Die beste aller möglichen Welten

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Das Postulat, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, ist Teil des größeren philosophischen Arguments des 17. Jahrhunderts, demzufolge Gott mit dem Kosmos nichts Geringeres als eben die beste unter allen möglichen Welten hervorbringen konnte. Er wäre andernfalls nicht Gott gewesen, das vollkommene Wesen. Die Argumentation fällt in ein Gefüge mit ihr verbundener logischer Überlegungen, die im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts mit Erfolg (und einkalkuliert paradoxen Ergebnissen) Kernfragen der Religion auf das Gebiet der philosophischen Debatte hinüberzogen.

Maßgebliche Schriften zum Theorem der besten aller möglichen Welten wurden Gottfried Wilhelm LeibnizTheodizee (1710), Anthony Ashley-Coopers Inquiry Concerning Virtue or Merit (1699), wiederabgedruckt als Treatise IV der Characteristicks of Men, Manners, Opinions, Times (London, 1711), Alexander Popes Essay on Man (1734) und als kritische Replik auf die Debatte Voltaires Candide, ou l’optimisme (Minden, l’An de Grâce 1759).

Leibniz’ Kurzschrift Die beste aller möglichen Welten wurde von Wilhelm Ludwig Wekhrlin aufgegriffen und als Monolog einer Milbe im siebenten Stock eines Edamerkäses persifliert; dabei handelt es sich um eine kritische Auseinandersetzung im Stil einer Satire.

Siehe auch: Theodizee, Optimismus

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