Die kleinen Strolche

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Die kleinen Strolche (im Original Our Gang, auch bekannt als The Little Rascals oder Hal Roach’s Rascals) war eine langjährige US-amerikanische Kurzfilmserie über die Abenteuer einer Gruppe von Kindern.

Die vom Komödien-Filmproduzenten Hal Roach kreierte Serie wurde ab 1922 in dessen Studios produziert, zunächst in Form von stummen Kurzfilmen, ab 1929 dann mit Ton. Bis 1927 wurden die Filme von Pathé vertrieben, anschließend von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM). 1938 kaufte MGM die Rechte an der Serie und führte sie bis 1944 weiter. Insgesamt wurden über 220 Kurzfilme mit mehr als vierzig kindlichen Darstellern hergestellt. Außerdem entstand 1936 der Spielfilm General Spanky. Im amerikanischen Fernsehen wurden die 80 Tonfilme von Roach unter dem Titel The Little Rascals gesendet, da der Titel Our Gang unter dem Copyright von MGM steht. Im deutschen Fernsehen laufen Die kleinen Strolche seit 1967, wofür die Stummfilme teilweise neu zusammengeschnitten wurden.

Allgemeines zur Serie[Bearbeiten]

Die Serie ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Filmserien der Kinogeschichte. Während Kinder in Filmrollen häufig eingesetzt werden, um „schlaue“ oder altkluge Bemerkungen von sich zu geben, gelang es Hal Roach und seinem Regisseur Robert F. McGowan, ein natürlicheres Verhalten der Kinder einzufangen. Der Filmhistoriker Leonard Maltin hebt hervor, dass Our Gang die erste Serie war, in der Jungen, Mädchen, Schwarze und Weiße in einer Gruppe unter Gleichen agierten.

Während viele andere Serien mit und über Kinder in einer Fantasiewelt spielen – beispielsweise war bereits ab 1917 ein Kinder-Ensemble namens Sunset Kiddies in einer Serie von abendfüllenden Kinderbuch-Verfilmungen der Fox Studios aufgetreten – orientierte sich der Produzent und Regisseur Hal Roach am Alltagsleben: Viele der Kinder sind in den Filmen arm und müssen sich oft mit verwöhnten reichen Kindern, deren Eltern, rechthaberischen Erwachsenen und anderen Widrigkeiten auseinandersetzen. In einer Zeit, als die Diskriminierung nicht nur Farbiger alltäglich war, war es ungewöhnlich, dass die Jugendbande Rollen sowohl für farbige als auch weibliche Mitglieder in den Hauptrollen aufwies.

Chef-Regisseur Robert F. McGowan war bis 1933 für die Dreharbeiten zuständig. Er wurde von seinem Neffen Anthony Mack unterstützt. Sein Erfolg lag darin, einen Stil zu entwickeln, der die Natürlichkeit der jugendlichen Darsteller nicht unterdrückte und nicht den Arbeitsgewohnheiten der Filmbranche unterordnete. Die Geschichten wurden von der Comedy-Abteilung des Hal-Roach-Studios geschrieben, zu der auch Frank Capra, Leo McCarey, Walter Lantz und Frank Tashlin gehörten. Die Kinder waren oftmals noch zu jung, um schon Drehbücher lesen zu können und wurden manchmal per Megafon in ihren teils improvisierten Handlungen dirigiert. Dies änderte sich mit Aufkommen des Tonfilms: Die Regisseure Gus Meins und Gordon Douglas gingen geradliniger und mit weit weniger Improvisationen an die Verfilmungen, erst recht, als Hal Roach gezwungen war, die Geschichten von 20-Minuten- (Zweiakter, bestehend aus zwei Filmrollen) auf 10-Minuten-Vorfilme (Einakter, eine Filmrolle) zu kürzen.

Die Darsteller wurden, wenn sie zu alt geworden waren, gegen neue Gesichter ausgetauscht, die unter den Kindern aus dem Großraum Los Angeles ausgewählt wurden. Talent-Scouts veranstalteten teilweise nationale Wettbewerbe, an denen Tausende von Kindern für nur eine einzige freie Rolle teilnahmen (oft angetrieben von den Eltern). Norman „Chubby“ Chaney, der Joe Cobb ersetzte, Matthew „Stymie“ Beard, der nach und nach Allen „Farina“ Hoskins ersetzte und Billie „Buckwheat“ Thomas, der wiederum Matthew Beard ersetzte, waren Gewinner größerer Wettbewerbe. Das Studio wurde dabei auch außerhalb der Wettbewerbe mit Anfragen von Eltern bombardiert, die ihre Kinder in den Filmen sehen wollten.

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Laut Hal Roach kam ihm die Idee zur Serie 1921, als er eine Kinderdarstellerin für einen seiner Filme begutachtete. Seiner Meinung nach war das Mädchen überschminkt und bei den Proben überansprucht worden. Nach der Probe sah Roach aus dem Fenster und bemerkte in einem Holzhof auf der anderen Straßenseite einige Kinder, die in Streit geraten waren. Die Kinder hatten sich alle mit Holzstöcken aus dem Hof bewaffnet und das kleinste Kind hatte sich den größten Stock ausgesucht. Die großen Kinder versuchten es zu überreden, den Stock an den größten Jungen abzugeben. Nach etwa 15-minütiger Betrachtung der Szene dachte sich Roach, dass Kinder, die ganz wie sie selbst agieren, eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Filmserie abgeben könnten. Allerdings hatte sein Rivale Mack Sennett bereits einige Jahre zuvor mehrere Kurzfilme um die heute vergessenen Keystone Kids produziert, die sich ebenfalls den Erlebnissen einer Kinderbande gewidmet hatten.

Unter der Aufsicht von Charles Parrott (besser bekannt als Charley Chase) begann dann die Arbeit am ersten Zweiakter einer „Kids-and-Pets“-Serie (Kinder und Tiere), die später im selben Jahr in Hal Roach's Rascals umbenannt wurde. Fred C. Newmeyer, der Regisseur Harold Lloyds, war zuständig für die erste Version des Pilotfilms mit dem Titel Our Gang. Aber Roach verwarf dessen Umsetzung und beauftragte den früheren Feuerwehrmann Robert F. McGowan mit neuen Dreharbeiten. Der Kurzfilm wurde in verschiedenen Kinos um Hollywood herum getestet und erlebte große Zustimmung, auch bei der Presse, die mehr „Our-Gang-Komödien“ forderte. Die Bezeichnung Our Gang entwickelte sich schließlich zum bekannteren Titel für die Serie, die auf den Eintrittskarten als „Our Gang Comedies: Hal Roach presents His Rascals in…“ angekündigt wurde. Offiziell waren beide Namen bis 1932 in Gebrauch, Our Gang und Hal Roach's Rascals. Danach wurde die Serie unter Our Gang allein weitergeführt.

