Die vier Tage von Neapel (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Die vier Tage von Neapel
Originaltitel Le quattro giornate di Napoli
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1962
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Nanni Loy
Drehbuch Carlo Bernari
Pasquale Festa Campanile
Massimo Franciosa
Nanni Loy
Vasco Pratolini
Produktion Goffredo Lombardo
Musik Carlo Rustichelli
Kamera Marcello Gatti
Schnitt Ruggero Mastroianni
Besetzung

Die vier Tage von Neapel ist ein italienischer Kriegsfilm aus dem Jahr 1962, der auf wahren Begebenheiten beruht. Er handelt von einem viertägigen, erfolgreichen Aufstand der Bevölkerung Neapels (den Vier Tagen von Neapel) gegen die deutschen Besatzungstruppen im Jahr 1943.

Handlung[Bearbeiten]

Am 8. September 1943 unterzeichnet General Pietro Badoglio von der italienischen Armee einen Waffenstillstand mit den Alliierten. Als die Nachricht Neapel erreicht, feiern die Bewohner in den Straßen. Doch die Freude ist von kurzer Dauer. Die Deutschen sehen den Vertrag als Betrug an. Deutsche Einheiten nehmen die militärischen Einrichtungen in Besitz. Nach vier Tagen ist die Besetzung der Stadt komplett.

Die Deutschen versuchen mit Repressalien die Bevölkerung in Schach zu halten. Der Kommandant befiehlt die Hinrichtung des italienischen Seemannes Livornese. Die Einwohner sollen der Exekution auf den Knien beiwohnen und applaudieren. Die männlichen Einwohner zwischen 5 und 50 werden zur Zwangsarbeit in deutsche Lager gebracht.

Am 28. September kommt es in Neapel zum Aufstand. Die Widerstandsbewegung, plan- und organisationslos, bekommt großen Zulauf. Nun sind die Deutschen in der Defensive. Die Rebellen kämpfen mit zuvor versteckter Munition und improvisierten Waffen, sie errichten Barrikaden, platzieren Scharfschützen und lassen Granaten unter deutschen Panzern explodieren. Der junge Gennaro Capuozzo, der während der Kämpfe getötet wird, wird zu einem Helden gemacht. Vier Tage später, am 1. Oktober 1943, zieht sich die deutsche Wehrmacht aus Neapel zurück. Alliierte Truppen ziehen in die Stadt ein, die von ihren eigenen Bewohnern befreit wurde.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films schrieb, der seinerzeit umstrittene, von der FSK erst in dritter Instanz freigegebene antifaschistische Film beginnt als sorgfältig aufgebautes Kriegsbild und endet als undifferenziertes Partisanenkino.[1]

Bosley Crowther von der New York Times schrieb, es sei einer der Filme, die man nie vergesse. Fast jede Szene sei vollgepackt mit Beredsamkeit und Bedeutung.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film feierte am 16. November 1962 in Italien seine Premiere. In Deutschland kam er am 20. Dezember 1963 in die Kinos.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die vier Tage von Neapel (Film) im Lexikon des Internationalen Films
  2. Kritik der New York Times (engl.)