Die Unbestechlichen (1976)

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Die Unbestechlichen ist eine Film-Adaption des Buches Die Watergate-Affäre (Originaltitel: All the President’s Men) von Carl Bernstein und Bob Woodward aus dem Jahre 1976. William Goldman schrieb das Drehbuch nach dem Tatsachenbericht über den Polit-Skandal für Regisseur Alan J. Pakula. Zusammen mit Klute (1971) und Zeuge einer Verschwörung (1974) bildet Die Unbestechlichen die sogenannte „Paranoia-Trilogie“ in Pakulas Werk.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beschreibt die mehrjährigen Recherchen der Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward von der Washington Post seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 1972. Sie deckten auf, dass Mitarbeiter des Weißen Hauses das Wahlkampfbüro der oppositionellen Demokratischen Partei abhören wollten, was schließlich zum Rücktritt des US-Präsidenten Richard Nixon führte. Dabei trifft sich Woodward öfter mit einem geheimnisvollen Informanten, der nur unter dem Decknamen Deep Throat genannt wird.

Erfolg[Bearbeiten]

Der acht Millionen Dollar teure Film spielte allein in den USA 70 Millionen Dollar ein. Unter anderem wurde Die Unbestechlichen für acht Oscars, vier Golden Globes und zehn British Academy Film Awards nominiert und ging bei der Oscarverleihung 1977 in vier Oscar-Kategorien als Sieger hervor. Ende 2010 wurde der Film in das National Film Registry der US-Kongressbibliothek aufgenommen. Die Begründung: Es sei das seltene Beispiel, dass ein Bucherfolg in einen Kinohit und ein Kulturphänomen übertragen wurde.

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1976.[1][2]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Bob Woodward Robert Redford Rolf Schult
Carl Bernstein Dustin Hoffman Manfred Schott
Harry M. Rosenfeld Jack Warden Edgar Ott
Ben Bradlee Jason Robards Gottfried Kramer
Howard Simons Martin Balsam Martin Hirthe
Judy Hoback Jane Alexander Hallgard Bruckhaus
„Deep Throat“ Hal Holbrook Lothar Blumhagen
Donald Segretti Robert Walden Wilfried Herbst
Martin Dardis Ned Beatty Heinz-Theo Branding
Hugh Sloan Stephen Collins Thomas Danneberg
Joe, FBI-Agent Jess Osuna Joachim Cadenbach
  • Harry M. Rosenfeld (* 1929) und Howard Simons (1929–1989) waren wie Benjamin "Ben" Bradlee (* 1921) Chefs oder leitende Redakteure bei The Washington Post.
  • Judy Hoback arbeitete als “bookkeeper” für das committee to re-elect President Nixon.
  • Martin Dardis, Florida, ein prosecutor bzw. general attorney
  • Vgl. die englischsprachige Wikipedia: Harry M. Rosenfeld, Howard Simons und Martin Dardis.
  • Deep Throat: Es wurde erst 2005 bekannt, dass Mark Felt der bedeutende Informant in der Watergate-Affäre war.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Lexikon des Internationalen Films: Zwei amerikanische Journalisten, die hartnäckig, gegen starke Widerstände, eine zunächst vage Spur verfolgen, decken ein Komplott in höchsten Regierungskreisen auf. Kriminalfilm auf dem Hintergrund des authentischen Watergate-Skandals, der zum Sturz des Präsidenten Nixon führte. Spannend, ausgezeichnet gespielt: Ein Politthriller von hoher Qualität.
  • Die Zeit 1976: Pakula gelingt es erstaunlicherweise, aus sattsam bekannten Details und unter Verzicht auf jegliche Dramatisierung einen spannenden Film zu machen, der viel über amerikanisches Selbstverständnis und Presseverständnis aussagt. Pakulas Handikap: Allzuoft artet sein Film in Telephonorgien aus, die dem Talent seiner Stars nicht sehr viel Raum lassen.[3]

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten]

Oscar

Auszeichnungen

  • Bestes adaptiertes Drehbuch: William Goldman
  • Bester Nebendarsteller: Jason Robards
  • Bester Ton: Arthur Piantadosi, Les Fresholtz, Rick Alexander, James E. Webb
  • Bestes Szenenbild: George Jenkins, George Gaines

Nominierungen

  • Bester Film: Walter Coblenz
  • Beste Regie: Alan J. Pakula
  • Beste Nebendarstellerin: Jane Alexander
  • Bester Schnitt: Robert L. Wolfe

Writers Guild of America

  • Bestes adaptiertes Drehbuch: William Goldman

New York Film Critics Circle Awards

  • Bester Film
  • Beste Regie: Alan J. Pakula
  • Bester Nebendarsteller: Jason Robards

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 369–370
  2. Die Unbestechlichen in der Deutschen Synchronkartei
  3. Chaplin, Kinder, Buffalo Bill. In: Die Zeit, Nr. 29/1976