Die erste Besetzung der Serie entsprang den Vorschlägen der Studio-Mitarbeiter: Ernie Morrison (Künstlername „Sunshine Sammy“) hatte bereits in Filmen anderer Roach-Komiker mitgewirkt, Mary Kornman war die Tochter von Roachs Standfotograf Gene Kornman, Mickey Daniels, Allen „Farina“ Hoskins, Jack Davis, Jackie Condon und Joe Cobb waren Kinder von Freunden. Die meisten der frühen Filmaufnahmen entstanden vor Ort im Außengelände, und auch einige Tiere nahmen an den Aufnahmen teil, so z. B. Dinah, das Maultier.

Am 10. September 1922 veröffentlichte Roachs Verleiher Pathé als ersten Film den Titel One Terrible Day, der als vierter gedreht worden war: Die Gang stellt die Wohltätigkeits-Party einer versnobten und bigotten alten Dame aus der High Society auf den Kopf. Die Serie war von Anfang an ein Erfolg und am Ende der Dekade fanden sich die Darsteller aus Our Gang auf vielen Zusatzprodukten abgebildet (ein frühes Merchandising).

Die „Ur-Gang“[Bearbeiten]

Mittelpunkt der Serie war ursprünglich der farbige Ernie (Ernie Morrison), um den herum sich die Geschichten entwickelten. In der Frühphase der Serie (1922) wechselten die Rollennamen der Kinder von Folge zu Folge, so agierte Ernie u.a. als Booker T. Bacon. Auch (teils vermenschlichte) Tiere standen noch weit mehr im Mittelpunkt als später, bekamen dann aber schnell eine eigene Kurzfilmreihe namens Dippy Doo Dads. Bereits Ende des ersten Jahres rückte der sommersprossige Mickie bzw. Mickey (Mickey Daniels) als Anführer der Gang in den Mittelpunkt und Morrison verließ die Serie Mitte 1924. Weitere wichtige Mitglieder der Anfangszeit waren die liebreizende Mary (Mary Kornman), der übergewichtige Joe (Joe Cobb), der eigenwillig frisierte Jackie (Jackie Condon) und der/die kleinste im Bunde, Farina (Allen Hoskins).

Farina, über dessen Geschlecht in den Stummfilmen Unklarheit herrschte, entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling und ihr/sein Darsteller Allen Hoskins zum populärsten schwarzen Kinderstar der 1920er Jahre überhaupt. Dies schlug sich auch in seiner Gage nieder, die höher als die der anderen Kinder war. Die beiden ältesten im Bunde, Mickey und Mary, wurden als „romantisches Pärchen“ oft zusammen eingesetzt. In der ebenfalls von Roach produzierten Teenager-Serie The Boy Friends spielten Mickey Daniels und Mary Kornman später abermals zusammen.

Übergangsphase und Verleihwechsel[Bearbeiten]

Nachdem Daniels und Kornman zu alt geworden waren und die Serie verlassen hatten, gab es von 1927 bis in die frühe Tonfilmzeit Schwierigkeiten, an den bisherigen Standard anzuknüpfen. Es fehlte ein überzeugender Anführer der Gang und auch Regisseur McGowan war oft krank. Er übergab den Regiestuhl zeitweise an seinen Neffen Robert A. McGowan, der in den Film-Credits als Anthony Mack auftauchte und dessen Regiearbeiten gemeinhin als weniger erfolgreich angesehen werden. Neue Gesichter tauchten bei den Kindern auf, 1927 Jean Darling, Bobby „Wheezer“ Hutchins und Harry Spear, 1928 Mary Ann Jackson. Zusammengehalten wurden die Geschichten von den weiterhin mitspielenden Farina und Joe sowie einem Neuzugang auf vier Pfoten.

Nachdem in der Serie zuvor verschiedene Hunde mitgewirkt hatten, legten sich die Our-Gang-Kinder 1927 den Staffordshire Terrier Petey the Pit bzw. Pete the Pup zu. Dieser Hund mit seinem mal ums linke, mal ums rechte Auge geschminkten schwarzen Ring wurde berühmt. Er war der erste Hund der neuen amerikanischen Hunderasse Staffordshire Terrier, der beim American Kennel Club registriert wurde. [1]

In dieser Phase beendete Roach auch seine Zusammenarbeit mit Pathé und wechselte zur neu gegründeten Metro-Goldwyn-Mayer, die im September 1927 ihren ersten Film der Serie veröffentlichte. Der Wechsel zu MGM bot Roach ein größeres Budget für seine Produktionen und vor allem die Möglichkeit, seine Kurzfilme zusammen mit den großen Studioproduktionen aufgeführt zu sehen.

Tonfilm[Bearbeiten]

Bereits 1928 wurden einige Kurzfilme im Nadeltonverfahren produziert, ausgeliefert mit Schallplatten, die eine annähernd synchronisierte Ton- und Musikuntermalung ermöglichten. Im Frühling 1929 wurden die Bühnen der Roach-Studios auf Tonproduktionen umgestellt und im April 1929 erschien der erste Our-Gang-Tonfilm mit dem passenden Titel Small Talk. Es dauerte ein ganzes Jahr, bis sich sowohl der Stab als auch die Kinder an die neue Produktionsweise gewöhnt hatten. In dieser Zeit sprangen aus der Riege die Kinder Joe Cobb, Jean Darling und Harry Spear ab.

1930 war das Jahr, in dem die Serie zu alter Stärke zurückfand, dank eines Ensembles, das dem der Anfangsjahre ebenbürtig war (und es zahlenmäßig übertraf): Die wichtigsten Gang-Mitglieder der frühen Tonfilmzeit waren Allen Hoskins, Bobby „Wheezer“ Hutchins und Mary Ann Jackson sowie die Neuzugänge Matthew „Stymie“ Beard, Norman „Chubby“ Chaney, Dorothy DeBorba und Jackie Cooper, der für eineinhalb Jahre im Mittelpunkt der Serie stehen sollte. Ab Teacher's Pet (1930) hatten die Filme auch eine wiederkehrende Titelmelodie, Good Old Days, komponiert von Leroy Shield.

