Die linkshändige Frau

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Filmdaten
Originaltitel Die linkshändige Frau
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Peter Handke
Drehbuch Peter Handke
Produktion Wim Wenders
Musik Johann Sebastian Bach
Kamera Robby Müller
Schnitt Peter Przygodda
Besetzung

Die linkshändige Frau ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1978. Es ist das Regiedebüt des Schriftstellers Peter Handke. Er schrieb das Drehbuch nach seinem gleichnamigen Roman.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film hat keine dramatische Handlung im eigentlichen Sinne der Filmdramaturgie. Marianne ist seit zehn Jahren mit dem Manager Bruno verheiratet und lebt mit ihm und Sohn Stefan in Paris, als sie sich ohne offensichtlichen Grund entschließt, sich von ihm zu trennen. Sie verlässt ihren Mann und lebt künftig allein mit dem achtjährigen Sohn Stefan. Ihr Geld verdient sie in ihrem Beruf als Übersetzerin, den sie bereits vor der Ehe ausgeübt hatte. Diese Wendung in ihrem Leben erscheint zunächst als ein Schritt in die Freiheit. Doch allein auf sich gestellt und mit den Bemerkungen von Bruno, Stefan und ihrer Freundin, der Lehrerin Franziska, konfrontiert, zieht sie sich immer weiter zurück und steht am Ende völlig bindungslos und einsam da, isoliert von der Außenwelt.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: Verfilmung der gleichnamigen Erzählung durch den Autor selbst, der zwar in angestrengter Kunstbeflissenheit optische Opulenz erreicht, den zentralen Gedanken seiner Vorlage – die Identitätskrise eines Menschen als Zeitkrankheit – aber nicht verdeutlichen kann.
  • Le Monde, 1978: Man lernt eine Frau kennen, eine mythische Frau, eine Frau allein. Ein wunderschöner, gelungener Film.
  • Le Matin, 1978: Eine erstaunliche Vision von Paris, wie es sie im französischen Kino noch nicht gegeben hat, selbst nicht zu Zeiten von Renoir.
  • Heyne Filmlexikon, 1996: Schöne Worte in schönen, statischen Bildern. Sonst ist nicht viel los.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film nahm am Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 1978 teil, ging bei der Preisvergabe jedoch leer aus. Peter Przygodda erhielt 1978 für diesen Film gemeinsam für seine Schnittarbeiten an den Filmen Der amerikanische Freund und Die gläserne Zelle den Deutschen Filmpreis in Gold. 1979 wurde Die linkshändige Frau mit dem Gilde-Filmpreis in Gold der deutschen Kunstfilmtheater als bester deutscher Film des Jahres ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]