Dieter Hagedorn

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Dieter Hagedorn (* 19. April 1936 in Köln-Lindenthal) ist ein deutscher Altphilologe und Papyrologe.

Dieter Hagedorn studierte an der Universität zu Köln, wo er 1961 mit der Arbeit Zur Ideenlehre des Hermogenes promoviert wurde. Ein Jahr später wurde er dort Wissenschaftlicher Assistent. Als Gastwissenschaftler war er 1966/67 an der University of Michigan. Die Habilitation erfolgte 1971 mit der Arbeit Der Hiobkommentar des Arianers Julian, der erstmaligen Ausgabe dieses Werkes. 1972 wurde er in Köln Akademischer Rat und Außerplanmäßiger Professor, 1973 Akademischer Oberrat. 1981 erfolgte der Wechsel auf eine Professur für Papyrologie an die Universität Heidelberg. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung 2001. Nachfolgerin wurde Andrea Jördens.

Hagedorn war bis 2011 Mitherausgeber der Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik; er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Er verfasste bislang – häufig mit Co-Autoren – mehr als 20 Monografien, unter anderem zu den Papyri in der Kölner Universitätssammlung. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der altgriechischen christlichen Erklärung zum Buch Hiob. Das von ihm 1988 initiierte „Heidelberger Gesamtverzeichnis der Griechischen Papyrusurkunden Ägyptens“[1], das nur bis 2002 von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gefördert wurde, wird von ihm und einigen Mitarbeitern bis heute ehrenamtlich weitergeführt.

Schriften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heidelberger Gesamtverzeichnis (HGV)