Die Witwe von Saint-Pierre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Witwe von Saint-Pierre
Originaltitel La Veuve de Saint-Pierre
Produktionsland Frankreich, Kanada
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Patrice Leconte
Drehbuch Claude Faraldo, Patrice Leconte
Produktion Frédéric Brillion
Gilles Legrand
Musik Pascal Estève
Kamera Eduardo Serra
Schnitt Joëlle Hache
Besetzung

Die Witwe von Saint-Pierre (La veuve de Saint-Pierre) ist ein französisch-kanadisches Drama aus dem Jahr 2000.

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 1850 wartet der wegen Mordes zum Tod durch die Guillotine verurteilte Neel Auguste in Saint-Pierre auf seine Hinrichtung. Auf der kleinen französischen Insel vor Neufundland findet sich jedoch weder eine Guillotine noch ein Scharfrichter. Der Gefangene muss deshalb in einer Gefängniszelle auf seine Hinrichtung warten. Madame La, die Frau des militärischen Befehlshabers, nimmt sich jedoch des Gefangenen an. Zunächst pflegt Auguste die Pflanzen von Madame La in einem Gewächshaus, das sich im Innenhof des Gefängnisses befindet. Schließlich erhält er sogar Freigang. Fortan macht sich Auguste als Begleiter von Madame La durch allerlei Hilfsarbeiten auf der Insel beliebt. Das Bild des kaltherzigen, verurteilten Mörders will einfach nicht zu dem Mann passen, der Blumen pflegt und lesen lernt.

Der Gouverneur und seine Schergen versuchen jedoch immer wieder, den Kapitän davon zu überzeugen, den Verurteilten einzusperren und genauer dem Gesetz zu folgen. Der Kapitän, militärischer Befehlshaber der Insel, widersetzt sich diesen Forderungen; er kann seiner Frau keinen Wunsch abschlagen. Nach mehreren Monaten trifft schließlich per Schiff eine auf der Insel Martinique ausgemusterte Guillotine ein. Ein neuer Bewohner der Insel erklärt sich aufgrund finanzieller Anreize bereit, das Amt des Scharfrichters zu übernehmen. Da Auguste eine Inselbewohnerin geschwängert hat und Geld benötigt, verdingt er sich als Ruderer, um das eingetroffene Schiff zusammen mit anderen in den Inselhafen zu schleppen. Eine von Madame La angebotene Fluchtmöglichkeit nach Neufundland lehnt Auguste ab.

Der Kapitän verweigert dem Gouverneur den militärischen Schutz der nun möglichen Exekution. Nach dem Eintreffen eines französischen Kriegsschiffes wird der Kapitän seines Amtes enthoben und des Aufruhrs beschuldigt. Er und seine Frau verlassen mit dem Kriegsschiff die Insel. Auguste wird durch den Scharfrichter, der bald danach unter mysteriösen Umständen von der Insel verschwindet, enthauptet. Die herbeigeschaffte Guillotine erweist sich dabei als zu stumpf, so dass Auguste mit der Axt getötet werden muss. Der Kapitän wird vor einem Militärgericht zum Tode durch Erschießen verurteilt und hingerichtet. Madame La bleibt als Witwe zurück.

Einzelheiten[Bearbeiten]

Die Guillotine wird im französischen Volksmund auch Witwe (veuve) genannt.

Der Film ist nicht in deutschen Kinos gelaufen.

Weblinks[Bearbeiten]