Nachdem Mitte 1931 wieder etliche wichtige Kinder die Gang verlassen hatten, darunter mit Farina das letzte verbliebene Mitglied der Anfangszeit, stellte dies abermals ein Problem dar. Zu Stymie & Co gesellten sich mit George „Spanky“ McFarland und Dickie Moore jedoch sehr schnell wieder neue Hauptdarsteller (im Kurzfilm Readin' and Writin' war einmalig Kendall McComas in der Rolle von Lausbub Breezy Brisbane die Zentralfigur). Während Dickie wie sein Vorgänger Jackie und sein Nachfolger Wally nur kurze Zeit mitwirkte, entwickelte sich der Darsteller von Spanky nach und nach zum größten Kinderstar der gesamten Serie. George McFarland trat dann auch in vielen weiteren Filmproduktionen außerhalb der Serie auf und sorgte durch verstärktes Auftauchen in den Serien-Zusatzprodukten für weitere Einnahmequellen. Sein typischer Ausspruch „Okey-dokey!“ bzw. „Okey-doke!“ wurde sehr bekannt und ist noch heute auch in Deutschland verbreitet.

Regisseurwechsel und Konsolidierung[Bearbeiten]

Ende 1933 verließ Regisseur Robert F. McGowan die Serie und die Regie ging an den aus Deutschland stammenden Gus Meins über, dessen erster Film Hi'-Neighbor! (1934) in Zusammenarbeit mit Regieassistent Gordon Douglas entstand. Die Filme von Meins waren weniger verrückt und improvisationsfreudig als die seines Vorgängers und enthielten erstmals das für die Serie später so wichtige Element der Musik- und Gesangsnummern. Zentrum der Filme von 1934 war der nur in diesem Jahr mitspielende Wally Albright als Wally, während Spanky, der in den beiden Jahren zuvor Hauptdarsteller mehrerer Filme gewesen war, sich plötzlich mit der zweiten Geige begnügen musste. Er und Neuzugang Scotty (Scotty Beckett) bildeten nun vorübergehend ein Duo, dass im Hintergrund trockene Kommentare zu den Aktionen der älteren Kinder abgab und so an eine frühkindliche Version von Waldorf und Statler erinnerte.

Im Laufe des Jahres 1935 stießen nach und nach mehrere wichtige Kinderdarsteller hinzu, so dass die Serie bald über ihre beständigste und wohl auch bekannteste Besetzung verfügte. Spanky rückte wieder in den Mittelpunkt, während Neuzugang Carl Switzer alias Alfalfa als vom Schicksal geplagtes Möchtegern-Gesangstalent ihm bald die Starrolle streitig machte. Billie Thomas als Buckwheat war der legitime Nachfolger von Farina und Stymie. Obwohl männlichen Geschlechts, war er ursprünglich als Schwester des letzteren besetzt worden und durfte erst jetzt, nach Stymies Abgang, Junge sein. Zum wahrscheinlich bekanntesten weiblichen Gesicht der Serie wurde die süße, aber flatterhafte Darla (Darla Hood), die im Gegensatz zu Alfalfa tatsächlich singen konnte. Eugene Lee in der Rolle von Buckwheats Kumpel Porky vervollständigte das Quintett der wichtigsten Akteure. 1937 gesellte sich dann noch Rüpel Butch hinzu (Tommy Bond, der schon einige Jahre zuvor in ein paar Our-Gang-Filmen mitgewirkt hatte) und 1938 erhielt Alfalfa mit Darwood Kaye als Waldo einen Nebenbuhler in der Gunst Darlas.

Die letzten Roach-Jahre[Bearbeiten]

Ab 1934 begannen die Kinobesitzer vermehrt die zwanzigminütigen Vorfilme, zu denen bei Roach außer denen von Our Gang auch die von Stan Laurel und Oliver Hardy gehörten, abzusetzen und lieber zwei komplette Langfilme als Double Feature einzusetzen. Laurel und Hardy wechselten daraufhin Mitte der 1930er Jahre vom Kurz- zum Langfilm, während Kurzfilm-Komiker Charley Chase das Studio wechseln musste. Was Our Gang betraf, bestand MGM auf weiteren Kurzfilmen, allerdings fortan in Form von Einaktern.

Der erste dieser etwa 10-minütigen, routinierter wirkenden Kurzfilme war im August 1936 Bored of Education. Er stellte das Seriendebüt von Gordon Douglas dar, der nun Meins als Regisseur ablöste, und brachte ihm prompt einen Academy Award in der Kategorie Best Live-Action Short Film ein. In den Einaktern war kein Platz mehr für Pete the Pup, der nun nach und nach aus der Serie verschwand. Dafür tauchte hier erstmals der „He-Man Women Haters Club“ („Mädchenhasser-Club“) auf.

Ende 1936 kam unter der Regie von Douglas und Fred Newmeyer mit General Spanky der einzige Langfilm von Our Gang in die Kinos, der jedoch mehr auf die Erwachsenen in der Geschichte einging als auf die Abenteuer der Kinder und an den Kinokassen ein Misserfolg wurde. Mit Our Gang Follies of 1938, dessen Titel auf die erfolgreiche Musikkomödie Broadway Melody of 1938 anspielt, produzierte Roach 1937 auch noch einen weiteren und letzten Zweiakter.

Nachdem die Einnahmen aus den Filmen immer weiter zurückgegangen waren, verkaufte Roach im Mai 1938 schließlich alle Rechte der Our-Gang-Serie an MGM, inklusive der Namensrechte und der Verträge mit den Schauspielern, Drehbuchautoren und Regisseuren.

Die MGM-Phase[Bearbeiten]

Die von MGM produzierten, in der fiktiven Stadt Greenpoint angesiedelten Einakter wurden vom Publikum und auch von den Filmkindern selbst schlecht angenommen. Kritisiert wurden der moralisierende Tonfall der Filme sowie der Mangel an den für die Serie bis dahin wesentlichen und typischen Slapstick-Gags. Nach nur zwei Filmen für MGM war Gordon Douglas zu Hal Roach zurückgekehrt und MGM begann, die Serie als Training für Nachwuchsregisseure von Langfilmen zu nutzen: George Sidney, Edward Cahn, Herbert Glazer und Cyril Endfield.

Fast alle der 52 von MGM produzierten Filme wurden von Hal Law und dem früheren Junior-Regisseur Robert A. McGowan (= Anthony Mack) geschrieben. Letzterer tauchte dort aber nicht mehr unter seinem Pseudonym auf, was bei den Filmbesuchern über Jahrzehnte zur Konfusion führte, ob er und der ältere Regisseur gleichen Namens ein und dieselbe Person seien.

