Die gelbe Hölle

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Filmdaten
Deutscher Titel Die gelbe Hölle
Originaltitel The Camp on Blood Island
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 77 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Val Guest
Drehbuch Jon Manchip White
Val Guest
Produktion Anthony Hinds
Musik Gerard Schurmann
Kamera Jack Asher
Schnitt Bill Lenny
Besetzung

Die gelbe Hölle (alternativ auch Die gelbe Hölle vom Kwai) ist ein britischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1958, den Val Guest für die Hammer Films inszenierte. Ein Zwischentitel in der Originalfassung weist darauf hin, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht.

Handlung[Bearbeiten]

Der Krieg im Pazifik neigt sich dem Ende zu. Der japanische Kommandant eines Kriegsgefangenenlagers auf Blood Island droht mit der Ermordung aller Gefangenen, sollte Japan kapitulieren. Tatsächlich kapituliert das Kaiserreich, die Nachricht erreicht jedoch nicht den Kommandanten. Über geheime Quellen erfahren die Gefangenen vom Ende des Krieges. Nun müssen sie verhindern, dass der Kommandant von der Kapitulation erfährt. Colonel Lambert, eine Art Anführer der Gefangenen, will die Kommunikationseinrichtungen des Lagers sabotieren.

Der autoritäre Lambert wird nicht von allen Gefangenen akzeptiert. Gegner seines fast schon diktatorischen Führungsstils sind u.a. der Diplomat Beattie, der Holländer van Elst und der Priester Anjou. Sie zwingen Lambert immer wieder dazu, seine mitunter unlogischen und fragwürdigen Entscheidungen zu rechtfertigen. Trotz aller Zwistigkeiten wird allen klar, dass es im Lager einen Verräter gibt.

Van Elst soll den Sabotageauftrag durchführen, während Anjou für die Weiterleitung von Nachrichten durch Codes zuständig ist. Als die Nachricht der Kapitulation den Kommandanten dann doch erreicht, erheben sich die Gefangenen gegen ihre Wächter. Es kommt zu einem blutigen Kampf. Als die Alliierten die Insel erreichen, finden sie nur ein paar wenige überlebende Gefangene und Japaner vor.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnet den Film als "im Äußeren eindrucksvoll realistisch inszenierter Kriegsfilm, dessen innere Konflikte jedoch zu knapp behandelt werden."[1]

Die Variety beklagte, dass der Film mehr Löcher aufweise als ein Fischernetz. Die Dialoge und die Situationen wurden unter der Prämisse erdacht, dass alle Japaner Ratten seien.[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde am 15. April 1958 in London uraufgeführt. In Deutschland kam er am 27. Februar 1959 in die Kinos.

Der Film ist einer der Produktionen der Hammer Films, die von Columbia Pictures finanziell unterstützt wurden. Die Daily Variety gab in ihrer Ausgabe im November 1958 an, dass die japanische Regierung einen Brief an Columbia Pictures geschickt habe, in dem die Darstellung der japanischen Offiziere kritisiert wurde.[3]

1964 produzierte Hammer Films mit Das Geheimnis der Blutinsel (The Secret of Blood Island) eine Fortsetzung. Auch hier spielte Barbara Shelley mit.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die gelbe Hölle im Lexikon des Internationalen Films
  2. Kritik der Variety (engl.)
  3. Angaben bei TCM (engl.)