Die Zitadelle

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Zitadelle
Originaltitel The Citadel
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1938
Länge 110 Minuten
Stab
Regie King Vidor
Drehbuch Ian Dalrymple
Frank Wead
Elizabeth Hill
Produktion Victor Saville
Musik Louis Levy
Kamera Harry Stradling Sr.
Schnitt Charles Frend
Besetzung

Die Zitadelle ist ein britischer Spielfilm aus dem Jahre 1938. Es ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von A. J. Cronin. Der Film wurde von dem US-amerikanischen Filmstudio MGM in Großbritannien produziert. Der Film wurde von der New York Times auf die Liste der 1000 besten Filme aller Zeiten gesetzt. 1984 wurde der Stoff auch in Form einer zehnteiligen US-britischen Fernsehserie verfilmt.

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Andrew Manson ist Arzt in einer kleinen walisischen Bergarbeiterstadt. Seine Patienten sind arm und leiden vor allem unter einer grassierenden Tuberkulose. Damit ist nicht viel Geld zu verdienen und Manson träumt von einem besseren Leben für sich und seine Frau Christine. Christine ist jedoch stolz auf ihren Mann, der sich für die Armen aufopfert. Dennoch beschließt er eine Praxis in London zu eröffnen. Die Praxis läuft anfangs nicht gut, doch ein Freund zeigt ihm, mit welchen Patienten er schnell zu Reichtum gelangt. Affektierte Hypochonder gehören nun zu seinem Kundenkreis und der Lebensstandard seiner Familie wird schnell ein besserer. Nur seine Frau kann sich nicht damit anfreunden, auf Basis der Gelder dieser Menschen zu leben. Auch der Freundeskreis Mansons verändert sich. Seine alten Freunde wenden sich von ihm ab.

Kritiken[Bearbeiten]

„Verfilmung des teilweise autobiografischen Romans von A. J. Cronin, der auf den Zusammenhang zwischen ärztlichem Berufsethos und Milieueinfluß hinweist. Der Film kontrastiert diese Wechselwirkung an den Stationen einer Arztpraxis bei Bergwerksarbeitern und der High-Society, wo der Arzt beruflich korrumpiert wird. In der zeitkritischen Vorlage überholt, aber im Kern des Berufsproblems noch immer gültig. Der realistische Regiestil wirkt durch den zeitlichen Abstand eher distanzierend.“

Lexikon des internationalen Films

„Ein kraftvoll zupackender Film, der vor allem wegen seiner feinfühligen und genauen Milieubeschreibung des Kohlenreviers Beachtung und Interesse verdient. Empfehlenswert ab 16 Jahren.“

Evangelischer Filmbeobachter (Kritik Nr. 211/1966)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt vier Oscarnominierungen, ging bei der Oscarverleihung 1939 jedoch leer aus. Der Film war in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Regie und Bestes Drehbuch nominiert.

Weitere Preise: National Board of Review Award/Bester Film und New York Film Critics Circle Award/Bester Film

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]