Die blauen Panther

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Die blauen Panther (La Patrouille des Castors) ist eine zwischen 1954 und 1993 erschienene frankobelgische Comicserie.

Handlung[Bearbeiten]

Eine Gruppe Pfadfinder erlebt spannende Abenteuer bei ihren Zeltlagern. Handlungsorte sind zunächst Belgien und Frankreich. Spätere Reisen führt sie auch in ferne Gebiete wie Indien, Afrika oder Asien. Die blaue Panther bestehen aus fünf tapferen Jungen, deren Übernamen gewisse Charaktereigenschaften zugeordnet sind.

  • Mustang: der Chef, der immer einen klaren Kopf behält
  • Kater: der listenreiche Draufgänger, der mit der Zeit zum zweiten Anführer wird
  • Falke: der scharfsinniger Denker
  • Büffel: der dicke, faule, lustige und ungeschickte Zeitgenosse
  • Mücke: der Jüngste, das Nesthäkchen

Hintergrund[Bearbeiten]

MiTacq entwickelte die Serie nach einem Entwurf von Jean-Jacques Schellens. Nachdem Dupuis die Idee akzeptierte hatte, riet ihm Georges Troisfontaines auf den bewährten Autor Jean-Michel Charlier zurückzugreifen. Die Pfadfindergruppe bestand ursprünglich aus sechs Mitgliedern. Charlier ließ den Jungen mit dem Übernamen Hase ab der dritten Episode weg. In Le trophée de Rochecombe wurde MiTacq auf acht Seiten (4-11) von Eddy Paape unterstützt. Die blaue Uniform wurde 1965 in L’autobus hanté durch eine rotes Hemd und braune Hosen ersetzt. Zwischen 1967 und 1971 kam es zu einer Unterbrechung, da Charlier aus Zeitgründen keine Geschichten mehr liefern konnte. Charlier verließ die Serie nach 22 Geschichten. MiTacq fuhr bis zu seinem Tod alleine fort. Die Texte zu Le calvaire du mort pendu und Torrents sur Mésin stammten von Marc Wasterlain.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Die Serie erschien zwischen 1954 und 1993 in Spirou und wurde von Dupuis in Albenform und später in der Reihe Tout MiTacq als Gesamtausgabe veröffentlicht. Eine erneute Gesamtausgabe startete Dupuis 2011. Erstmals auf Deutsch erschien die Serie zwischen 1958 und 1961 in Der heitere Fridolin. Bastei veröffentlichte die von Jean-Michel Charlier geschriebenen Geschichten in den Jahren 1980 und 1981 als eigenständige Serie.

Geschichten[Bearbeiten]

  • 1954–1955: Das Geheimnis der verbotenen Ruine (Le mystère de Grosbois, Spirou, 44 Seiten)
  • 1955–1956: Die Küste der Piraten (Le disparu de Ker-Aven, Spirou, 44 Seiten)
  • 1956: Ein Verräter spielt falsch (L’inconnu de la villa mystère, Spirou, 44 Seiten)
  • 1956–1957: Der Herr des Dschungels (Sur la piste de Mowgli, Spirou, 44 Seiten)
  • 1957: Die Gefangenen des Eismeeres (La bouteille à la mer, Spirou, 44 Seiten)
  • 1958: Rettung aus der Flammenhölle (Le trophée de Rochecombe, Spirou, 44 Seiten)
  • 1959: Der Fluch des verborgenen Berges (Le secret des monts tabou, Spirou, 44 Seiten)
  • 1959–1960: Der lautlose Jäger (Le hameau englouti, Spirou, 44 Seiten)
  • 1960: Eine Falle für Spione (Le traître sans visage, Spirou, 39 Seiten)
  • 1961–1962: Blindflug ins Verderben (Le signe indien, Spirou, 44 Seiten)
  • 1962–1963: Die Straße der Diebe (Les loups écarlates, Spirou, 43 Seiten)
  • 1963: Der geheimnisvolle Jäger (Menace en Camargue, Spirou, 44 Seiten)
  • 1964: Überfall im Königswald (La couronne cachée, Spirou, 44 Seiten)
  • 1964–1965: Der Schatz im Krater-See (Le chaudron du diable, Spirou, 44 Seiten)
  • 1965: Die Söhne der Wüste (L’autobus hanté, Spirou, 44 Seiten)
  • 1966–1967: Im Schatten des Unheimlichen (Le fantôme, Spirou, 44 Seiten)
  • 1971: Der Zauberer aus dem Regenwald (Le pays de la mort, Spirou, 44 Seiten)
  • 1972: Notlandung in der grünen Hölle (Les démons de la nuit, Spirou, 45 Seiten)
  • 1973–1974: Der Wolfshexer (Vingt milliards sous la terre, Spirou, 46 Seiten)
  • 1975–1976: Angriff aus der Unterwelt (El Demonio, Spirou, 44 Seiten)
  • 1978: Im Meer der tausend Stürme (Passeport pour le néant, Spirou, 44 Seiten)
  • 1979–1980: Hetzjagd auf den Schmuggler-König (Prisonniers du large, Spirou, 45 Seiten)
  • 1981: L’envers du décor (Spirou, 45 Seiten)
  • 1983: Souvenirs d’Elcasino (Spirou, 44 Seiten)
  • 1985: L’île du crabe (Spirou, 46 Seiten)
  • 1987: Blocus (Spirou, 46 Seiten)
  • 1988–1989: Le calvaire du mort pendu (Télémoustique, 46 Seiten)
  • 1990: Torrents sur Mésin (Spirou, 45 Seiten)
  • 1993: La pierre de foudre (Spirou, 46 Seiten)

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

Unabhängig von der Hauptserie erschienen in Risque-Tout drei Kurzgeschichten, die Jean-Michel Charlier für MiTacq schrieb. Die restlichen vier Kurzgeschichten stammten von MiTacq selber und wurden in Spirou veröffentlicht. Eine Besonderheit stellte der Zweiseiter Les totems dar, in denen MiTacq die fünf Pfadfinder entsprechend ihrer Übernamen als Mustang, Kater, Falke, Büffel und Mücke zeichnete. Alle Kurzgeschichten wurden 1984 im 25. Album zusammengefasst.

  • 1956: L'homme invisible (Risque-Tout, 4 Seiten)
  • 1956: Le gouffre du val d'enfer (Risque-Tout, 4 Seiten)
  • 1956: Les Castors à la rescousse (Risque-Tout, 4 Seiten)
  • 1974: Les totems (Spirou, 2 Seiten)
  • 1979: Vacances goutte à goutte (Spirou, 6 Seiten)
  • 1980: Le parrain (Spirou, 8 Seiten)
  • 1984: L’empreinte (Spirou, 16 Seiten)

Weblinks[Bearbeiten]