Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse

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Filmdaten
Deutscher Titel Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse
Originaltitel Les Rivières pourpres II - Les anges de l'apocalypse
Produktionsland Frankreich, Italien, Großbritannien
Originalsprache Französisch
Italienisch
Deutsch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Olivier Dahan
Drehbuch Luc Besson
Produktion Alain Goldman
Musik Colin Towns
Kamera Alex Lamarque
Schnitt Richard Marizy
Besetzung

Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse (Originaltitel: Les Rivières pourpres II - Les anges de l'apocalypse) ist ein Action-Thriller aus dem Jahr 2004 von Regisseur Olivier Dahan mit Jean Reno und Benoît Magimel in den Hauptrollen.

Der Film ist eine Fortsetzung des 2000 erschienenen Spielfilms Die purpurnen Flüsse.

Handlung[Bearbeiten]

Im Montanisten-Kloster Labaudieu in Lothringen nahe der deutschen Grenze schlägt ein neuer Mönch im Zimmer Nr. XIII (13) einen Nagel für sein Kruzifix in die Wand. Da dieser Raum eigentlich nie an Bewohner vergeben werden sollte, wird ein leitender Pater geholt. Als dieser den Raum betritt, kniet der junge Mönch betend vor dem Kruzifix und Blut rinnt aus der Wand. Kommissar Niémans findet heraus, dass das Blut von einem in der Wand eingemauerten Menschen stammt.

Der Polizist Reda wird ebenfalls in einen merkwürdigen Vorgang verwickelt: Mit Kollegen ist er gerade im Auto unterwegs, als ihnen ein Mann vor das Auto läuft. Obwohl der Mann schwer verletzt ist, flüchtet er und schleppt sich vor die Stufen einer Kirche, wo er bewusstlos zusammenbricht. Hier bemerkt Reda, dass der Mann angeschossen wurde. Er wird ins Krankenhaus eingeliefert.

Weiter wird Reda mit dem nächsten rätselhaften Fall beschäftigt: Ein Zöllner ist ermordet und mit Nägeln gekreuzigt worden. Als Reda später den Mann, der ihm vor den Wagen gelaufen war, im Spital besuchen möchte, kann er gerade noch einen weiteren Versuch, diesen zu töten, verhindern. Der Täter flüchtet vor Reda – die Verfolgung lässt Reda an seinem Verstand zweifeln, da der Täter, dessen Gesicht unter der Mönchskutte nicht zu erkennen ist, scheinbar über übermenschliche Kräfte verfügt und Schüsse und hohe Mauern ihn nicht aufhalten können.

Die Ermittlungen von Kommissar Niémans führen in der Zwischenzeit zur Maginot-Linie und auch dort wird eine Leiche gefunden. Im Spital trifft Reda auf seinen ehemaligen Lehrer Niémans und beide merken, dass sie am selben Fall arbeiten. Unterstützt werden beide von der Religionswissenschaftlerin Marie. Die wirren Erzählungen des Mannes, der vor den Wagen gelaufen war, erkennt sie als die Offenbarung des Johannes und erklärt ihnen, dass die Montanisten daran glauben, dass der Tag der Apokalypse genau 730.730 Tage nach dem Todestag Jesu, welcher am 7. April 30 n. Chr. gewesen sein soll, kommen würde.

Es taucht ein Foto auf, auf dem das letzte Abendmahl nachgestellt wurde, einige der Personen darauf werden als bereits ermordete Personen erkannt. Das Team macht sich auf die Suche nach den restlichen Personen auf dem Foto, aber sie kommen immer zu spät. An einem See werden vier weitere Leichen gefunden, wieder tauchen die geheimnisvollen Mönche auf und können nicht gestoppt werden.

Im Zuge der Nachforschungen stoßen sie bald auf die Legende über ein Buch, um das sich alles drehen soll. Dieses Buch ist Teil eines vor Jahrhunderten aus dem Vatikan gestohlenen Schatzes. Bei einer Durchsuchung des Klosters treffen sie auf Heinrich von Garten, den sie aufgrund seiner diplomatischen Immunität nicht belangen können. Es zeigt sich, dass von Garten der Führer eines Geheimbundes ist. Er war Offizier der deutschen Wehrmacht und entdeckte kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges einen Geheimgang, konnte diesen aufgrund der Niederlage des Deutschen Reiches nicht genauer untersuchen, forschte aber weiter. Jahrzehnte nach dem Krieg kaufte er das Kloster und gründete dort seinen Geheimbund mit den „schwarzen Mönchen“.