Die Darsteller von Alfalfa, Spanky und Buckwheat wurden für die Einakter weiterverpflichtet, bis sie zu Teenagern herangewachsen waren. Porky schied 1939 aus, Butch, Waldo und Alfalfa hintereinander 1940, Darla 1941, der mittlerweile 14-jährige Spanky Ende 1942. Buckwheat blieb bis zum Schluss, ebenso wie der wichtigste Neuzugang der MGM-Phase, der 1940 hinzugekommene Froggy (Billy Laughlin). Nachdem zwischen 1942 und 1943 sechs von dreizehn der Kurzfilme nicht einmal die Produktionskosten hatten einspielen können, wurde die Serie mit der Folge Dancing Romeo am 20. April 1944 eingestellt.

Spätere Verwertung der Serie[Bearbeiten]

Wiederaufführung der Roach-Filme in den 1950er Jahren[Bearbeiten]

Als Hal Roach die Rechte an MGM verkaufte, hielt er sich ein Rückkaufsrecht offen, unter dem Vorbehalt, keine weiteren Kinderfilme in der Art von Our Gang zu produzieren. Mitte der 1940er Jahre entschloss er sich jedoch, den Our-Gang-Stil neu aufleben zu lassen und verwirkte seine Rechte, indem er zwei Cinecolor-Filme produzierte, die weder bei Kritik noch Publikum ein Erfolg wurden: Curley (1947) und Who Killed Doc Robbin (1948, eine Anspielung auf den Kinderreim „Who killed Cock Robin?“, dessen Geschichte von verschiedenen Regisseuren seit 1903 mehrfach verfilmt worden ist[2]).

Nach diesen Flops zog es Roach vor, sich der Wiederveröffentlichung seiner alten Our-Gang-Filme zu widmen. 1949 erlaubte ihm MGM, seine Rechte an den Filmen von 1927 bis 1938 zurückzukaufen, unter der Vorgabe, dass das MGM-Logo sowie die Bezeichnung Our Gang aus den Filmen entfernt würden. Roach brachte daraufhin die Filme ab 1952 bei Monogram unter dem neuen Titel The Little Rascals heraus.

Fernsehdebüt[Bearbeiten]

Unter dem Titel The Little Rascals wurden die Kurzfilme ab 1955 auch im Fernsehen verbreitet und erlebten so eine erneute Popularität. 1956 ließ dann MGM ihre eigenen Filme unter dem Titel Our Gang ebenfalls im Fernsehen ausstrahlen. 1960/61 waren etliche Stummfilme mit der Gang Bestandteil der Serie Mischief Makers, für die sie auf etwa die Hälfte ihrer Laufzeit zusammengestutzt wurden, während die Zwischentitel zwei kindlichen Erzählern weichen mussten. 1964 erhielt der neue Verleiher King World Entertainment die Fernsehrechte an The Little Rascals. Die Serie bildete den Grundstein auf dessen Weg zum weltgrößten Fernsehfilm-Verleiher. Ihr deutschsprachiges TV-Debüt erfuhren die Kurzfilme erst 1967.

Videos / DVD[Bearbeiten]

In den USA erschienen 1994 insgesamt 22 Little Rascals-VHS-Videokassetten, die alle 80 Hal-Roach-Tonfilme ungekürzt und restauriert enthalten sowie fünf der Stummfilme. Im Jahr 2000 wurden diese auch auf DVD veröffentlicht. MGM hat den Kinofilm General Spanky sowie MGM-Kurzfilme auf VHS veröffentlicht. 2011 erschienen alle 52 MGM-Kurzfilme in einer 5-DVD-Box. Es gibt auch einige inoffizielle Sammlungen mit Our-Gang- und Little-Rascals-Filmen, die heute „Public domain“ sind.

In Deutschland erschienen 1995 einige Schwarzweißfolgen der alten ZDF-Synchronisierung auf Video. Zudem wurde die neue kolorierte Fassung auf DVD veröffentlicht. Seit 2009 gibt es auf Deutsch DVD-Zusammenstellungen mit Filmen aus den Jahren 1927-1929 (Stummfilme), 1930-1934 und 1935-1938 im Handel.

Aktuelle Rechtslage[Bearbeiten]

Aktuell sind die Rechte an den Filmen zersplittert. Sonar Entertainment besitzt die Kino- und Videorechte an den Our-Gang-Kurzfilmen der Roach-Ära. Die von MGM produzierten Our-Gang-Kurzfilme und Roachs Langfilm General Spanky befinden sich derzeit im Besitz von Turner Entertainment. King World hat weiterhin die Fernsehrechte für die Little Rascals-Serie, die sich überwiegend aus den Roach-Tonfilmen zusammensetzt und dabei sowohl die Schwarzweißfilme wie auch einige nachkolorierte Filme beinhaltet. Die Stummfilme bis einschließlich 1926 sowie die Filme Playin' Hookey, School's Out, Bear Shooters, Our Gang Follies of 1938 und Waldo's Last Stand sind heute gemeinfrei.

Vermächtnis und Einfluss[Bearbeiten]

Würdigungen[Bearbeiten]

Die Figuren der Serie sind bekannte amerikanische Kultur-Ikonen und die bekanntesten wie Alfalfa, Spanky, Buckwheat und Darla können oft bereits an ihren Vornamen erkannt werden. Dennoch fallen die bisherigen offiziellen Würdigungen von Serie und Darstellern eher schmal aus.

George „Spanky“ McFarland erhielt posthum einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Der Kurzfilm Pups is Pups (1930) wurde von der amerikanischen Library of Congress als „kulturell wertvoll“ eingestuft und 2004 in das nationale Filmarchiv mit aufgenommen.

Offizielle Our Gang-Ableger[Bearbeiten]

Ab 1937 wurde Our Gang auch als Comic-Serie lizenziert und erschien u. a. in England in der Buchreihe The Dandy, gezeichnet von Dudley D. Watkins. Ab 1942 erschienen auch Geschichten bei Dell Comics in den USA, zusammen mit Barney Bear und Tom und Jerry. Die Comicstrips in The Dandy endeten 1947, drei Jahre nach dem Ende der Kurzfilmserie. Bei Dell Comics hielt sich die Heftreihe Our Gang Comics fünf Jahre und wurde dann 1949 umbenannt in Tom and Jerry Comics.

1978 zeigte das US-amerikanische Fernsehen den animierten Weihnachtsfilm The Little Rascals Christmas Special mit den Stimmen der Originalschauspieler Matthew „Stymie“ Beard und Darla Hood. Von 1982 bis 1984 setzten Hanna-Barbera die Animationen für den Sender ABC im Vormittagsprogramm fort.

1994 brachten Amblin Entertainment und Universal Pictures einen neuen Film in Farbe in die Kinos, Die kleinen Superstrolche (The Little Rascals), der einige Szenen der klassischen Serie wieder aufgriff. Unter den erwachsenen Schauspielern befanden sich in Nebenrollen Donald Trump, Whoopi Goldberg und Mel Brooks. Zudem hatten die Olsen-Zwillinge einen Gastauftritt. Der Film war ein „kleiner“ Erfolg und spielte immerhin über 51 Millionen Dollar wieder ein.

