Die Untersuchung

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Dieser Artikel behandelt den Kriminalroman von Stanisław Lem. Zur Verfilmung aus dem Jahr 1974 siehe Die Untersuchung (Film).

Die Untersuchung ist einer der wenigen Kriminalromane, die der in erster Linie durch seine Science-Fiction-Romane bekanntgewordene Schriftsteller Stanisław Lem geschrieben hat. Das Buch, in Lems früher literarischer Phase entstanden (1957/58), enthält jedoch bereits wesentliche Stilelemente Lems. Es bettet philosophische, erkenntnistheoretische und wissenschaftliche Fragestellungen in den Handlungsplot einer Kriminalgeschichte ein und erweitert das Umfeld eines scheinbar konventionellen Krimis, samt Inspektor und nüchterner Spurensuche, um Aspekte der statistischen Phänomenologie und kafkaesken Phantastik. Der Protagonist ist ein streng rational denkender Kriminologe, der mit einem Kriminalfall betraut wird, der mit Logik offenbar nicht zu lösen ist.

Handlung[Bearbeiten]

Auf mehreren Friedhöfen in England verschwinden auf unerklärliche Weise Leichen vor ihrer Beerdigung, um an anderer Stelle unerwartet wieder aufzutauchen. Die Indizien deuten auf kurzzeitige Wiederauferstehungen hin, obwohl das aus medizinischer Sicht selbstverständlich ausgeschlossen wird. Ein junger Kriminalpolizist soll die seltsamen Vorgänge aufklären, von denen nicht einmal klar ist, ob es sich bei ihnen überhaupt um Verbrechen handelt, die strafrechtlich verfolgt werden können. Er verstrickt sich dabei zusehends in seine konfusen Ideen und Erklärungsversuche. Ihm wird ein geheimnisvoller Statistikexperte zur Seite gestellt, der mit Hilfe der Mathematik eigene äußerst obskure Theorien entwickelt.

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Stanisław Lem: Śledztwo. Wydawnictwo Ministerstwa Obrony Narodowej, Warszawa 1959
  • Stanisław Lem: Die Untersuchung. (Deutsche Übersetzung von Jens Reuter und Hans Juergen Mayer) Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1975

Verfilmungen[Bearbeiten]