias Müller
Isabelle Fuhrman Clove Kristina Tietz
Jacqueline Emerson Fuchsgesicht Alessa Steinke
Dayo Okeniyi Thresh Stefan Günther
Leven Rambin Glimmer Nicole Hannak
Jack Quaid Marvel Nico Sablik
Karan Kendrick Atala Natascha Geisler
Latarsha Rose Portia
Kimiko Gelman Venia
Nelson Ascencio Flavius Frank Schaff
Brooke Bundy Octavia
Amber Chaney Avox-Mädchen
Kalia Prescott Distrikt 3 Mädchen
Ian Nelson Distrikt 3 Junge
Tara Macken Distrikt 4 Mädchen
Ethan Jamieson Distrikt 4 Junge
Chris Mark Distrikt 5 Junge
Kara Petersen Distrikt 6 Mädchen
Ashton Moio Distrikt 6 Junge
Leigha Hancock Distrikt 7 Mädchen
Sam Ly Distrikt 7 Junge
Mackenzie Lintz Distrikt 8 Mädchen
Samuel Tan Distrikt 8 Junge
Annie Thurman Distrikt 9 Mädchen
Imanol Yepez-Frias Distrikt 9 Junge
Dakota Hood Distrikt 10 Mädchen
Jeremy Marinas Distrikt 10 Junge

Rezeption[Bearbeiten]

Erfolg[Bearbeiten]

Der Film spielte am Eröffnungswochenende in den Vereinigten Staaten 155 Millionen US-Dollar ein und hatte damit dort den drittbesten Start eines Nicht-3D-Films, nach The Dark Knight Rises und The Dark Knight.[14]

Bei Produktionskosten von 78 Millionen US-Dollar spielte der Film 691,2 Millionen US-Dollar ein.[13] In den Vereinigten Staaten ist er auf der Liste der erfolgreichsten Filme auf Platz 13. Er war dort neun Wochen lang in den Top 10 der Boxoffice-Charts, vier davon auf Platz 1. Weltweit befindet er sich auf Platz 68 (Stand: 30. Juni 2014) der erfolgreichsten Filme.[15] Katniss ist damit die bis dahin erfolgreichste weibliche Heldenfigur der US-amerikanischen Kinogeschichte.

In Deutschland sahen am Startwochenende 386.276 Kinobesucher den Film. Bis zum 2. September 2012 beliefen sich die Besucherzahlen auf über 2 Millionen.

Land Einspielergebnis
in US-Dollar[13]
USA 408.010.692
England 37.332.095
Australien 31.072.125
Deutschland 20.303.785
Mexiko 13.913.267
Russland 13.405.279
Frankreich 14.510.197
Spanien 10.483.434
Brasilien 10.152.708

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt größtenteils positive Kritiken. Bei Rotten Tomatoes erreichte der Film bei 84 Prozent der Rezensenten eine positive Bewertung.[16]

„Mit Katniss Everdeen [hat der Film] eine wunderbar lakonische Erzählerin und widerständige Heldin, die bestens als generationsübergreifende Identifikationsfigur geeignet ist … Unter der Regie von Gary Ross überzeugt die Adaption als cleveres Drama, das sein Publikum ernst nimmt. Visuell und akustisch betont der Film den Gegensatz zwischen den pompösen Ritualen und Stilmixen der Capitol und Katniss' Festhalten an einer alternativ überlieferten Geschichte. So wird etwa ihre Anstecknadel mit dem Motiv eines Mockingjay, eines Vogels mit besonderer Verbindung zur vergangen [sic!] Rebellion in Panem, wieder zu einem subversiven Symbol. Und smarte Folk-Heldinnen, die sich gegen Unrecht auflehnen und nebenbei eingefahrene Rollenbilder aufmischen, kann es im Kino gar nicht genug geben.“

Spiegel Online[17]

„Die bereits Oscar-nominierte Jennifer Lawrence als Katniss ist ein Glücksgriff. Die 21-jährige Amerikanerin ist bestes Identifikationsmaterial in dieser Rolle einer jungen Frau, die zugleich hart und weich sein kann, brutal und zärtlich, widerspenstig und mütterlich … Obwohl das Gemetzel im Buch für die Leinwand entschärft wurde, macht der Film einen großen Schritt in Richtung klare, harte Gewaltdarstellung … Es gehe um die Frage, wie man in solch einer Situation „menschlich bleiben“ könne, sagte Regisseur Gary Ross … aber die Frage, die am Ende dieses nichtsdestotrotz spannenden, solide inszenierten Jugendthrillers stehen muss, ist doch die, ob wir nicht selbst in Panem sitzen und dabei zugucken, was Menschen Menschen antun. Wenn wir es wirklich ändern wollten, wenn wir konsequent wären, müssten wir das Kino verlassen, wenn die Kinder in die Arena einziehen.“

Stern.de[18]