Den „12 Aposteln“ vom Foto gelang es, Geheimnisse um den Schatz und das Buch zu lüften, daher mussten sie sterben. Von Garten will mit dem Wissen um die Apokalypse und dem Schatz des Vatikans ein neues Europa errichten.

Am Tag der vermeintlichen Apokalypse finden Niémans und Reda einen versteckten Zugang zur Maginot-Linie durch den Turm des Klosters. Parallel dazu sind von Garten und seine „Armee“ in den Gängen der Maginot-Linie auf dem Weg zum Versteck des Buches.

Die zwei Polizisten gelangen in eine Kammer tief unter der Erde. Dort finden sie die Kutten der Mönche, sowie schwarze Kapuzen und Tarnfarbe, womit sich erklärt, warum sie nie ein Gesicht erkennen konnten. Weiter eine Kiste mit Ampullen eines Amphetamins, das einst von den Nazis entwickelt wurde – nimmt man diese Substanz ein, vervielfachen sich die Kräfte, man hat schnellere Reflexe, spürt keine Schmerzen und gehorcht bedingungslos. Das erklärt also auch die scheinbar übermenschlichen Kräfte der „schwarzen Mönche“. Reda und Niémans stecken beide eine Ampulle ein. Doch ihr Eindringen bleibt nicht unbemerkt und sie werden durch ein Gas überwältigt. Als sie wieder zu sich kommen, begrüßt sie Heinrich von Garten im Tempel Lothars des Zweiten.

Gefesselt müssen sie zusehen, wie der ehemalige Offizier von Garten mit dem Schlüssel eine uralte Mechanik in Bewegung setzt, welche das Buch offenbart. Niémans ist immer noch via Funk mit Marie verbunden, die im Krankenhaus bei „Jesus“ sitzt. Bald wird ihr klar, dass das Buch durch einen Schutzmechanismus gesichert sein muss. Niémans will von Garten warnen, der hat jedoch nur noch Augen für das Buch und als er es hochhebt, löst er einen Mechanismus aus, der das gesamte unterirdische Labyrinth flutet. Niémans und Reda schaffen es, sich von den Fesseln zu befreien und aus der Kammer zu entkommen, während von Garten sich erschießt und seine Helfer ertrinken. Die beiden fliehen durch die Gänge der Bunkeranlage und schaffen es gerade noch rechtzeitig, sich zu retten.

Am Ende besuchen Niémans und Reda gemeinsam mit Marie den Mann, der wie Jesus aussieht, im Krankenhaus. Dieser ist auf dem Weg der Besserung und somit der einzige Überlebende der „12 Apostel“.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Handlung basiert nicht mehr wie der erste Teil auf einem Roman von Jean-Christophe Grangé, sondern hat lediglich die Figuren aus dem Buch zur Grundlage.
  • Die Dreharbeiten fanden in Frankreich und Luxemburg statt.[1]
  • Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 40 Millionen US-Dollar ein.[2]
  • Kinostart in Frankreich war am 18. Februar 2004, in Deutschland am 8. April 2004.[3]
Terre Rouge

Kritiken[Bearbeiten]

„Fortsetzung der erfolgreichen Romanverfilmung "Die purpurnen Flüsse" (2000), die an Tempo, Action und vordergründigen Effekten den ersten Teil übertrifft, der es aber an inhaltlicher Kohärenz und religiöser wie politischer Glaubwürdigkeit mangelt.“

Lexikon des Internationalen Films[4]

„Hier hat man versucht, sich komplett der düsteren Atmosphäre des erfolgreichen Vorgängers anzugleichen: brutale Morde, finstere Bilder und knallharte Ermittler. Doch drang der erste Film ungemein packend in Abgründe menschlicher Seelen, so bleibt hier nur eine abstruse Story um eine Weltuntergangssekte, logische Brüche und eine Reihe von Unstimmigkeiten, die bald mehr nerven als gruselig unterhalten.“

Prisma[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse (2004) - Drehorte
  2. Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse (2004) - Einspielergebnisse
  3. Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse (2004) - Premierendaten
  4. Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse im Lexikon des Internationalen Films
  5. Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse, prisma.de