Nachahmer[Bearbeiten]

Nach dem Erfolg von Our Gang wurden von konkurrierenden Studios ebenfalls verschiedene Kurzfilmserien mit Kindern herausgebracht. Einige davon waren:

  • die (New York) Kiddie Troupers (Fox, ca.1924) mit dem späteren Komiker-Star Eddie Bracken
  • die Serie Hey Fellas! (First Division Pictures, 1925) mit Mickey Daniels’ Bruder Cliff und Zwischentiteln von Pinto Colvig
  • die auf dem gleichnamigen Comicstrip basierenden Buster Brown-Filme (1925-29) der Universal Studios mit Arthur Trimble, aus denen man für Our Gang den Hund Pete the Pup sowie später den Regisseur Gus Meins übernahm
  • die Serie Big Boy (Jack White / Educational Pictures, 1925-29) mit Malcolm Sebastian, der anschließend einen kleinen Auftritt im Our Gang-Kurzfilm Shivering Shakespeare hatte
  • die McDougall (Alley) Kids (1926-28) aus den normalerweise Animationsfilme produzierenden J. R. Bray Studios
  • die bis in die Tonfilmzeit erfolgreichen Mickey McGuire-Filme (FBO / RKO, 1927-34), basierend auf Fontaine Fox’ Comicstrip Toonerville Folks, mit Jungstar Mickey Rooney und dem späteren Our Gang-Mitglied Kendall McComas
  • die Baby Burlesks (Educational Pictures, 1932-33) mit Kinderstar Shirley Temple, z.B. in War Babies

Anfang der 1960er Jahre wurden Episoden der Reihen Mickey McGuire, Buster Brown und Hey Fellas! ironischerweise neben Stummfilmen mit der Gang innerhalb der Fernsehserie Mischief Makers gezeigt.

In späteren Jahren behaupteten verschiedene Schauspieler immer wieder, an den Originalfolgen von Our Gang teilgenommen zu haben. Die offizielle Biografie von Eddie Bracken wurde sogar dahingehend geändert, dass er statt bei den Kiddie Troupers bei Our Gang mitgewirkt haben soll (über diese Änderung war er selbst jedoch nicht informiert worden). Unter den Hochstaplern befand sich ein Jack Bothwell, der selbst in der Sendung To Tell The Truth (Sag die Wahrheit) bei der Behauptung blieb, er sei als Freckles in der Serie dabei gewesen. (In der oben erwähnten Serie Mischief Makers wurde tatsächlich ein Gang-Mitglied Freckles genannt, nämlich der von Jay R. Smith dargestellte Charakter).

Hommagen[Bearbeiten]

Zudem gibt es eine Reihe augenzwinkernder Hommagen: Wiederholt auf die kleinen Strolche Bezug genommen wird z.B. in der Buch- und Hörspielreihe Die drei Fragezeichen. Einer der Protagonisten, Justus Jonas, sei als kleiner Junge Darsteller in dieser Fernsehserie gewesen. An mehreren Stellen wird der Titel Die kleinen Strolche auch genannt, allerdings sind die Namen der Rollen ausgetauscht. So hieß die Rolle von Justus Jonas „Pummelchen“ („Baby Fatso“), welche in der Original-Serie nicht vorkommt. Auch bei den Simpsons (Episode Filmstar wider Willen) wird erwähnt, dass Moe früher mal Darsteller in der Serie gewesen sei. In der Serie King of Queens berichtet der greise Arthur Spooner von seinem Mitwirken in der Serie in seiner Jugend.

Eine Reihe von Gruppen, Gesellschaften und andere haben sich von der Serie in ihrer Namensgebung inspirieren lassen. So gibt es z. B. auch eine Folk-Rockgruppe Spanky and Our Gang, die außer dem Namen allerdings nichts mit der Serie zu tun hat. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von unautorisierten Little-Rascals- oder Our-Gang-Restaurants in den USA.

Sonstiges[Bearbeiten]

Darstellung von Schwarzen in der Serie[Bearbeiten]

Die Serie ist bekannt dafür, dass erstmals Schwarze und Weiße zusammen gleichberechtigt Seite an Seite spielten, obwohl dieses, auch von Schwarzen selbst, mit Unbehagen betrachtet wurde. Die vier schwarzen Kinderschauspieler waren Ernie Morrison, Allen „Farina“ Hoskins, Matthew „Stymie“ Beard und Billie „Buckwheat“ Thomas. Ernie Morrison war tatsächlich der erste schwarze Schauspieler in der Geschichte Hollywoods, der einen langfristigen Vertrag bekam und damit auch der erste schwarze Star überhaupt in Hollywood.

Die Darstellung der Schwarzen in der Serie entsprach der in den Komödien dieser Zeit gängigen: Sie hatten Angst vor Gespenstern, waren abergläubisch und so schreckhaft, dass ihnen die Haare zu Berge standen oder sie „totenbleich“ wurden (entweder so geschminkt oder das Bild wurde einfach mit einem Filmtrick aus dem Negativ ersetzt). Ferner zeigten sie großes Interesse an Wassermelonen, waren dem Glücksspiel zugetan, erwähnten des Öfteren, dass sich ihr Vater im Gefängnis befände, und sprachen dabei ein grammatikalisch sehr eigenwilliges (Pidgin-)Englisch. Eddie Murphy parodierte dieses später in verschiedenen Folgen von Saturday Night Live im US-amerikanischen Fernsehen.

Als Erwachsene befürworteten Ernie Morrison, Matthew Beard und Billie Thomas später die Serie und betonten, dass diese durch die einfachen Handlungen keineswegs zu rassistisch war, sondern die Integration erleichterte. Sie wiesen darauf hin, dass die weißen Darsteller ebenso stereotypisch eingesetzt wurden, so als „sommersprossiges Kind“, als „fettes Kind“, als das „schöne blonde Mädchen“ usw. „Wir waren einfach eine Gruppe von Kindern und hatten unseren Spaß“, erinnerte sich Beard, und Morrison sagte über Hal Roach: „Wenn es um die Rasse ging, war der Mann farbenblind.

