Dienstbarkeit

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Dieser Artikel behandelt die Dienstbarkeit (Servitut). Bezüglich der zwischenstaatlichen Vereinbarungen siehe Staatsservitut.

Dienstbarkeit, in Österreich und der Schweiz auch Servitut, ist ein dingliches Nutzungsrecht an einer fremden Sache.

Situation in Deutschland[Bearbeiten]

Das deutsche Sachenrecht unterscheidet verschiedene Dienstbarkeiten an Grundstücken:

Situation in Österreich[Bearbeiten]

Im österreichischen Sachenrecht findet sich die Dienstbarkeit (oder mit derselben Bedeutung Servitut) ähnlich wieder.

Situation in Polen[Bearbeiten]

Das polnische Sachenrecht (prawo rzeczowe) unterscheidet:

  • die służebność gruntowa (Art. 285 - 295 Zivilgesetzbuch - k.c.) – die dem jeweiligen Eigentümer eines anderen Grundstücks zustehende Grunddienstbarkeit, hier insbesondere jedoch nicht ausschließlich:
    • służebność budynkowa (Art. 151 k.c.) – „Gebäudedienstbarkeit“, d.h. Überbauungsrecht
    • służebność drogi koniecznej (Art. 145 k.c.) – „Dienstbarkeit für den notwendigen Weg“, d.h. das Wegerecht (kann ebenso als eine persönliche Dienstbarkeit eingetragen werden)
  • die służebność osobista (Art. 296 - 305 k.c.) – die einer bestimmten natürlichen Person zustehende, nicht veräußerbare und nicht vererbbare persönliche Dienstbarkeit
  • die służebność przesyłu (Art. 305 Abs. 1 bis 4 k.c.) – die einem bestimmten Träger der öffentlichen Belange zustehende „Leitungsdienstbarkeit

Mit serwitut („Servitut“) ist in Polen üblicherweise nicht eine Dienstbarkeit im heutigen Sinne gemeint, sondern ein historisches, 1960 erloschenes Waldnießbrauch.

 Wiktionary: Dienstbarkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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