Diedorf (Schwaben)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Diedorf
Diedorf (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Diedorf hervorgehoben
48.3510.766666666667485Koordinaten: 48° 21′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 33,21 km²
Einwohner: 9834 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86420
Vorwahlen: 08238
0821 (Biburg, Kreppen, Lettenbach, Vogelsang)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 130
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Lindenstr. 5
86420 Diedorf
Webpräsenz: www.markt-diedorf.de
Bürgermeister: Peter Högg
Lage des Marktes Diedorf im Landkreis Augsburg
Ammersee Baden-Württemberg Augsburg Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Dachau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Donau-Ries Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Günzburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Ostallgäu Landkreis Starnberg Landkreis Unterallgäu Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Schmellerforst Adelsried Allmannshofen Altenmünster Aystetten Biberbach (Schwaben) Bobingen Bonstetten (Schwaben) Diedorf (Schwaben) Dinkelscherben Ehingen (Landkreis Augsburg) Ellgau Emersacker Fischach Gablingen Gersthofen Gessertshausen Graben (Lechfeld) Großaitingen Heretsried Hiltenfingen Horgau Kleinaitingen Klosterlechfeld Königsbrunn Kühlenthal Kutzenhausen Langenneufnach Langerringen Langweid am Lech Meitingen Mickhausen Mittelneufnach Neusäß Nordendorf Oberottmarshausen Scherstetten Schwabmünchen Stadtbergen Thierhaupten Untermeitingen Ustersbach Walkertshofen Wehringen Welden Westendorf (Landkreis Augsburg) ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Diedorf ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt rund 8 km westlich von Augsburg. Durch Diedorf fließt die Schmutter.

Zu Diedorf gehören die Ortsteile Anhausen, Biburg, Hausen, Kreppen, Lettenbach, Oggenhof, Vogelsang (ein Teil Vogelsangs gehört allerdings zur Stadt Neusäß) und Willishausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Diedorf wurde im Jahr 1056 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war bis zum 13. Jahrhundert im Besitz der Herren von Diedorf, bis diese ausstarben. 1264 erwarb das Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg von Reichsmarschall Heinrich von Pappenheim und seiner Frau deren Güter und die Vogtei in Diedorf. 1579 bezeichnete sich das Kloster als Dorfherr. Nach der Säkularisation kam der Ort 1806 zum Königreich Bayern. 1860 wurde Diedorf eine selbständige Pfarrei. Die Gemeinde Diedorf wurde am 2. März 1996 zum Markt erhoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Anhausen, Biburg und Willishausen in die Gemeinde Diedorf eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Seit 2014 ist Peter Högg Bürgermeister von Diedorf. Sein Vorgänger war Otto Völk (1990 - 2014).

Sitzverteilung im 24-köpfigen Marktgemeinderat (Stand Kommunalwahl 2008):

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule befindet sich die von einer amateurastronomischen Vereinigung betreute Sternwarte Diedorf. In der Nähe der Sternwarte steht außerdem ein Stück Berliner Mauer.

Teilstück der Berliner Mauer

In Diedorf gibt es vier kirchliche Bauten:

  • Katholische Kirche St. Bartholomäus: 1736 anstelle eines früheren Gotteshauses errichtet; das Untergeschoss des alten Kirchturms stammt vom Vorgängerbau aus spätromanischer Zeit. Im Obergeschoss des Turmes befinden sich Reste mittelalterlicher Fresken. Bis 1967 war St. Bartholomäus Pfarrkirche, heute ist sie eine beliebte Hochzeitskirche.
Die Kirche St. Bartholomäus
  • Katholische Kirche Herz Mariä: Nach den Plänen des Mindelheimer Architekten Josef Ruf errichtet und 1967 eingeweiht. Der Grundriss des Kirchenbaus entspricht einem geschwungenen Kreisbogen, der dem menschlichen Herzen nachempfunden ist. Der nach oben spitz zulaufende Turm hat eine Höhe von 76 m und ist weithin sichtbar. Er stellt eines der markantesten Gebäude der Marktgemeinde Diedorf dar.
  • Katholische Kapelle St. Leonhard und Wolfgang: 1766 errichtet; liegt direkt neben der heutigen B 300. Der Bau wird dem Augsburger Hofbaumeister Iganz Paulus zugeschrieben. Die Fresken im Inneren schuf Fridolin Kohler, das Gemälde hl. Wolfgang u. hl. Leonhard mit der Muttergottes ist eine Arbeit von Franz Joseph Maucher.
  • Evangelisch-lutherische Immanuelkirche: am 4. Dezember 2005 eingeweiht. Im modernen Stil als transparenter Rundbau mit viel Glasflächen erbaut. Die Kirche befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Eukitea-Theaters an der Lindenstraße.

Ebenfalls sehenswert ist die Lourdesgrotte am Bürgerpark. Sie ist eine Stiftung der Diedorfer Familie Kraus und wurde 1908 eingeweiht.

Die Lourdesgrotte in Diedorf

Zur Sammlung des privaten „internationalen maskenmuseums mi.stoehr“ in Diedorf gehören 5000 alte, getragene Masken aus allen Kontinenten.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Am 26. September 1853 wurde der durch Diedorf führende Abschnitt AugsburgDinkelscherben der Bahnstrecke Augsburg–Ulm als Teil der Bayerischen Maximiliansbahn eröffnet, und am 1. Mai 1854 wurde schließlich die Gesamtstrecke der Maximiliansbahn von Ulm nach München fertiggestellt. Heute wird der zweigleisige Haltepunkt Diedorf (Schwab) durch den Fugger-Express bedient, der jeweils im Stundentakt als Regional-Express von Ulm nach München und als Regionalbahn von Dinkelscherben nach München verkehrt, sodass zwischen Dinkelscherben und München ein Halbstundentakt besteht.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Diedorf gibt es rund 1000 Gewerbetreibende, davon 300 Betriebe mit mehreren Mitarbeitern. Die größten in Diedorf ansässigen Unternehmen sind:

  • Kühl Gruppe (Entsorgung und Recycling)
  • Keimfarben (Hersteller von Silikatfarben)
  • Borscheid + Wenig (kunststoffverarbeitender Automobilzulieferer)
  • Weber Baustoffzentrum (im Handelsverbund der Eurobaustoff)
  • Autohaus Mayrhörmann
  • Nussbaum Reisen (Busunternehmen)
  • Proteco (Eventagentur)
  • Böhme Eventmarketing
  • Schüßler GmbH (Erdbewegung/Transporte)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Diedorf[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diedorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.