Diersbach

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Diersbach
Wappen von Diersbach
Diersbach (Österreich)
Diersbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 28,08 km²
Koordinaten: 48° 25′ N, 13° 34′ O48.41666666666713.566666666667335Koordinaten: 48° 25′ 0″ N, 13° 34′ 0″ O
Höhe: 335 m ü. A.
Einwohner: 1.562 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 56 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4776
Vorwahl: 07719
Gemeindekennziffer: 4 14 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Diersbach 5
4776 Diersbach
Website: www.diersbach.at
Politik
Bürgermeister: Johann Fuchs (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(19 Mitglieder)
10 ÖVP, 4 SPÖ, 3 FPÖ, 2 Grüne
Lage der Gemeinde Diersbach im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell an der Donau Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Diersbach im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Diersbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 1562 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten]

Diersbach liegt auf 335 m Seehöhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,9 km, von West nach Ost 7,5 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,1 km². 13,2 % der Fläche sind bewaldet, 78,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Herrnberg (38)
  • Hochegg (28)
  • Igling (11)
  • Inding (36)
  • Kalling (78)
  • Kindling (18)
  • Kobledt (13)
  • Mayberg (21)
  • Mitterndorf (68)
  • Mörstalling (34)
  • Oberedt (27)
  • Raad (98)
  • Schmidsedt (14)
  • Schwabenhub (20)
  • Sonndorf (7)
  • Unterholzen (4)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Angsüss, Diersbach, Großwaging, Kalling, Kindling und Schwabenhub.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um das Dorf dürfte schon im Altertum von Kelten besiedelt worden sein, darauf lassen jedenfalls Funde aus dem Neolithikum und der Bronzezeit sowie viele Bach- und Flussnamen keltischen Ursprungs schließen; um die Zeitwende fiel das Gebiet dann an die Römer.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Ortschaft Angsüß im Jahre 788 als Aninsieza, heute Teil von Diersbach, das im Jahr 1125 als Tirespach erstmals Erwähnung fand. Im Mittelalter gab es in und um Diersbach einige bedeutende Edelsitze, nämlich in den heutigen Ortsteilen Kalling, ca. 1100–1500, Edenwiesen, ca. 1200–1470/80 und Waldeck, ca. 1100–1400. Um letzteres Schloss rankt sich auch eine Sage, der zufolge unter dem Burgkegel ein von gekrönten Nattern bewachter Schatz liegt - auf diese Sage nimmt auch das heutige Wappen Bezug.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz kgl. bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns und teilt seither dessen Geschichte. Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Raab, nach dessen Auflösung wurde sie dem Gerichtsbezirk Schärding zugewiesen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung Einwohner, 2001 dann 1696 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Fuchs von der ÖVP.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Mit Flammen erniedrigt bogenförmig von Rot und Gold geteilt; oben ein silberner Wellenbalken, darin ein linkshin gelegtes, blaues Schwert mit rotem Griff; unten eine schwarze, nach links gewendete, gewundene und widersehende, rot gekrönte Schlange. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Diersbach
  • Kirche in Diersbach:[2] Die Kirche erlangte vor allem als „Schiefer Turm des Innviertels“ überregionale Bekanntheit. Der Turm steht auf einem Rutschhang und konnte nur durch eine Fundament-Sanierung in den Jahren 1988-91 gerettet werden. Die Kirche wurde 1432 im gotischen Stil mit Spitzturm errichtet. Nach einem Brand im Jahr 1716 erhielt die Kirche beim Wiederaufbau das heutige Aussehen mit einem mächtigen Zwiebelturm. Der Hauptaltar und beide Seitenaltäre sind im Renaissance-Stil. Das Hochaltar-Bild wurde 1862 von Caspar Jelle aus Innsbruck entworfen. Zu erwähnen ist auch die von Dr. Karl Mayr gespendete und in der Folge nach ihm benannte Orgel aus der Werkstatt von Alfred Führer, die 1996 eingeweiht wurde und die Viertgrößte im Innviertel ist.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Diersbach gibt es eine Volksschule mit insgesamt etwa 80 Kindern.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Inntöne Jazzfestival: international beachtetes Jazzfestival, findet jährlich zu Pfingsten statt.[3]
  • Inntöne BarockPaul Zauners jährliche Konzertreihe mit Alter Musik in der Diersbacher Kirche.[4]

Personen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Kirche in Diersbach, diersbach.at
  3. Schwein gehabt mit Jazz: an Pfingsten startet das INNtöne-Festival im österreichischen Diersbach
  4. Inntöne Barock
  5. Günther Fessl, in: Webpräsenz von Regiowiki.at
  6. Johanna Fessl, in: Webpräsenz von Regiowiki.at