Die drei Ehen der Grand Sophy

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Die drei Ehen der Grand Sophy ist ein Roman von Georgette Heyer. Das Buch, das im Jahre 1816 in der Londoner Gesellschaft spielt, erschien im englischen Original unter dem Titel The Grand Sophy erstmals im Jahre 1950.

Handlung[Bearbeiten]

Sophia Stanton-Lacy ist eine 20-jährige Frau, die als Tochter eines verwitweten britischen Diplomaten sehr selbständig in verschiedenen Städten auf dem europäischen Kontinent aufgewachsen ist. Als ihr Vater eine Mission in Südamerika hat, schickt er sie zur Familie seiner Schwester Lady Ombersley nach London, damit sie dort in die Gesellschaft eingeführt wird und einen Ehemann findet. Im Haus der Familie Ombersley herrscht allerdings eine bedrückte Stimmung: Wegen der vielen Schulden von Lord Ombersley hat der älteste Sohn, Charles, der ein Vermögen von einem Onkel geerbt hat, das Heft in die Hand genommen. Im Gegensatz zu seinem leichtlebigen Vater ist er ein ernsthafter junger Mann, der sich zudem mit einer ebenso ernsthaften Frau, Eugenia Wraxton, verlobt hat.

Sophy, die sehr lebhaft und eigenständig ist, bringt das Leben im Hause Ombersley durcheinander. Besonders ihre Angewohnheit, eigenständige Entscheidungen zu treffen, bringt ihren Cousin Charles gegen sie auf, der in seiner Antipathie gegen Sophy von seiner sauertöpfischen Verlobten Eugenia unterstützt wird. So bedroht sie einen Geldverleiher mit ihrer Pistole, um ihn zur Herausgabe eines Rings zu zwingen, den ihr leichtsinniger Cousin Hubert, ein jüngerer Bruder von Charles, verpfändet hat. Ihr eigentliches Ziel ist jedoch, dass Hubert sich von selbst seinem Bruder anvertraut, was er dann auch von sich aus macht. Gegen den Willen von Charles kauft sie sich zudem ein hochgebautes Sport-Phaeton, da er der Meinung ist, dass ein solches Gefährt nichts für eine Frau sei. Unbegreiflich ist für ihn auch, dass sie den Einkauf von Pferden persönlich erledigen möchte und sich das Geld dafür selbst von der Bank holt, was sich für eine Dame der Gesellschaft nicht ziemt. Nach und nach muss er ihr jedoch Respekt zollen, da er erkennt, dass Sophy kein verwöhntes kleines Mädchen ist, sondern eine selbstbewusste und weltgewandte Frau, die sehr wohl weiß, was sie tut und kann und andere moralische Kriterien hat als bloße Konventionen.

Am Ende hat Sophy zu ihrer eigenen Zufriedenheit drei Ehen gestiftet: Ihre junge Cousine Cecilia erkennt, dass ihre Zuneigung zu dem armen Poeten Augustus Fawnhope nicht von Dauer ist und verliebt sich in den von der Familie bevorzugten Bewerber Lord Charlbury. Eugenia wird von Sophy mit dem hypochondrischen Lord Bromford verkuppelt, und sie selbst reicht ihrem Cousin Charles, der seinen Humor wieder entdeckt hat, die Hand zur Ehe.

Weblinks[Bearbeiten]