Die kleine Prinzessin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die kleine Prinzessin
Originaltitel The Little Princess
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1939
Länge ca. 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Walter Lang
Drehbuch Ethil Hill,
Walter Farris
Produktion Darryl F. Zanuck,
Gene Markey
für 20th Century Fox
Musik Charles Maxwell,
Cyril J. Mockridge,
Herbert W. Spencer,
Samuel Pokrass
Kamera Arthur C. Miller,
William V. Skall
Schnitt Louis R. Loeffler
Besetzung

Die kleine Prinzessin ist eine Literaturverfilmung aus dem Jahre 1939 nach dem Kinderbuch Sara, die kleine Prinzessin von Frances Hodgson Burnett. Kinderstar Shirley Temple spielt unter Regie von Walter Lang die Hauptrolle.

Handlung[Bearbeiten]

Der reiche Hauptmann Crewe soll im Zweiten Burenkrieg für Großbritannien dienen. Deshalb meldet er seine Tochter Sara mit ihrem Pony an der Mädchenschule von Miss Minchin an. Sie findet dort schnell Freunde, viele Schülerinnen, aber auch den jungen Lehrer Hamilton und die Dienerin Rose. Diese beiden werden im Verlaufe des Filmes ein Paar und heiraten. Sara hört außerdem gute Nachrichten aus dem Krieg und hofft, dass ihr Vater bald nach Hause kommt. Doch als Miss Minchin eine große Geburtstagsparty macht, trifft die Nachricht ein, dass Captain Crewe gestorben ist und sein Besitz konfisziert wurde. Nun muss Sarah selbst als Dienerin in der Schule arbeiten, wo sie einst Schülerin war. Gleichzeitig freundet sie sich mit dem Diener Ram Dass an.

Die Arbeit fällt Sara schwer und sie schleicht sich davon, Veteranenhospitäler aufzusuchen. Miss Minchin bemerkt Saras Weggang und verfolgt sie mit Hilfe der Polizei. Im Hospital trifft sie Queen Victoria, die veranlasst ihren Vater zu suchen. Zunächst findet man tatsächlich niemanden, doch auf der Flucht vor Miss Minchin rettet sich Sara in ein Zimmer, in dem ausgerechnet ihr Vater liegt. Dessen Identität war zuvor ungeklärt, da sein einziges Wort, das er sprach, "Sara" war. In der Schlussszene sieht man Sara, wie sie ihrem Vater stehen hilft, während Queen Victoria bei einer Parade vorüberzieht.

Hintergründe[Bearbeiten]

  • Der Film kostete insgesamt eine Million US-Dollar, was deutlich über dem angepeilten Budget lag. Es mussten z.B. noch Szenen nachgeschossen werden, was rund 300.000 Dollar kostete. Damit wurde es zum teuersten Film mit Shirley Temple überhaupt und ihrem gleichzeitig ersten Farbfilm.
  • Es gibt einige deutliche Unterschiede zum Roman: es wurden neue Charaktere und Ereignisse geschaffen und der Bezug zum Burenkrieg fehlt im Roman ebenso. Auch das Ende unterscheidet sich deutlich.
  • Der Film wurde gleichzeitig Shirley Temples letzter Erfolg. Der Film The Blue Bird versuchte sie im nächsten Jahr in der Rolle des ungezogenen Mädchens zu zeigen, was allerdings floppte. Gleichzeitig kam es zum Aufstieg von Judy Garland durch den Film Der Zauberer von Oz, in dem eigentlich Temple die Hauptrolle verkörpern sollte.
  • Da das Studio es versäumte, das Copyright zu erneuern, befindet sich der Film seit 1968 im Public Domain, so dass der Film legal heruntergeladen und angeschaut werden kann.

Rezeption[Bearbeiten]

Der Film erhielt gute Kritiken. Das Branchenblatt Variety hielt den Film für „zuckersüß“, aber nachdem man sich damit abgefunden hätte, wäre der Film durchweg akzeptabel.[1] Janet Maslin empfand den Film im Jahre 1983 als „charmant“. Sie zog als Fazit, dass das Ende zwar sehr vorhersehbar sei, aber ebenso berührend.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Variety.com: Review: ‘The Little Princess’
  2. The New York Times: The Little Princess

Weblinks[Bearbeiten]