Gastauftritte[Bearbeiten]

Besonders in der Stummfilmzeit traten einige von Roachs Komiker-Stars in kleineren Rollen in den Our Gang-Filmen auf. Zu nennen sind vor allem die Kurzfilme Dogs of War (1923), in dem Harold Lloyd und Jobyna Ralston sich selbst spielen, Jubilo, Jr. (1924), dessen Geschichte von Will Rogers in einer Rahmenhandlung erzählt wird, und Thundering Fleas (1926), der Auftritte von Oliver Hardy, James Finlayson und, in einem Insert, Charley Chase beinhaltet. In Seeing the World (1927) hat Stan Laurel einen Kurzauftritt, der aber wahrscheinlich nachträglich eingebaut wurde, da Laurel sich später nicht an diesen Auftritt erinnern konnte.

Die bekanntesten Gastauftritte in der Tonfilmzeit waren die von Laurel und Hardy in Wild Poses (1933) und der von James Finlayson in Mush and Milk (1933). Finlayson, dessen Markenzeichen sein ausgeprägtes Mienenspiel war, war häufig der Gegenspieler in Laurel-und-Hardy-Filmen. In Moan and Groan, Inc. (1929) trat Ex-Roach-Star Max Davidson als verrückter Kinderschreck auf. Edgar Kennedy, der erst später Star von Solo-Komödien wurde, wirkte als tollpatschiger Cop Kennedy in mehreren Our Gang-Filmen mit, vor allem in When the Wind Blows (1930).

Weniger bekannte Komiker, die einigen Episoden ihren Stempel aufdrücken konnten, waren Stepin Fetchit in A Tough Winter (1930), der in mehreren Filmen mitwirkende Billy Gilbert in Shiver My Timbers (1931), Franklin Pangborn in Wild Poses (1933), Don Barclay in Honky Donkey (1934) sowie Johnny Arthur als weinerlicher Familienvater in Anniversary Trouble (1935) und zwei weiteren Filmen. Aus der MGM-Phase ist vor allem Thurston Hall in Kiddie Kure (1940) zu nennen.

Im Gegenzug hatten auch immer wieder die Kinderstars Auftritte in anderen Hal Roach-Produktionen. So jagte Our Gang Charley Chase als The Fraidy Cat (1924) Angst ein und jubelte Stan Laurel als Rupert of Hee-Haw (1924) zu. Joe Cobb, Jackie Condon und Mickey Daniels hatten zudem Cameos in Harold Lloyds Langfilm Mädchenscheu (Girl Shy, 1924). Ironischerweise war dies Lloyds erster Film nach seinem Abschied von Roach.

Im All-Star-Kurzfilm The Stolen Jools (Juwelenraub in Hollywood, 1931) wirkten die kleinen Strolche nochmals im kompletten Team mit, u. a. spielten Buster Keaton, Stan Laurel und Oliver Hardy ebenfalls Gastrollen.

Die kleinen Strolche[Bearbeiten]

Deutsche Synchronfassungen[Bearbeiten]

Bis zur Verhängung der Importsperre von ausländischen Filmen (1941 – 1945), wurden einige Folgen von Die kleinen Strolche auch in Deutschland im Kino aufgeführt. 1967 wurden Die kleinen Strolche im ZDF zum ersten Mal als eigene Sendereihe im deutschen Fernsehen gezeigt. Dabei wurden zumeist zwei bis drei Kurzfilme zu einer ca. 25-minütigen Folge zusammengeschnitten. Bei den Stummfilmen kam Jürgen Scheller als Sprecher zum Einsatz, wobei er zusätzlich mit verstellter Stimme mehrere Rollen „synchronisierte“. In den 1970er Jahren änderten sich Vor- und Abspann, die nunmehr der Serie Mischief Makers (mit einer Tricksequenz von Gene Deitch Associates) entnommen wurden, während das dazugehörige Titellied musikalisch stark bearbeitet und eingedeutscht wurde („Auf die Plätze, fertig, los! Omas Stiefel sind zu groß! Hipp hipp juchhe hurra, jetzt sind wir wieder da...“).

2002 wurden 53 Tonkurzfilme der Jahre 1930 bis 1938 koloriert und neu synchronisiert. Die deutsche Erstausstrahlung dieser kolorierten Fassungen erfolgte im KI.KA in der Sendung Blaubär & Blöd. Teilweise wurden die neuen Fassungen zensiert, zum Beispiel beim Film Die Schule ist aus! (School's Out, 1930): Im Original erzählt Chubby, dass er von seinem Vater verhauen worden sei und deswegen nicht neben der Lehrerin im Auto sitzen könne. In der deutschen Synchronfassung sagt er nur, dass er lieber stehen möchte, ohne den Grund dafür zu nennen. Auch Geräusche wurden neu synchronisiert: So haben z.B. die Töne, die in der Episode Überraschung zum Geburtstag vom Backofen und der Torte ausgehen, nicht annähernd die komische Durchschlagskraft wie die des Originals Birthday Blues (1932).

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Rolle Schauspieler Deutscher Synchronsprecher
Alfalfa Carl Switzer Caroline Combrinck
Buckwheat Billie Thomas Benjamin Krause
Tommy/Butch Tommy Bond Butz Combrinck (1. Stimme)
David Lütgenhorst (2. Stimme)
Darla Darla Hood Katharina Iacobescu
Stymie Matthew Beard Caroline Combrinck
Porky Eugene Lee Johannes Malzkorn (1. Stimme)
Elisabeth Dütsch (2. Stimme)
Scotty Scotty Beckett Katrin Malzkorn (1. Stimme)
Annika Köhler (2. Stimme)
Spanky George McFarland Benedikt Gutjan (1. Stimme)
Teresa Kothe (2. Stimme)
Waldo Darwood Kaye Tobias Xu
Woim Sidney Kibrick Thomas Kempf
Stummfilmsprecher Jürgen Scheller

Our-Gang-Darsteller[Bearbeiten]

Allgemeines zu den Darstellern[Bearbeiten]

Die Kinder, die in den Our Gang-Filmen mitwirkten, erhielten keine Gage aus den Wiederholungen der Serie oder von den Produkten, die mit ihrem Konterfei verkauft wurden. Das einzige Gehalt war das, welches sie während der Produktion der Filme wöchentlich erhalten hatten und das sich zwischen 40 und 300 Dollar bewegt hatte (letzteres aber nur für die Darsteller der Starrollen wie Farina, Spanky und Alfalfa). Die bekanntesten Gesichter der Serie hatten zudem aufgrund der starken Verbindung mit ihren Rollen später große Schwierigkeiten, neue Angebote zu bekommen.

