Die rote Sonne der Rache

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Filmdaten
Deutscher Titel Die rote Sonne der Rache
Originaltitel La banda J.S.: cronaca criminale del Far West[1]
Produktionsland Italien, Deutschland, Spanien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Sergio Corbucci
Drehbuch Sergio Corbucci
Michael Haller
Mario Amendola
Sabatino Ciuffini
Musik Ennio Morricone
Kamera Alejandro Ulloa
Schnitt Eugenio Alabiso
Besetzung
Synchronisation

Die rote Sonne der Rache (Originaltitel: La banda J.S.: cronaca criminale del Far West) ist ein Italowestern von Sergio Corbucci aus dem Jahr 1972. Die deutschsprachige Erstaufführung erfolgte am 24. November 1972.

Handlung[Bearbeiten]

Die hübsche Sonny träumt davon, ihrem trostlosen Alltag zu entkommen und das Leben eines Outlaws zu führen. Als sie dem gefürchteten Bandit Jed begegnet, sieht sie ihre Chance bekommen. Jed ist ein ungewöhnlicher Gesetzloser, der nur die Reichen bestiehlt und sein Versteck in Bandera beim Stamm der friedlichen Somillo-Indianer hat. Sheriff Franciscus ist sein größter Feind, denn der ist gnadenlos hinter ihm her, seit Jed aus dessen Gefängnis unter Zurücklassung vieler Leichen fliehen konnte. Nach anfänglicher grober Ablehnung der Begleitung durch Sonny sieht sich Jed aufgrund der Sturheit Sonnys und der Gefahr durch Franciscus genötigt, sie zu akzeptieren. Nach einigen gemeinsamen Raubzügen heiraten die beiden und bestehlen dann den Priester.

Als Franciscus das Pärchen doch stellen kann, fordern sie Amnestie und versprechen ihm einen Beuteanteil. Franciscus steckt ihr Liebesnest in Brand, erblindet aber selbst dabei; Sonny und Jed könne fliehen. Bei einem Bankett des edlen Don García Moreno nimmt Jed dessen Frau als Geisel und bringt sie nach Bandera. Die eifersüchtige Sonny führt daraufhin Sheriff Franciscus zu Jeds Versteck. Jed wird schwer verwundet und von Sonny gesundgepflegt. Fast sklavisch muss er nun Sonny folgen; eine Umkehr ihres anfänglichen Verhältnisses.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Das milde Urteil des Lexikon des Internationalen Films sah eine Mischung aus Westernelementen, Komödie, Parodie und sentimentaler Liebesgeschichte im Gewande des Italo-Western[2]. Andere Kritiker zeigten sich deutlich enttäuschter über den Film von Corbucci, seine erste Westernkomödie, der im Genre schon Meisterwerke vorgelegt hatte: „Eine der extremsten Übungen in Genreparodie“ nannte ihn Christian Keßler, deren Held sich einreihe „in die Galerie von unintellektuellen Revolutionären, von Subversiven wider Willen“, dessen robuste Derbheit seiner Freundin gegenüber aber verstöre.[3] G. Colpart attestiert „physisches, unmittelbares Kino“, dessen pausenlos anwesende Gewalt sich allerdings ihrer Wirkung selbst berauben würde.[4]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Die Filmlieder Sonny und Sweet Susan werden von I Cantori Moderni interpretiert. Einspielergebnis in Italien war 190 Millionen Lire.[5]

Synchronisation[Bearbeiten]

Die Deutsche Synchron besetzte unter der Regie von Karlheinz Brunnemann, der das Dialogbuch von Rainer Brandt umsetzte:[6]

sowie Christian Brückner, Karlheinz Brunnemann, Klaus Miedel und Friedrich W. Bauschulte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schreibweise nach dem Archivio del Cinema Italiano
  2. Die rote Sonne der Rache im Lexikon des Internationalen Films
  3. Christian Keßler: Willkommen in der Hölle. 2002, S. 33/34
  4. G. Colpart, in: Saison '76. Paris 1976.
  5. Roberto Chiti, Roberto Poppi, Mario Pecorari: Dizionario del cinema italiano, I film vol. 4, Bd 1 A/L. Rom, Gremese 1996, S. 94/95
  6. Der Film bei der Synchrondatei