Dienersdorf

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Dienersdorf
Wappen von Dienersdorf
Dienersdorf (Österreich)
Dienersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 7,09 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 15° 54′ O47.24166666666715.900277777778355Koordinaten: 47° 14′ 30″ N, 15° 54′ 1″ O
Höhe: 355 m ü. A.
Einwohner: 690 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8224
Vorwahl: 03334
Gemeindekennziffer: 6 22 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dienersdorf 13
8224 Kaindorf bei Hartberg
Website: www.dienersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Florian Summerer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
ÖVP 8, SPÖ 1
Lage der Gemeinde Dienersdorf im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
SteiermarkLage der Gemeinde Dienersdorf im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Dienersdorf ist eine Gemeinde mit 690 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark (Österreich). Ab 1. Jänner 2015 ist sie Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit den Gemeinden Kaindorf und Hofkirchen bei Hartberg zusammengeschlossen, die neue Gemeinde wird den Namen „Kaindorf“ führen.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Dienersdorf liegt im oststeirischen Hügelland etwa acht Kilometer südwestlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 35 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Die Gemeinde befindet sich am südöstlichen Rand des Naturparks Pöllauer Tal, liegt aber selbst nicht darin. Durch die Gemeinde fließt die Pöllauer Safen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Dienersdorf besteht nur aus der Katastralgemeinde Dienersdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Schönegg bei Pöllau Schönegg bei Pöllau, Hartberg Umgebung Hartberg Umgebung
Schönegg bei Pöllau, Hofkirchen bei Hartberg Nachbargemeinden Hartberg Umgebung
Hofkirchen bei Hartberg Kaindorf Kaindorf

Geschichte[Bearbeiten]

Dienersdorf ist ein Haufendorf, das vermutlich während der Kolonisationszeit gegründet und erstmals 1396 als Diennestorf erstmals erwähnt wurde. In den folgenden Jahr wird das Dorf auch als Dyenerstorf (1419), Dyeneßdorff (1504), Dienestorff (1542) und Dienerstorff (1572) genannt.

Das Gemeindegebiet gehörte zum Rodungsgebiet des Konrad von Safen. Als Gründer des Dorfes wird aufgrund des Ortsnamens sein Sohn Dietbrant angenommen. Nach dem Aussterben der Safener Ende des 12. Jahrhunderts kam Dienersdorf an die Stubenberger und schließlich 1396 an Hans von Stubenberg. Dieser verkaufte es 1459 an Heinrich von Neuberg. Nach dessen Tod kam Dienersdorf 1504 zum Stift Pöllau.

  • Die Siedlung Dienersberg wurde erstmals 1571 als Diennersperg urkundlich erwähnt und war der Weingarten der umliegenden Herrschaften.
  • Die Siedlung Großbach wurde bereits 1318 erstmals genannt und kam 1478 an die Neuberger.
  • Die Siedlung Haselhof-Haselberg fand Ende des 15. Jahrhunderts erstmalige Erwähnung und erinnert an die schon damals häufig vorkommenden Haselsträucher.
  • Die Siedlung Khaag-Altenberg erschien erstmals als im Gehag, war aber damals noch unbewohnt.
  • Die Siedlung Hochstraße-Bankl wurde erstmals 1500 als Verkehrsweg genannt, der bereits zur Römerzeit existiert haben könnte.
  • Die Siedlung Kruckental wurde erstmals 1478 als im Chruckental genannt. Winzenbach wurde 1419 als Wynssenpach genannt und war einer Siedlung von Winzern.

Im Zuge der Volkszählung 1770 wurde Dienersdorf mit den umliegenden Siedlungen als Zähleinheit zusammengefasst. Später wurde es in dieser Konstellation Steuer- und Katastralgemeinde. Mit Aufhebung der grundherrschaftlichen Untertänigkeit im Jahr 1848 wurde Dienersdorf eine selbständige Gemeinde, die aus dem Dorf und den umliegenden Siedlungen bestand.

Seit 2007 ist die Gemeinde Teil der Ökoregion Kaindorf.

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1770 430
1812 375
1869 642
1880 600
1890 583
1900 600
1910 588
1923 597
1934 598
1939 510
1951 504
1961 521
1971 576
1981 562
1991 623
2001 648

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

8
1
Von 9 Sitzen entfallen auf:

Der Gemeinderat besteht aus 9 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:


Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2010 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 398 86 8 335 75 7 316 78 7 284 70 7 317 78 7
SPÖ 66 14 1 113 25 2 91 22 2 97 24 2 89 22 2
Die Grünen 26 6 0
Wahlbeteiligung 85 % 83 % 86 % 85 % 93 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2007 Florian Summerer (ÖVP), Vizebürgermeister ist seit 2003 Karl Stranzl (ÖVP).

