Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik

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Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik ist eine Erzählung von Heinrich von Kleist. Sie wurde zuerst in den Berliner Abendblättern vom 15. und 16. November 1810 veröffentlicht, und zwar mit der Widmung „Zum Taufangebinde für Cäcilie M.“. Gemeint ist die Cäcilie Müller, die älteste Tochter von Adam Müller.

Inhalt[Bearbeiten]

Den historischen Hintergrund für die Erzählung bietet ein Bildersturm in den Niederlanden, bei dem radikale Calvinisten im August 1566 über 400 Kirchen verwüsteten.

Kleist beschreibt das Vorhaben von vier Brüdern aus Holland, als Bilderstürmer den Dom von Aachen zu verwüsten. Die Erzählung wird als Sage ausgegeben, da in der Erzählung ein Wunder, das im Aachener Dom im 16. Jahrhundert stattfand, beschrieben wird: trotz der Kenntnis über das Vorhaben der Bilderstürmer lassen die Nonnen nicht davon ab, das Fronleichnamfest im Dom zu feiern. Das Wunder besteht darin, dass die Brüder von der Musik derart bezaubert werden, dass sie von ihrem Vorhaben ablassen und die Kirche nicht verwüsten. Sie schwenken ins andere Extrem, denn sie werden extrem gläubig. Als die Mutter der vier Brüder später bei der Äbtissin nachfragt, erfährt sie, dass Schwester Antonia, die Kantorin der Nonnen, an diesem Tag unter Zeugen auf ihrem Zimmer war. Dem Glauben der Nonnen nach hatte die heilige Cäcilia, die Patronin der Kirchenmusik, statt der erkrankten Kantorin den Gottesdienst geleitet.