„Weiß Katniss, was sie da tut? Ist sie blind vor Wut über die Missachtung, ist sie naiv oder einfach so clever, dass sie sich mit einer kalkulierten Provokation das Wohlwollen der Juroren sichern will? Wird sie gerade zum Teil eines Systems, das auf Ausbeutung und Mord basiert? Oder wird sie dessen Opfer? … Dass dies für den Zuschauer manchmal kaum zu entscheiden ist, unterstreicht die Klasse des Films. In diesen Momenten macht er uns zu Komplizen und emanzipiert sich damit gleichzeitig von der Vorlage, der das naturgemäß verwehrt ist. Dass aber niemand die Gladiatorenspiele als Sieger verlässt, gehört zu den dringlichsten Warnungen dieses Films wie der gesamten Trilogie.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung[19]

„Unfug ist das, zynischer, böser Unfug. Krank. Eine neue Erfolgsserie soll Harry Potter und Twilight folgen. Der erste Teil ist übel. Geschmacklos. Eine dumpfe Verherrlichung von feinen Extrem-Brutalitäten unter Kindern.“

Deutschlandradio Kultur[20]

„Die Jugendbuchverfilmung «Die Tribute von Panem - The Hunger Games» schafft es insgesamt zwar die Vorlage werkgetreu auf die Leinwand zu transportieren, erbt dabei jedoch auch einige ihrer Schwächen und bleibt angesichts des kontroversen Ausgangsszenarios somit deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Was als beklemmende Dystopie und treffsichere Mediensatire beginnt, wird im Verlauf der titelgebenden Hungerspiele trotz der nach wie vor großartigen Jennifer Lawrence zu einer leider äußerst anspruchs- und seelenlosen Hatz durch die Wälder. Verschenktes Potential, das hoffentlich mit der sicherlich kommenden Fortsetzung ausgeschöpft wird.“

Quotenmeter.de[21]

„… Es gäbe noch mehr zu diesem gut gemachten Film zu schreiben. Vieles könnte noch abgewogen oder hervorgehoben werden. Aber unterm Strich bleibt eine Bilanz. Der Film von Regisseur Gary Ross wird als Streifen für Jugendliche vermarktet. Gleichzeitig bietet er mit Katniss Everdeen nicht nur ein selbstbewusstes Mädchen als Rollenvorbild für Teenager an. „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ ist zudem auch ein Film für alle, die ihrer Pubertät schon längst entwachsen sind. Er regt, und das klingt unwahrscheinlich platt, zum Nachdenken an. Ganz großes Kino mit einer vortrefflichen Jennifer Lawrence. Die Vorfreude auf die folgenden beiden Teile ist groß.“

– Filmjunkies.de[22]

Unterschiede zwischen Film und Buch[Bearbeiten]

Der Film weist einige Unterschiede zur Romanvorlage auf. Folgende Änderungen wirken sich dabei auf die Geschichte aus:

  • Der Zuschauer sieht oft Szenen außerhalb der Arena, beispielsweise ein Gespräch zwischen Präsident Snow und dem Spielmacher Seneca Crane. Dadurch hat der Zuschauer einen Wissensvorsprung vor Katniss, die viele der Informationen aus diesen Szenen, wenn überhaupt, erst im zweiten und dritten Band erfährt.
  • Der Aufstand in Distrikt 11 nach Rues Tod wird im Buch nicht thematisiert.
  • Im Buch erfährt Peeta, dass Katniss’ Gefühle in der Arena nur gespielt waren, im Film wird dies sehr subtil angedeutet.
  • Im Buch wird Peeta von einer Mutation am Bein schwer verletzt, sodass es ihm später amputiert werden muss, im Film gibt es diese Szene nicht.
  • Im Buch spiegeln die Mutationen die Identitäten der getöteten Tribute wider.
  • Im Buch ist das Füllhorn in der Arena ein eher traditionell gestaltetes, goldenes Füllhorn, im Film ist es ein aus gräulichem Metall bestehendes futuristisches Gebäude.
  • Im Buch bekommt Katniss die Spotttölpel-Brosche von Madge Undersee, der Tochter des Bürgermeisters, geschenkt. Im Film bekommt Katniss die Brosche von einer Frau auf dem Hob geschenkt. Madge Undersee tauchte nicht im Film auf.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Die dreiteilige Die-Tribute-von-Panem-Romanreihe soll in insgesamt vier Filmen erscheinen, wobei der dritte Teil, Flammender Zorn, in zwei Filme aufgeteilt wird.

