Diego de Siloé

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Die Sagrada Familia eine Arbeit des Diego de Siloé. Sie befindet sich im Museo Nacional de Escultura in Valladolid

Diego de Siloé (* um 1495 in Burgos; † 22. Oktober 1563[1] in Granada) war ein spanischer Architekt und Bildhauer.

Leben[Bearbeiten]

Siloé war angeblich der Sohn eines Bildhauers französischer Abstammung, Gil de Siloe, des letzten Vertreters des gotischen Stils in Spanien, der um 1500 starb.[2] Er gilt als einer der Hauptvertreter des Plateresken Stils. Siloé besuchte in seiner Jugend Italien und schuf dort um 1517 den Epiphanienalter im neapolitanischen Kloster San Giovanni a Carbonnara. 1523 vollendete er die „Escalera Dorada“ (die vergoldete Treppe) in der Kathedrale von Burgos.

Die Kuppel und die korinthischen Säulen, die er für die Kathedrale von Granada entwarf (wo er 1528 Nachfolger von Enrique de Egas wurde), zeigen seine Vertrautheit mit der italienischen Renaissance-Architektur. Er baute auch Kirchen in Ubeda, Málaga und Guadix. Siloé hatte nachhaltigen Einfluss auf die Bauten in Granada und die Bildhauerei im nördlichen Spanien.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diego de Siloé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 2, Seite 617
  2. Siloe. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 31, E. A. Seemann, Leipzig 1937, S. 26.