Die letzte Kompagnie

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Filmdaten
Originaltitel Die letzte Kompagnie
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1930
Länge 79 Minuten
Stab
Regie Kurt Bernhardt
Drehbuch Heinz Goldberg
Ludwig von Wohl
Hans José Rehfisch
Produktion Joe May
Musik Ralph Benatzky
Franz Grothe
Kamera Günther Krampf
Schnitt Carl Winston
Besetzung

Die letzte Kompagnie ist ein deutscher Spielfilm von Kurt Bernhardt aus dem Jahr 1930.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt im Jahr 1806. Preußen steht im Krieg gegen die französische Armee von Napoléon Bonaparte, und die preußische Armee steht am Rande der Niederlage. An der Saale stehen sie einer französischen Übermacht gegenüber. Die Armee befindet sich auf dem Rückzug. Um diesen Rückzug abzusichern, erhält Hauptmann Burk den Befehl, eine Mühle am Reinerdorfer Moor zu besetzen und den Rückzug der preußischen Armee abzusichern. Burk stehen nur noch zwölf Mann zur Verfügung, um Bonapartes Armee aufzuhalten. Der Müller flieht mit seiner Frau vor den heranrückenden Franzosen. Nur Tochter Dore bleibt bei Burk und seinen Männern, da sie sich in den Offizier verliebt hat. Der Kampf beginnt, und die Männer werfen sich verzweifelt in dieses tödliche Abenteuer. Das Scharmützel ist für die kleine Truppe nicht zu gewinnen, dennoch gelingt es ihnen, die Mühle so lange zu halten, bis die preußische Armee die Saale überquert hat und in Sicherheit ist. Als die Preußen die Brücke über die Saale überquert haben, sprengen sie die Brücke und nehmen damit Burk und seinen Männern den einzigen Rückzugsweg. Als die französischen Soldaten schließlich die Mühle einnehmen, entdecken sie den toten Hauptmann und zwölf tote Soldaten. Auch Dore ist bei dem Kampf ums Leben gekommen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film entstand nach einer Idee von Henry Koster und Hans Wilhelm. Die Dreharbeiten fanden 1929 in Döberitz statt. Der Film wurde am 14. März 1930 in Berlin uraufgeführt.

Im Jahr 1967 entstand ein Remake unter dem Titel Eine Handvoll Helden und der Regie von Fritz Umgelter.

Kritiken[Bearbeiten]

Der frühe Tonfilm nutzt ausgiebig Geräusche und Lautmalerei, selbst dialektgefärbtes Sprechen aus. Nach Bild und Dekor ist Die letzte Kompagnie noch ein ausgesprochener Atelierfilm in deutscher Stummfilmtradition.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Freund Die letzte Kompagnie. In Günther Dahlke, Günther Karl (Hrsg.): Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer. Henschel Verlag, 2. Auflage, Berlin 1993, S. 216 f. ISBN 3-89487-009-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudolf Freund in Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933, S. 217