Die Wut über den verlorenen Groschen

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Die sog. „Wut über den verlorenen Groschen“ ist der Populärname eines Klavierwerks von Ludwig van Beethoven. Der Originaltitel ist „Alla Ingharese quasi un Capriccio“.

Es ist das bekannteste von Beethovens vier Rondos. Die Aufführungsdauer liegt zwischen sechs und knapp sieben Minuten.

Der Untertitel „Wuth über den verlornen Groschen ausgetobt in einer Kaprize“ stammt nicht von Beethoven, sondern wurde vermutlich von Beethovens Sekretär und Biographen Anton Schindler hinzugefügt. Und man kann auch durchaus die beiden Motive des Rondo-Themas – den aufsteigenden Dreiklang und die nachfolgende schnelle Sechzehntelbewegung – als Hüpfen und Kreiseln des Groschens und die sich wiederholenden Akkorde der linken Hand als „wütende“ Begleitung interpretieren.

Die originale Bezeichnung „alla ingharese“, also „auf ungarische Art“, bezieht sich auf die Lebhaftigkeit, das Temperament und „quasi un capriccio“, also „wie ein Capriccio“, meint die Launenhaftigkeit und Eigenwilligkeit, mit der die Motive kombiniert, modifiziert und überraschend in unerwartete Tonarten versetzt werden, jedoch so, dass sie immer in ihrer grundlegenden Gestalt erkennbar bleiben und sich, wie es sich für ein Rondo gehört, zwischendurch wieder in ihrer Ausgangsgestalt zeigen.

Obwohl dieses G-Dur-Rondo die Opuszahl 129 trägt, ist es kein spätes Werk. Skizzenblätter stammen aus den Jahren 1795 bis 1798, Beethoven war also etwa 25 Jahre alt, als er dieses bis heute populäre Virtuosenstück komponierte.

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