Die blauen Nasen

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Die russische Künstlergruppe Die blauen Nasen (russisch Синие носы/ Sinije nossy) wurde von den beiden aus Sibirien stammenden Künstlern Alexander Schaburow und Wjatscheslaw Misin während einer Silvesterfeier 1999 in Moskau gegründet. In den ersten Arbeiten machten sie sich über das Klischee des russischen Künstlers lustig „als einen angetrunkenen Menschen, mit einer Mütze über den Ohren, mit einem Beil in der Hand und einem Pinsel in der anderen.“

Mitglieder von „Die blauen Nasen“[Bearbeiten]

  • Alexander Schaburow (* 1962)
  • Wjatscheslaw Misin (* 1965)

Geschichte von „Die blauen Nasen“[Bearbeiten]

Die blauen Nasen parodieren mit Vorliebe die „Dreifaltigkeit der heutigen russischen Gesellschaft“ – bestehend aus Puschkin, der orthodoxen Kirche und Präsident Wladimir Putin. Wobei mit Puschkin sowohl der russische Nationaldichter als auch gleichnamige Wodka gemeint sein könnte.

Ihre neueren absurden Inszenierungen mit beißendem Spott gegen Kirche und Regierung werden von der russisch-orthodoxen Kirche und den russischen Behörden immer wieder zensiert, gerade weil ihre Kunst „von allen verstanden werden soll, nicht nur von dem kleinen Kreis innerhalb der Kunstszene.“

So soll der russische Zoll sechs Bilder der sibirischen Künstlergruppe zurückbehalten haben, welche an der Ausstellung „Learning from Moscow“ in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt werden sollten.[1]. Der Zoll dementierte diese Nachricht jedoch: bei der verantwortlichen Moskauer Zolldienststelle sei überhaupt kein Antrag für die Ausfuhr der betreffenden Bilder gestellt worden.[2]

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Moskauer Zoll-Zensur. In: Der Spiegel. Nr. 22, 2007, S. 147 (online).
  2. Pressemitteilung des russischen Zolls (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]