Seit 1855 hatte Dienersdorf folgende Bürgermeister:

  • 1855–1861 Michael Pötscher
  • 1861–1864 Josef Buchberger
  • 1864–1867 Josef Muhr
  • 1867–1873 Georg Neuhauser
  • um 1876 Josef Buchberger
  • um 1879 Josef Muhr
  • um 1906 Josef Haubenhofer
  • 1911–1914 Josef Thaller
  • 1914–1917 Josef Haubenhofer
  • 1917–1919 Johann Hirth
  • 1919–1919 Franz Hirth
  • 1919–1924 Karl Lind
  • 1924–1938 Adolf Thaller
  • 1938–1940 Josef Summerer
  • 1940–1945 Ferdinand Hirth
  • 1945–1956 Adolf Thaller
  • 1956–1980 Josef Wilfinger
  • 1980–2007 Franz Summerer
  • seit 2007 Florian Summerer

Wappen[Bearbeiten]

AUT Dienersdorf COA.jpg

Blasonierung: „Von Silber und Rot zweimal gespalten und einmal geteilt, die Spalten mit brennenden Astpfählen in wechselnden Farben belegt.“
Das Gemeindewappen wird seit 1. Juni 1963 geführt.[2]

Regionalpolitik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört zur LEADER-Region Oststeirisches Kernland, und ist seit 2007 Teil der Ökoregion Kaindorf.

Am 20. November 2011 stimmten die Wahlberechtigten der Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Großhart, Hartl, Hofkirchen bei Hartberg, Kaindorf und Tiefenbach bei Kaindorf darüber ab, ob diese sieben Gemeinden anlässlich der Gemeindestrukturreform der Steiermark 2010–2015 zu einer Großgemeinde zusammengelegt werden sollen. Bei einer Wahlbeteiligung von insgesamt 65,66 % wurden 3351 gültige Stimmen gezählt. Von diesen sprachen sich lediglich 436 Wähler (13 %) für eine Zusammenlegung der Gemeinden aus, während 2915 Wähler (87 %) gegen eine Fusion stimmten. Damit wurde den Plänen der Steiermärkischen Landesregierung eine deutliche Absage erteilt.[3]

Ein Konzept von 2012/13 sieht die Fusion von Dienersdorf, Hofkirchen und Kaindorf zu einer Gemeinde von etwa 2.000 Einwohnern vor.[4][5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dienersdorf liegt an der Landesstraße von Kaindorf nach Pöllau. In Kaindorf besteht in etwa zwei Kilometer Entfernung Zugang zur Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf. Die Süd Autobahn A 2 ist über die Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) zu erreichen und etwa 11 km entfernt.

Dienersdorf besitzt keinen Bahnanschluss. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Hartberg und bietet Zugang zur Thermenbahn von Wien nach Fehring. Er ist etwa zwölf Kilometer entfernt. Hier verkehren zweistündliche Regionalzug-Verbindungen.

Der Flughafen Graz ist ca. 55 km entfernt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit 1999 findet im Gemeindehaus in Dienersdorf das Dienersdorfer Bluesfieber jeweils am dritten Samstag im Mai statt, wo u. a. schon B. B. & The Blues Shacks aufgetreten sind.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dienersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 21. November 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Kaindorf und der Gemeinden Dienersdorf und Hofkirchen bei Hartberg, alle politischer Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 6. Dezember 2013. Nr. 153, 35. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 682–683.
  2.  Kramer - Mirsch - Rupp: DAHEIM IN …. Dokumentation der Gemeinden im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Scripta Verlag, 1996, S. 99.
  3. Wiener Zeitung: Befragte oststeirische Gemeinden gesamt zu 87 Prozent gegen Fusion. 20. November 2011.
    Kleine Zeitung: Große Mehrheit stimmte gegen Gemeindefusion. 20. November 2011.
  4. Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Liste Endversion A01, 2012 (pdf, gemeindestrukturreform.steiermark.at; 97 kB).
  5. Karte in Präsentation der Ergebnisse der Gemeindestrukturreform. kleinezeitung.at vom 21. Januar 2013. Stand der Karte: 13. Januar 2013.