Eine für die Stars typische Karriere hatte Carl „Alfalfa“ Switzer, der 1940 als Dreizehnjähriger aus der Reihe ausstieg, danach aber nur einige Rollen als Nebendarsteller in Filmen wie Der Weg zum Glück (an der Seite des von ihm oft parodierten Bing Crosby) oder Ist das Leben nicht schön? hatte. Sein undiszipliniertes Verhalten sowie die Verbindung zur Rolle des Alfalfa verhinderten größere Parts. Einen in den Credits unerwähnten Auftritt hatte er 1956 in Die zehn Gebote und einen letzten 1958 in dem Drama Flucht in Ketten. Ein Jahr später wurde er ermordet aufgefunden. Switzers tragisches Schicksal hat mit zu dem Mythos beigetragen, dass ein Fluch auf den Darstellern der Kleinen Strolche laste.

Eine Ausnahme von der typischen Laufbahn war Jackie Cooper, der 1931 für den Oscar nominiert wurde und eine volle Filmkarriere auch als Erwachsener vorzuweisen hat. Seine wohl bekannteste Rolle war die des Perry White in den Superman-Filmen mit Christopher Reeve. Robert Blake hatte später mit der Kriminalserie Baretta ebenfalls einigen Erfolg als Erwachsener. Zuletzt geriet er 2001 mit einer Mordanklage in die Schlagzeilen. Ernie Morrison überzeugte ab 1940 noch in 14 Folgen der Monogram-Filmserie East Side Kids in der Rolle des Scruno.

Die bekanntesten Figuren und ihre Darsteller[Bearbeiten]

Spanky wurde gespielt von George McFarland (1932–1942), ein dicker Junge. Er ist sehr gewitzt und übernimmt bei den kleinen Strolchen oft die Führungsrolle.

Alfalfa wurde gespielt von Carl Switzer (1935–1940). Das optische Markenzeichen von Alfalfa ist eine aufrechtstehende Haartolle. Alfalfa ist der Pechvogel der kleinen Strolche. Vergleichbar mit Charly Brown bei den Peanuts. In den Geschichten gerät Alfalfa oft mit Butch in Konflikte und zieht den Kürzeren.

Butch wurde gespielt von Tommy Bond (1937–1940). Er ist ein Schlägertyp und tyrannisiert gerne die kleineren Our-Gang-Kinder. Sein Lieblingsopfer ist allerdings Alfalfa.

Darla wurde gespielt von Darla Hood (1935–1941). Sie ist ein attraktives kleines Mädchen. Aus diesem Grund sind die Jungs der kleinen Strolche auch nahezu alle in sie verliebt. Das führt oft zu Wettkämpfen unter ihnen, um Darla zu beweisen wer der Beste ist.

Farina wurde gespielt von Allen Hoskins (1922–1931). Farina ist ein Junge. Sein Markenzeichen ist seine Bedächtigkeit und langsame Aussprache.

Joey wurde gespielt von Joe Cobb (1922–1929). Er ist der fröhliche, aber etwas naive dicke, weiße Junge. Sein Markenzeichen war eine Kappe (ähnlich derjenigen, die später auch Spanky trug).

Mickey wurde gespielt von Mickey Daniels (1922–1926), der sommersprossige Frechdachs, dessen breites Grinsen oft genug abrupt durch Wutausbrüche beendet wurde.

Stymie wurde gespielt von Matthew Beard (1930–1935). Das Markenzeichen Stymies war ein überdimensionierter Bowler, den er von Stan Laurel geschenkt bekommen hatte. Stymie ist ein recht eigenwilliger Charakter, der die Dinge gerne auf seine Weise betrachtet.

Komplette Darsteller-Liste[Bearbeiten]

Die folgende Liste enthält die Darsteller, eingeordnet nach der Zeit, in der sie der Serie beitraten.

Hal Roach Stummfilm-Periode

Hal Roach Tonfilm-Periode

MGM-Periode

Filmografie[Bearbeiten]

Filme im Original[Bearbeiten]