Am 8. August 2011 teilte Lionsgate mit, dass es auch von Gefährliche Liebe, dem zweiten Band der Die-Tribute-von-Panem-Trilogie, eine Verfilmung geben würde. Das Veröffentlichungsdatum von Die Tribute von Panem – Catching Fire wurde auf den 22. November 2013 festgelegt.[23] Da die Drehbuchautoren Ross und Collins vom ersten Teil mit der Postproduktion des Films zu beschäftigt waren, um, wie eigentlich geplant, auch den zweiten Teil umzuschreiben, verhandelte Lionsgate im November 2011 mit dem Drehbuchautor Simon Beaufoy (bekannt für Slumdog Millionär und 127 Hours) die Bedingungen für eine Filmanpassung von Catching Fire. Ross sollte bei der Fortsetzung trotzdem noch Regie führen. Im Januar 2012 unterschrieben Ross und Beaufoy offiziell ihre Positionen als Regisseur beziehungsweise Drehbuchautor.[24]

Wie im April 2012 bekannt wurde, wird Gary Ross im zweiten Teil der Trilogie nicht Regie führen. Aufgrund von zu engen Zeitplänen könne er nicht den Film drehen, den er gern hätte.[25][26]

Woody Harrelson gab im November 2011 preis, dass er bereits für alle vier Filme unterschrieben hat.[27] The Hollywood Reporter berichtete, dass auch Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson und Liam Hemsworth für die komplette Filmreihe unterschrieben haben.

Die Dreharbeiten für den zweiten Film begannen am 11. September 2012 in Atlanta und wurden am 21. Dezember 2012 beendet.[28][29] Im Vorfeld hatte es Terminprobleme mit der ursprünglich für Herbst 2012 geplanten Fortsetzung von X-Men: Erste Entscheidung gegeben, in der Jennifer Lawrence ebenfalls zu sehen ist.[30][31]

Trivia[Bearbeiten]

Unter der Regie von Aaron Seltzer und Jason Friedberg entstand 2013 die Parodie The Starving Games. Der Film kam im Januar 2014 mit dem Titel Die Pute von Panem – The Starving Games in die deutschen Kinos.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die Tribute von Panem – The Hunger Games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 25. März 2012
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission, abgerufen am 30. März 2012
  3. Deutschland-Premiere
  4. a b Dreharbeiten von Die Tribute von Panem erfolgreich abgeschlossen
  5. 9 Untold Secrets of the High Stakes 'Hunger Games'
  6. 'Hunger Games': Jennifer Lawrence, Saoirse Ronan, Chloe Moretz, Emma Roberts, and more up for Katniss -- EXCLUSIVE
  7. Exclusive: Jennifer Lawrence Gets Lead Role in 'The Hunger Games'
  8. 'Hunger Games': Is Jennifer Lawrence the Katniss of your dreams?
  9. Borys Kit: Jennifer Lawrence’s Very Good Problem: Two Franchises, Too Little Time, The Hollywood Reporter, 15. März 2012, Zugriff am 9. April 2012
  10. Lionsgate Testing Actors to Star in 'Hunger Games' Opposite Jennifer Lawrence (Exclusive)
  11. Internet Movie Database
  12. http://joico.de/hauptrolle-in-die-tribute-von-panem-fuer-joico
  13. a b c The Hunger Games. In: Box Office Mojo. IMDb.com, Inc., abgerufen am 10. März 2013.
  14. http://boxofficemojo.com/alltime/weekends/
  15. All Time Worldwide Box Office Grosses. In: BoxOfficeMojo.com. Abgerufen am 3. Februar 2014.
  16. The Hunger Games (2012). Rotten Tomatoes, abgerufen am 28. November 2013 (englisch).
  17. „Twilight“ ausgedämmert – jetzt kommen die Teen-Gladiatoren, abgerufen am 22. März 2012
  18. Der Hype um die „Hungerspiele“, abgerufen am 23. März 2012
  19. „Hunger Games“: Die Göttin des Gemetzels, abgerufen am 22. März 2012
  20. dradio.de, abgerufen am 21. März 2012
  21. Die Kino-Kritiker: «Die Tribute von Panem», abgerufen am 25. März 2012
  22. Die Tribute von Panem: The Hunger Games – Review, abgerufen am 25. März 2012
  23. Joshua L Weinstein: The Hunger Games Sequel Set for 2013 Release. In: The Wrap. 8. August 2011. Abgerufen am 15. August 2011.
  24. Kevin. P Sullivan: 'Hunger Games' Sequel Recruits Writer Simon Beaufoy 'Slumdog Millionaire' scribe takes over 'Catching Fire.'. MTV. 17. Januar 2012. Abgerufen am 19. Januar 2012.
  25. http://www.blairwitch.de/news/catching-fire-tribute-von-panem-fortsetzung-22401/
  26. Weekly Ketchup: Doctor Who returns to the big screen. Rotten Tomatoes. 18. November 2011. Abgerufen am 19. November 2011.
  27. David Robert: Woody Harrelson Talks 'Hunger Games'. MTV. 18. November 2011. Abgerufen am 30. Dezember 2011.
  28. Photo: Jena Malone Arrives in Atlanta for ‘Catching Fire’, abgerufen am 10. September 2012
  29. Der „Catching Fire“-Dreh ist abgeschlossen
  30. Kim Masters: 'X-Men' Sequel to Shoot in January, Avoiding Conflict for 'Hunger Games' Star Jennifer Lawrence, hollywoodreporter.com, 5. April 2012, Zugriff am 9. April 2012
  31. Catching Fire in der Internet Movie Database (englisch), Zugriff am 9. April 2012