  • 1922
    • Our Gang
    • Fire Fighters
    • Young Sherlocks
    • One Terrible Day
    • A Quiet Street
    • Saturday Morning
  • 1923
    • The Big Show
    • The Cobbler
    • The Champeen
    • Boys To Board
    • A Pleasant Journey
    • Giants vs Yanks
    • Back Stage
    • Dogs Of War
    • Lodge Night
    • Stage Fright
    • July Days
    • Sunday Calm
    • No Noise
    • Derby Day
  • 1924
    • Fast Company
    • Tire Trouble
    • Big Business
    • The Buccaneers
    • Seein' Things
    • Commencement Day
    • It's A Bear
    • Cradle Robbers
    • Jubilo, jr.
    • High Society
    • The Sundown Limited
    • Every Man For Himself
    • The Mysterious Mystery!
  • 1925
    • The Big Town
    • Circus Fever
    • Dog Days
    • The Love Bug
    • Ask Grandma
    • Shootin' Injuns
    • Official Officers
    • Mary, Queen Of Tots
    • Boys Will Be Joys
    • Better Movies
    • Your Own Back Yard
    • One Wild Ride
  • 1926
    • Good Cheer
    • Buried Treasure
    • Monkey Business
    • Baby Clothes
    • Uncle Tom's Uncle
    • Thundering Fleas
    • Shivering Spooks
    • The Fourth Alarm
    • War Feathers
    • Telling Whoppers
  • 1927
    • Seeing the World
    • Bring Home the Turkey
    • Ten Years Old
    • Love My Dog
    • Tired Business Men
    • Baby Brother
    • Chicken Feed
    • Olympic Games
    • The Glorious Fourth
    • Yale vs Harvard
    • The Old Wallop
    • Heebee Jeebees
    • Dog Heaven
  • 1928
    • Playin' Hookey
    • The Smile Wins
    • Spook Spoofing
    • Rainy Days
    • Edison, Marconi & Co.
    • Barnum & Ringling, Inc.
    • Fair and Muddy
    • Crazy House
    • Growing Pains
    • Old Gray Hoss
    • School Begins
    • The Spanking Age
  • 1929
    • Election Day
    • Noisy Noises
    • The Holy Terror
    • Wiggle Your Ears
    • Fast Freight
    • Little Mother
    • Cat, Dog & Co.
    • Saturday's Lesson
    • Small Talk
    • Railroadin'
    • Boxing Gloves
    • Lazy Days
    • Bouncing Babies
    • Moan & Groan, Inc.
  • 1930
    • Shivering Shakespeare
    • The First Seven Years
    • When the Wind Blows
    • Bear Shooters
    • A Tough Winter
    • Pups Is Pups
    • Teacher's Pet
    • School's Out
  • 1931
    • Helping Grandma
    • Love Business
    • Little Daddy
    • Bargain Day
    • Fly My Kite
    • Big Ears
    • Shiver My Timbers
    • Dogs Is Dogs
  • 1932
    • Readin' And Writin'
    • Free Eats
    • Spanky
    • Choo-Choo!
    • The Pooch
    • Hook And Ladder
    • Free Wheeling
    • Birthday Blues
    • A Lad An' A Lamp
  • 1933
    • Fish Hooky
    • Forgotten Babies
    • The Kid From Borneo
    • Mush And Milk
    • Betime Worries
    • Wild Poses
  • 1934
    • Hi' Neighbor!
    • For Pete's Sake
    • The First Round-Up
    • Honky Donkey
    • Mike Fright
    • Washee Ironee
    • Mama's Little Pirate
    • Shrimps For A Day
  • 1935
    • Anniversary Trouble
    • Beginner's Luck
    • Teacher's Beau
    • Sprucin' Up
    • Little Papa
    • Little Sinner
    • Our Gang Follies Of 1936
  • 1936
    • The Lucky Corner
    • Divot Diggers
    • The Pinch Singer
    • Second Childhood
    • Arbor Day
    • Bored Of Education
    • Two Too Young
    • Pay As You Exit
    • Spooky Hooky
    • General Spanky
  • 1937
    • Reunion In Rhythm
    • Glove Taps
    • Hearts Are Thumps
    • Three Smart Boys
    • Rushin' Ballet
    • Roamin' Holiday
    • Night 'N' Gales
    • Fishy Tales
    • Framing Youth
    • The Pigskin Palooka
    • Mail An Female
    • Our Gang Follies Of 1938
  • 1938
    • Canned Fishing
    • Bear Facts
    • Three Men In A Tub
    • Came The Brawn
    • Feed 'Em And Weep
    • The Awful Tooth
    • Hide And Shriek
    • The Little Ranger
    • Party Fever
    • Aladdin's Lantern
    • Men In Fright
    • Football Romeo
    • Practical Jokers
  • 1939
    • Alfalfa's Aunt
    • Tiny Troubles
    • Duel Personalities
    • Clown Princes
    • Cousin Wilbur
    • Joy Scouts
    • Dog Daze
    • Auto Antics
    • Captain Spanky's Show Boat
    • Dad For A Day
    • Time Out For Lessons
  • 1940
    • Alfalfa's Double
    • Bubbling Troubles
    • The Big Premiere
    • All About Hash
    • The New Pupil
    • Goin' Fishin'
    • Good Bad Boys
    • Waldo's Last Stand
    • Kiddie Kure
  • 1941
    • Fightin' Fools
    • Baby Blues
    • Ye Olde Minstels
    • Come Back, Miss Pipps
    • 1-2-3 Go!
    • Robot Wrecks
    • Helping Hands
    • Wedding Worries
  • 1942
    • Melodies Old And New
    • Going To Press
    • Don't Lie
    • Surprised Parties
    • Doin' Their Bit
    • Rover's Big Chance
    • Might Lak A Goat
    • Unexpected Riches
  • 1943
    • Benjamin Franklin, jr.
    • Family Troubles
    • Election Daze
    • Calling All Kids
    • Farm Hands
    • Little Miss Pinkerton
    • Three Smart Guys
  • 1944
    • Radio Bugs
    • Dancing Romero
    • Tale Of A Dog

Deutsche Titel der kolorierten Fassung[Bearbeiten]

(Reihenfolge der deutschen Fernsehausstrahlung)

  • 01. Lasst den Drachen steigen
  • 02. Der geheime Rächerclub
  • 03. Nie mehr Frauen
  • 04. Willst du mein Valentin sein?
  • 05. Die alte Wunderlampe (1935)
  • 06. Das wilde Wagenrennen
  • 07. Das Vagabundenleben
  • 08. Die zwei Schulschwänzer (1938)
  • 09. Alfalfas größte Chance (1936)
  • 10. Die Schule ist aus! (1930)
  • 11. Eine wilde Seeräubergeschichte
  • 12. Der unermessliche Piratenschatz (1935)
  • 13. Milchbrei für alle! (1933)
  • 14. Verliebt in die Lehrerin
  • 15. Farina und die 200 Mäuse (1930?)
  • 16. Es geschehen noch Wunder (1931)
  • 17. Der erste Schultag (1932)
  • 18. Das maskierte Wunder (1938)
  • 19. Was für ein Zirkus!
  • 20. Der Liebesbrief an Darla (1937)
  • 21. Armes Kind aus reichem Haus (1931)
  • 22. Das Feuerwerk geht los
  • 23. Ihre zweite Kindheit
  • 24. Alfalfa und der Unfall
  • 25. Spanky beim Fotografen (1933)
  • 26. Feuerwehr und Flamme (1933?)
  • 27. Das tolle Bootsrennen (1938)
  • 28. Darla und die Detektive
  • 29. Jackie und die neue Lehrerin
  • 30. Peter und der Hundefänger
  • 31. Überraschung zum Geburtstag
  • 32. Eine schlaflose Nacht
  • 33. Romeo und Julia mal anders
  • 34. Spanky schnuppert Theaterluft
  • 35. Pete ist der Größte
  • 36. Vorsicht, Golfer! (1936)
  • 37. Die reumütigen Schulschwänzer
  • 38. Das Baby kann sprechen!
  • 39. Der Frosch im Hals (1937)
  • 40. Wir machen Musik! (1934)
  • 41. Spanky und der Weihnachtsmann
  • 42. Der große Boxkampf (1937)
  • 43. Die Ferien sind vorbei (1936)
  • 44. Auf Alfalfa ist Verlass
  • 45. Spanky als Babysitter
  • 46. Prahlhans im Glück (1937)
  • 47. Tante-Emma-Laden in Gefahr (1930)
  • 48. Spanky & Co.-Show
  •  ??. Die erste Nacht im Freien (1934)
  •  ??. Eiskalte Limonade! (1936)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrea Steinfeldt: „Kampfhunde“ Geschichte, Einsatz, Haltungsprobleme von „Bull-Rassen“ - Eine Literaturstudie - (PDF; 6,2 MB), Diss. Hannover 2002 S. 83
  2. Who killed Cock Robin? in der Internet Movie Database, abgerufen am 4. Juli 2012.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard W. Bann, Leonard Maltin: Die kleinen Strolche (OT: The Little Rascals). Trescher, Berlin 1995, ISBN 3-928409-31-X
  • Tommy Bond mit Ron Genini: Darn Right It's Butch: Memories of Our Gang/The Little Rascals. Morgan Printing, Delaware 1994, ISBN 0-9630976-5-2
  • Jackie Cooper: Please Don't Shoot My Dog: The Autobiography of Jackie Cooper. Penguin Putnam, New York 1982, ISBN 0-425-07483-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Die kleinen Strolche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Dieser Artikel wurde am 28. März 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.